Dezember 16, 2024

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Dezember 16, 2024

Turbulenzen über der Karibik: Der JetBlue-Zwischenfall und die Herausforderungen moderner Flugnavigation

Am 25. September 2023 erlebte ein Airbus A320 von JetBlue während eines Fluges von Guayaquil, Ecuador, nach Fort Lauderdale, Florida, einen turbulenzbedingten Vorfall, der zu Verletzungen bei neun Menschen an Bord führte. Der Vorfall ereignete sich in einem Gebiet über der Karibik, als die Maschine plötzlich in schwere Turbulenzen geriet, die weder vom Wetterradar des Flugzeugs noch von anderen verfügbaren meteorologischen Daten angezeigt worden waren. Der Bericht des National Transportation Safety Board (NTSB) gibt nun Aufschluss darüber, wie es zu diesem Zwischenfall kam und welche Herausforderungen die moderne Luftfahrt bei der Vorhersage und Vermeidung solcher Ereignisse weiterhin zu meistern hat. Laut dem NTSB-Bericht verlief der Flug zu Beginn ohne größere Auffälligkeiten. Das Flugzeug, ein Airbus A320 mit der Kennung N569JB, war auf einer normalen Reiseflughöhe von 34.000 Fuß (ca. 10.363 Meter) unterwegs, als es plötzlich in Turbulenzen geriet, die von keinem der Systeme an Bord vorhergesagt worden waren. Die Piloten, die die Maschine steuerten, berichteten, dass sie keine Anzeichen von konvektiven Aktivitäten oder starken Wetterschwankungen in der Nähe ihrer Flugroute bemerkten. Das Wetterradar war aktiv und zeigte keine Warnungen an. Trotz dieser technischen Vorkehrungen trat das Flugzeug gegen 03:36:20 Uhr Ortszeit in ein Gebiet mit extremen Turbulenzen ein, was zu einem schnellen und unerwarteten Höhenanstieg von etwa 800 Fuß führte. Der Nickwinkel des Flugzeugs schwankte zwischen -1,8° und +6,3°, und die vertikale Beschleunigung schwankte zwischen -0,69 G und +1,68 G. In dieser kurzen Zeitspanne schaltete sich der Autopilot aus, und der Kapitän musste die Kontrolle übernehmen, um das Flugzeug wieder

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Mitteldeutsche Flughafen AG: Neuer CFO ab Januar 2025

Anke Förster wird ab dem 1. Januar 2025 Finanzvorstand (CFO) der Mitteldeutschen Flughafen AG (MFAG) und tritt die Nachfolge von Ingo Ludwig an. Der Aufsichtsrat betonte Försters umfangreiche Erfahrung in der Luftfahrt und Logistik sowie ihre Erfolge bei der Restrukturierung von DPD Deutschland. In ihrer neuen Funktion wird sie die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Standorte Leipzig/Halle und Dresden in einer Phase der Transformation mitgestalten.

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Bahrain stärkt Polizeieinsätze mit modernen Airbus-Hubschraubern

Das Innenministerium des Königreichs Bahrain hat einen richtungsweisenden Schritt unternommen, um die Fähigkeiten seiner Strafverfolgungsbehörden und Rettungsdienste zu erweitern. In einem millionenschweren Vertrag mit dem europäischen Luftfahrtkonzern Airbus wurde der Kauf von neun hochmodernen H145-Hubschraubern beschlossen. Die Maschinen sollen in verschiedenen Missionen, von Polizeieinsätzen bis hin zu medizinischen Notfalldiensten, eingesetzt werden und Bahrains Position als technologisch gut ausgerüsteter Akteur in der Region stärken. Die Entscheidung des Innenministeriums kommt nicht von ungefähr. Mit ihrem innovativen Fünfblattrotor, der die Nutzlast um 150 Kilogramm erhöht, und ihrer Vielseitigkeit gehört die H145 zu den leistungsstärksten und flexibelsten Hubschraubern ihrer Klasse. Weltweit sind mehr als 1.700 Maschinen dieses Typs im Einsatz, die zusammen bereits über acht Millionen Flugstunden absolviert haben. Vielseitigkeit und technische Exzellenz Die H145 bietet eine bemerkenswerte Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten. Die Konfigurationen des Hubschraubers erlauben den Transport von bis zu zehn Soldaten oder neun Mitgliedern von SWAT-Teams. Für Polizeieinsätze kann die Maschine zudem mit Arbeitsstationen für Bediener ausgestattet werden, um Einsätze vor Ort besser zu koordinieren. Diese Modularität macht die H145 zu einem unverzichtbaren Instrument für Strafverfolgung, militärische Zwecke und Rettungsdienste. Angetrieben von zwei Safran Arriel 2E-Triebwerken verfügt die H145 über ein fortschrittliches digitales Steuerungssystem, die sogenannte FADEC (Full Authority Digital Engine Control). Diese Technologie gewährleistet eine optimale Motorleistung bei gleichzeitig reduzierter Arbeitsbelastung für die Piloten. Ein 4-Achsen-Autopilot sorgt zusätzlich für Stabilität und erhöht die Sicherheit während der Flüge. Olivier Michalon, Executive Vice President für Global Business bei Airbus Helicopters, betonte die strategische Bedeutung des Vertrags: „Wir sind sehr stolz darauf, daß das

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Lufthansa und Pilotenverband im Konflikt: Schiedsgerichtsverfahren angekündigt

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat ein Schiedsgerichtsverfahren gegen die Deutsche Lufthansa AG angekündigt. Hintergrund ist die Kündigung des Tarifvertrags „Perspektivvereinbarung“ aus dem Jahr 2017, der eine Mindestflottenanzahl garantierte. Nach Ansicht der VC verletzt Lufthansa die Vereinbarung, was zu Unsicherheiten für Arbeitsplätze und Karrieren der Piloten führt. Zudem wird die Sitzplatzbegrenzung bei CityLine wieder wirksam. VC-Präsident Dr. Andreas Pinheiro kritisiert die Lufthansa scharf und fordert ernsthafte Verhandlungen.

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Boeing investiert eine Milliarde Dollar in South Carolina

Der US-amerikanische Flugzeughersteller Boeing hat angekündigt, in den kommenden fünf Jahren eine Milliarde Dollar in die Modernisierung und den Ausbau seines 787-Dreamliner-Produktionsstandorts in Charleston County, South Carolina, zu investieren. Diese Großinvestition, die eine zentrale Rolle in der Zukunftsstrategie des Unternehmens spielt, wird nicht nur die Produktionskapazitäten des Standorts erheblich steigern, sondern auch 500 neue Arbeitsplätze schaffen und somit die regionale Wirtschaft stärken. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist Charleston ein Schlüsselstandort in Boeings Produktionsnetzwerk. Hier werden die drei Varianten des 787 Dreamliners – die Modelle 787-8, 787-9 und 787-10 – gefertigt. Rund 7.800 Menschen sind an den verschiedenen Standorten in North Charleston und im benachbarten Orangeburg beschäftigt. Mit der geplanten Erweiterung unterstreicht Boeing die Bedeutung von South Carolina als eine Drehscheibe der Luftfahrtindustrie. Erhöhung der Produktionsrate als zentraler Fokus Boeing hat ehrgeizige Ziele: Bis zum Jahr 2026 soll die Produktionsrate des 787 Dreamliners auf zehn Flugzeuge pro Monat steigen. Derzeit liegt diese bei fünf Flugzeugen monatlich. Angesichts einer wachsenden globalen Nachfrage nach modernen Langstreckenflugzeugen reagiert das Unternehmen damit auf die Erholung des internationalen Flugverkehrs nach der COVID-19-Pandemie. Scott Stocker, der als Vizepräsident des 787-Programms und Standortleiter des Boeing South Carolina (BSC) fungiert, äußerte sich optimistisch über die bevorstehenden Entwicklungen: „Die Entscheidung von Boeing, in Charleston County zu expandieren, festigt South Carolinas Position als führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie weiter. Diese bedeutende Investition und die 500 neuen Arbeitsplätze, die sie im Lowcountry schaffen wird, zeigen das Vertrauen von Boeing in unsere Arbeitskräfte und unterstreichen die Stärke unseres wirtschaftsfreundlichen Umfelds.“ Ein

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Österreich als Top-Reiseziel: Rekordzahlen im Sommer 2024

Im Sommerquartal 2024 verzeichnete Österreich laut Statistik Austria einen Rekord an inländischen Urlaubern. 43 % der Österreicher wählten das eigene Land als Reiseziel, gefolgt von Italien (22 %), Kroatien (16 %) und Deutschland (12 %). Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung, lobte Österreichs Erfolg im internationalen Vergleich und forderte politische Unterstützung für den Tourismus. Neben branchenspezifischen Maßnahmen wie einer Digitalisierungsstrategie und einem Tourismusforschungszentrum sieht Veit auch allgemeinen Handlungsbedarf, etwa bei Steuersenkungen und Bürokratieabbau.

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