Die Boeing 737 MAX steht erneut im Fokus von Sicherheitsermittlungen. Ein internes Memo der Federal Aviation Administration (FAA) empfiehlt umfassende Konstruktionsänderungen an den LEAP-1B-Triebwerken, die exklusiv für diesen Flugzeugtyp von CFM International gefertigt werden. Im Mittelpunkt stehen Rauchentwicklungen im Flugzeuginneren, ausgelöst durch Vogelschläge, die ein „potenziell katastrophales Risiko“ darstellen können. Die Problematik ist klar umrissen: Bei Vogelschlägen kann Öl in die Klimaanlage gelangen und so giftige Rauchgase ins Cockpit und die Passagierkabine leiten. Die FAA sieht hierin eine Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit von Passagieren und Besatzung. In einem Memo vom 28. Oktober 2024 wurden sechs Maßnahmen vorgeschlagen, um die Risiken zu minimieren, darunter eine automatische Schließung der Luftzufuhr aus den betroffenen Triebwerken nach einem Vogelschlag. Der Sprecher der Allied Pilots Association, Dennis Tajer, betont die Dringlichkeit: „Passagiere dürfen keinen tödlichen Chemikalien ausgesetzt werden. Die Sicherheit muss oberste Priorität haben.“ Notwendigkeit von Maßnahmen Die FAA plant die Einberufung eines „Corrective Action Review Boards“, um die Vorschläge zu bewerten. Übergangsweise könnten Piloten angewiesen werden, modifizierte Startverfahren zu nutzen. Diese umfassen die Abschaltung der Luftzufuhr aus einem oder beiden Triebwerken im Falle eines Vogelschlags. Insbesondere die vollständige Abschottung, auch wenn sie die Kabinenbelüftung einschränkt, wird als wirksamste Option diskutiert. Jeff Guzzetti, ein Berater für Flugsicherheit und ehemaliger FAA-Ermittler, äußerte jedoch, dass es innerhalb der FAA Meinungsverschiedenheiten geben könnte. Manche Experten könnten argumentieren, daß die vorgeschlagenen Maßnahmen zu weitreichend seien und keine Notwendigkeit zur vollständigen Korrektur bestünde. Dennoch zeigt die Historie ähnlicher Zwischenfälle die Relevanz des Themas. Vorfälle, die zur Untersuchung führten