
Boeings Lieferengpässe bremsen Ryanairs Wachstum
Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair sieht sich in ihrem ehrgeizigen Wachstumsplan erheblich durch Lieferprobleme des US-amerikanischen Flugzeugbauers Boeing behindert. Wie das Unternehmen am Montag in Dublin bekanntgab, wird die Zahl der Passagiere im kommenden Geschäftsjahr bis Ende März 2026 voraussichtlich lediglich auf 206 Millionen steigen – vier Millionen weniger, als zuvor geplant. Grund hierfür sind Lieferverzögerungen bei Boeings 737-Max-Flugzeugen, auf die Ryanair in ihrer Flotte fast vollständig setzt. Wachstum gebremst, aber stabil Obwohl Ryanair die Wachstumsprognosen nach unten korrigieren musste, gibt es positive Entwicklungen: Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das Ende Dezember 2024 abgeschlossen wurde, konnte die Airline ihren Gewinn und Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. So legte die Zahl der Passagiere um neun Prozent auf 44,9 Millionen zu, während der Umsatz um zehn Prozent auf 2,96 Milliarden Euro anstieg. Der Nettogewinn kletterte von 15 Millionen auf 149 Millionen Euro. Dennoch erwartet Ryanair-Chef Michael O’Leary für das gesamte Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang auf 1,55 bis 1,61 Milliarden Euro. Dies liegt unter dem Rekordüberschuss von 1,92 Milliarden Euro aus dem Vorjahr, was die Auswirkungen der aktuellen Herausforderungen verdeutlicht. Boeing unter Druck Boeing, der Hauptlieferant von Ryanair, kämpft seit Jahren mit Produktionsproblemen, die durch mehrere Faktoren verschärft wurden. Qualitätsmängel, die Anfang 2024 nach einem Beinahe-Unglück aufgedeckt wurden, führten zu einer strengeren Kontrolle durch die US-Luftfahrtbehörde FAA. Ein zusätzliches Hindernis war ein fast zweimonatiger Streik, der die Fertigung im Vorjahr erheblich beeinträchtigte. Besonders betroffen ist die 737-Max-10, die Langversion der aktuellen 737-Max-Serie. Diese Variante soll 228 Sitzplätze bieten, 31 mehr als die








