Der europäische Luftverkehr stand im Jahr 2024 vor erheblichen Herausforderungen, die bestehende strukturelle Schwächen deutlicher als je zuvor zutage förderten. Laut einer Analyse des Fluggastrechteportals Flightright sind insbesondere deutsche Airlines und Flughäfen zentrale Brennpunkte dieser Entwicklung. Hohe Stornierungs- und Verspätungsquoten prägen das Bild und werfen Fragen über die Wettbewerbsfähigkeit und Zuverlässigkeit des deutschen Luftverkehrs auf. Besonders die Fluggesellschaften der Lufthansa Group fallen im europäischen Vergleich negativ auf. Mit einer Stornierungsquote von 2,88 Prozent führt die Lufthansa das Ranking der europäischen Airlines mit den meisten Flugausfällen an. Konkret fielen bis Anfang Dezember 2024 knapp 12.792 Flüge aus. British Airways folgt mit einer Stornierungsquote von 2,06 Prozent, während KLM den dritten Platz mit 1,60 Prozent einnimmt. Weitere Airlines der Lufthansa Group, wie Swiss (1,45 Prozent, 1.871 Flüge) und Eurowings (1,42 Prozent, 2.091 Flüge), landen ebenfalls unter den fünf Fluggesellschaften mit den höchsten Stornierungsquoten. Im Gegensatz dazu konnten einige Airlines vergleichsweise geringe Stornierungsraten verzeichnen. TAP Portugal, Ryanair und Iberia beispielsweise lagen unter der Ein-Prozent-Marke, was ihre operative Effizienz unterstreicht. Verspätungen: Tap Portugal an der Spitze Neben den Flugausfällen ist die Pünktlichkeit ein weiterer entscheidender Faktor. TAP Portugal führte mit 21,3 Prozent verspäteter Flüge das Ranking der Airlines mit den meisten Verzögerungen an, gefolgt von der britischen Jet2 (29,6 Prozent) und Easyjet (29,1 Prozent). Swiss, eine weitere Airline der Lufthansa Group, landete mit 28 Prozent ebenfalls unter den Spitzenreitern in dieser Kategorie. Deutsche Flughäfen als Problemherd Nicht nur die Airlines, sondern auch die deutschen Flughäfen stehen im Fokus der Kritik. Der Frankfurter Flughafen erreichte