April 29, 2025

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April 29, 2025

Belgische Regierung erwägt Übernahme von OTPP-Anteil an Brüsseler Flughafen

Die belgische Bundesregierung und die flämische Regionalregierung prüfen derzeit eine gemeinsame Übernahme des 30%-Anteils des kanadischen Pensionsfonds OTPP (Ontario Teachers‘ Pension Plan) am Brüsseler Flughafen. Mit dieser Transaktion, die auf etwa 2,6 Milliarden Euro geschätzt wird, könnte sich die Möglichkeit ergeben, die Mehrheit am Flughafen zu übernehmen. Die Verhandlungen wurden notwendig, nachdem der australische Konzern Macquarie aus den Verhandlungen ausgestiegen war, hauptsächlich aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Preises. Der geplante Deal steht vor einer Vielzahl politischer, wirtschaftlicher und finanzieller Herausforderungen, die sowohl den politischen als auch den wirtschaftlichen Kurs der beteiligten Akteure beeinflussen könnten. Der Hintergrund der Übernahmegespräche Brüssel, als eine der wichtigsten europäischen Drehscheiben für Luftverkehr, spielt eine zentrale Rolle in der Wirtschaft Belgiens. Der Flughafen hat nicht nur eine bedeutende Bedeutung für den internationalen Handel und die logistische Vernetzung des Landes, sondern trägt auch erheblich zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Schaffung von Wohlstand bei. Mit einem Beitrag von 8,8 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) Belgiens und der Unterstützung von rund 65.000 Arbeitsplätzen ist der Flughafen ein unverzichtbarer Akteur in der belgischen Wirtschaft. Der kanadische Pensionsfonds OTPP hielt bis vor Kurzem einen 30%-Anteil an Brüssel Airport, was für den Fonds eine bedeutende Investition darstellt. Allerdings ist OTPP nun bereit, diesen Anteil zu verkaufen, was eine wertvolle Gelegenheit für die belgische Regierung bietet, die Kontrolle über den Flughafen auszubauen. Der Erwerb dieses Anteils durch den belgischen Staat, unterstützt durch die flämische Regionalregierung, würde einen signifikanten Schritt in der Verwaltung von Brüssel Airport darstellen. Mit einer möglichen Mehrheitsbeteiligung könnte Belgien

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Tiroler Tourismus zieht durchwachsene Winterbilanz

Der Tiroler Tourismus verzeichnet für die laufende Wintersaison ein leichtes Minus bei Ankünften und Übernachtungen, nachdem eine starke erste Hälfte durch eine schwächere zweite Periode ausgeglichen wurde. Laut der Zwischenbilanz per Ende März liegen die Ankünfte um 0,8 Prozent und die Übernachtungen um 1,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Verschiebung des Ostertermins in den April lässt jedoch erwarten, daß die Saison insgesamt ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen wird. Für den kommenden Sommer zeigen sich die Branchenvertreter zuversichtlich und betonen die weiterhin bedeutende Rolle des Tourismus für die Tiroler Wirtschaft. Die Wintersaison, die noch bis zum 30. April dauert, zeigte von November bis Jänner eine sehr positive Entwicklung. Die zweite Hälfte wurde jedoch durch geringen Naturschnee, eine verhaltene Nachfrage auf den Märkten und das Fehlen eines Schalttags beeinträchtigt, was trotz guter Pistenbedingungen zu einem leichten Rückgang führte. Nach fünf von sechs Monaten wurden 24,1 Millionen Übernachtungen und 5,5 Millionen Ankünfte registriert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb bei 4,4 Tagen konstant. Tourismuslandesrat Mario Gerber hob das große Engagement der Branche hervor, sich an veränderte Bedingungen anzupassen und die Nebensaison durch Veranstaltungen zu beleben. Eine erste Wertschöpfungsberechnung des MCI Tourismus für die Wintersaison 2024/25 ergab 3,6 Milliarden Euro, was inflationsbereinigt nur minimal unter dem Vorjahr liegt. Das saisonale Tourismusbarometer zeigte, daß 60 Prozent der Beherbergungsbetriebe mit dem wirtschaftlichen Ergebnis zufrieden sind. Die Entwicklung auf den wichtigsten Herkunftsmärkten war gemischt: Während die Übernachtungen deutscher Gäste um 4,7 Prozent auf 12,0 Millionen sanken, gab es Zuwächse aus den Niederlanden (+4,2%) und Österreich (+2,2%). Bei den Unterkünften verzeichneten

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Cargolux erhält Entschädigung von der Europäischen Kommission

Die Luxemburger Frachtfluggesellschaft Cargolux hat eine Entschädigung in Höhe von 9.167.720,98 Euro von der Europäischen Kommission erhalten. Dies geht aus einem Entwurf der Änderungen zum EU-Haushalt 2025 hervor, der kürzlich veröffentlicht wurde. Der Betrag entspricht der Erstattung von Zinsen auf Kartellstrafen, die gegen die Fluggesellschaft verhängt wurden, deren Höhe jedoch im Nachhinein reduziert oder aufgehoben wurde. Der Fall hat eine lange juristische Geschichte, die bis ins Jahr 2010 zurückreicht und auf die praktizierte illegale Praxis von Frachtfluggesellschaften zurückzuführen ist. Doch die Rückzahlung der Zinsen stellt einen Schlussstrich unter einen langwierigen Streit zwischen Cargolux und der Europäischen Kommission dar. Die Ausgangslage: Das Kartellverfahren und die Strafen Im Jahr 2010 verhängte die Europäische Kommission eine Sammelstrafe von insgesamt 799 Millionen Euro gegen elf Luftfrachtgesellschaften, darunter auch Cargolux, wegen der Beteiligung an einem Kartell. Dieses Kartell hatte von 1999 bis 2006 Preissurkosten für Luftfracht in Europa koordinierte. Konkret ging es um illegale Absprachen bei der Festlegung von Zuschlägen für die Luftfrachtpreise. Die betroffenen Fluggesellschaften, darunter prominente Namen wie Lufthansa, Air France-KLM und Cargolux, wurden wegen dieser wettbewerbswidrigen Praktiken zu empfindlichen Geldstrafen verurteilt. Cargolux erhielt damals eine Geldbuße in Höhe von 79,9 Millionen Euro (rund 90,5 Millionen US-Dollar). Allerdings konnte das Unternehmen die Höhe der Strafe nicht sofort anfechten, da die Kommission die rechtlichen Schritte und den Hintergrund des Verfahrens als ausreichend belegbar einstufte. Dennoch gab es über die Jahre hinweg verschiedene rechtliche Herausforderungen und Berufungen, die das Urteil teilweise infrage stellten. Der Weg zur Entschädigung: Ein jahrelanger Rechtsstreit Die Auseinandersetzungen zwischen Cargolux und

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KLM nimmt Winterflüge nach Barbados auf

Die niederländische Fluggesellschaft KLM erweitert ihr Angebot in der Karibik und wird in der Wintersaison 2025/2026 die Strecke Amsterdam-Bridgetown (Barbados) neu in ihren Flugplan aufnehmen. Vom 26. Oktober 2025 bis zum 26. März 2026 sind drei wöchentliche Verbindungen geplant. Die Flüge mit einer Boeing 787-9 werden nach einem kurzen Aufenthalt in Barbados weiter nach Georgetown (Guyana) geführt. Diese neue Verbindung reagiert auf die steigende Nachfrage nach Reisezielen in der Karibik während der Wintermonate. Barbados ist bekannt für seine Strände und seine Kultur. KLM hatte Bridgetown bereits in den Wintern 2021 und 2022 im Programm. Die Fluggesellschaft bedient die Strecke jeweils dienstags, donnerstags und sonntags. Der Abflug in Amsterdam ist um 09:35 Uhr, die Ankunft in Bridgetown um 13:35 Uhr Ortszeit. Weiter nach Georgetown geht es um 15:05 Uhr mit Ankunft um 16:40 Uhr. Der Rückflug von Georgetown startet um 18:00 Uhr und erreicht Amsterdam am folgenden Tag um 08:00 Uhr. Mit der Wiederaufnahme der Flüge nach Bridgetown und der Kombination mit Georgetown erweitert KLM ihr Angebot in der Region und bietet Reisenden aus den Niederlanden und anderen europäischen Ländern eine zusätzliche Option für Urlaubs- und Geschäftsreisen in die Karibik. Die eingesetzte Boeing 787-9 bietet neben der Economy Class auch eine Premium Comfort Class und die World Business Class.

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Boeing schließt „Schattenfabrik“ in Everett und konzentriert sich auf den Produktionshochlauf der 787 in Charleston

Im April 2025 machte Boeing eine bedeutende Entscheidung im Zusammenhang mit der Produktion des Langstreckenflugzeugs 787 Dreamliner. Nach jahrelangen Qualitätsproblemen und einer Verlagerung der Endmontage in das Werk in Charleston, South Carolina, hat der Flugzeugbauer nun das Stammwerk in Everett, Washington, endgültig aus dem Produktionsprozess der 787 entfernt. Die sogenannten „Schattenfabrik“-Aktivitäten, bei denen in Everett noch weiterhin Nacharbeiten und Qualitätsprüfungen an der 787 durchgeführt wurden, gehören nun der Vergangenheit an. Boeing konzentriert sich nun vollständig auf die Endmontage und den Produktionshochlauf im Werk Charleston, was einen wichtigen Schritt für die Zukunft des Unternehmens darstellt. Bereits seit 2021 wird die Endmontage der Boeing 787 ausschließlich im Werk in Charleston durchgeführt. Der Standort in South Carolina hatte die Produktion nach und nach übernommen, während in Everett noch weiterhin Personal und Anlagen für Qualitätsprüfungen und Korrekturarbeiten an der 787 vorgehalten wurden. Diese Übergangsphase, die von vielen als „Schattenfabrik“ bezeichnet wurde, war notwendig, um die Fertigungslinien in Charleston zu stabilisieren und zu optimieren, nachdem die 787-Produktion aufgrund von Qualitätsproblemen ins Stocken geraten war. Boeing-CEO Kelly Ortberg bestätigte nun, dass das Unternehmen die letzten 787-Montagen in Everett abgeschlossen hat. „Mit der Überprüfung der letzten 787 in Everett sind wir nun in der Lage, die Schattenfabrik zu schließen und die darin gebundenen Mitarbeiter und Anlagen neuen Aufgaben zuzuweisen“, sagte Ortberg in einer Erklärung nach der Vorlage der Quartalsbilanz des Unternehmens. Dies bedeutet, dass Boeing nun auch die letzte Brücke zwischen der alten Produktionsstätte in Everett und dem neuen Hauptproduktionsstandort in Charleston abgebaut hat. Qualitätsprobleme und ihre

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Vision für Klagenfurt: Schlossbad Wörthersee mit Bahnanbindung

Ein privates Team hat eine ambitionierte Vision für das Areal des ehemaligen Schloss Hotel Wörthersee in Klagenfurt entwickelt: die Schaffung eines ganzjährig nutzbaren Schlossbades direkt am Ufer des Wörthersees. Ein Kernpunkt des Konzepts ist eine neue Mobilitätsidee: eine Bahnhaltestelle „Schlossbad Wörthersee“, die durch die geplante Koralmbahn eine direkte Verbindung nach Wien ermöglichen soll. Die Initiatoren träumen davon, daß Reisende in Wien mit Badebekleidung in den Zug steigen und direkt am Seeufer aussteigen können, um bei jedem Wetter zu baden und Saunen mit Karawankenblick zu genießen. Das Konzept sieht ein nachhaltiges Energiekonzept und eine zukunftsorientierte Stadtplanung vor, um die Realisierung des Projekts zu ermöglichen. Die Stadt Klagenfurt ist derzeit Finalist für den Titel „European Green Capital“, was die Initiatoren als günstigen Zeitpunkt sehen, um visionäre Projekte Wirklichkeit werden zu lassen. Während die ÖBB möglicherweise zögert, wird die private WESTbahn als möglicher erster Partner für die Realisierung der Bahnhaltestelle ins Spiel gebracht. Die Idee einer direkten Bahnanbindung an ein attraktives Freizeitziel am Wörthersee könnte die regionale Mobilität und den Tourismus in der Region nachhaltig verändern. Die Koralmbahn, die Graz und Klagenfurt verbinden wird und deren Fertigstellung in den kommenden Jahren erwartet wird, spielt dabei eine zentrale Rolle. Eine zusätzliche Haltestelle am Schlossbad Wörthersee würde nicht nur den Bewohnern der Region, sondern auch Tagestouristen und Urlaubsgästen eine bequeme und attraktive Anreisemöglichkeit bieten. Die Pläne für das Schlossbad Wörthersee umfassen offenbar mehr als nur ein reines Badeangebot. Die Erwähnung von Saunen mit Blick auf die Karawanken deutet auf ein umfassendes Wellness- und Freizeitangebot hin,

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