Das Jahr 2024 zeigt sich für den Luftverkehr in Deutschland von einer herausfordernden Seite. Trotz eines moderaten Passagierwachstums von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Erholung hinter den Erwartungen zurück. Eine unzureichende Zahl an Flugverbindungen und stagnierendes Wachstum in zentralen Segmenten bremsen die Entwicklung aus. Insbesondere im November, einem der verkehrsschwächsten Monate des Jahres, wurden Schwächen deutlich, die auf strukturelle Probleme im deutschen Luftverkehr hindeuten. Im November 2024 wurden 15,18 Millionen Passagiere an deutschen Flughäfen gezählt – ein Rückgang um sechs Millionen Passagiere gegenüber dem Vormonat Oktober. Zwar liegt das Aufkommen um 6,3 Prozent über dem des Vorjahresmonats, doch im Vergleich zu 2019 fehlen noch immer 13,6 Prozent der Reisenden. Damit erreicht die sogenannte Recovery-Rate den niedrigsten Stand seit fünf Monaten: Nur 86,4 Prozent des Vorkrisenniveaus wurden erreicht. Auch die Anzahl der Flugbewegungen spiegelt den schwachen Trend wider. Zwar stieg sie im Vergleich zum Vorjahr leicht an (+1,2 Prozent), jedoch wurden nur 79,5 Prozent der Starts und Landungen von 2019 erreicht. Dies deutet auf eine Zurückhaltung der Fluggesellschaften hin, ihre Kapazitäten auszuweiten – ein Problem, das sich auf alle Verkehrssegmente auswirkt. Marktsegmente im Detail: Innenverkehr unter Druck, Interkontinentalverkehr stabil Besonders gravierend ist der Rückgang im innerdeutschen Luftverkehr. Im November zählte dieses Segment 2,05 Millionen Passagiere, 44,6 Prozent weniger als im November 2019. Als traditionell starker Monat für Geschäftsreisen hätte der November bessere Zahlen liefern sollen, doch ein unzureichendes Angebot an innerdeutschen Verbindungen verhindert eine Erholung. Im Europaverkehr, der mit 9,78 Millionen Passagieren das größte Segment darstellt, zeigt sich