April 30, 2025

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April 30, 2025

Deutscher Luftverkehr im März 2025: Verhaltener Aufschwung trotz anhaltender Rückstände

Im März 2025 verzeichneten die deutschen Flughäfen ein leichtes Wachstum bei Passagierzahlen und Frachtaufkommen. Mit 15,28 Millionen an- und abfliegenden Passagieren konnte gegenüber Februar ein Zuwachs von rund 2,83 Millionen Reisenden erreicht werden. Auch im Vergleich zum März des Vorjahres legte das Passagieraufkommen um 1,4 Prozent zu. Dennoch bleibt der Luftverkehrsstandort Deutschland weiterhin hinter dem Vorkrisenniveau von 2019 zurück. Die Erholungsquote („Recovery-Rate“) lag mit 79,4 Prozent erneut unter der Marke von 80 Prozent und somit unter dem europäischen Durchschnitt. Der positive Trend im März überrascht insofern, als dass die Osterferien, die gewöhnlich das Reiseaufkommen erhöhen, in diesem Jahr erst im April lagen. Trotzdem konnte im Europa-Verkehr eine deutliche Steigerung um 24,25 Prozent gegenüber dem Februar verzeichnet werden, was rund 1,94 Millionen zusätzliche Passagiere bedeutet. Auch der Interkontinentalverkehr legte deutlich zu: Mit über 3,39 Millionen Passagieren stieg die Nachfrage im Vergleich zum Februar um rund 555.000 Personen, was einem Wachstum von 3,9 Prozent gegenüber März 2024 entspricht. Dennoch offenbart ein Blick auf die Zahlen eine strukturelle Schwäche: Im innerdeutschen Verkehr fehlten im März weiterhin mehr als die Hälfte der Passagiere im Vergleich zum März 2019. Die Erholungsquote lag bei lediglich 46,6 Prozent. Das innerdeutsche Marktsegment bleibt damit der schwächste Bereich des deutschen Luftverkehrs. Luftfrachtgeschäft zeigt Stabilität trotz globaler Herausforderungen Das Frachtaufkommen zeigte sich im März widerstandsfähig: Insgesamt wurden 430.102 Tonnen transportiert, was ein Wachstum von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dieser Anstieg ist auch auf saisonale Effekte wie das chinesische Neujahrsfest zurückzuführen, das im Februar das Frachtaufkommen traditionell senkt. Verglichen

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Emirates und Condor starten Codeshare-Abkommen

Die Fluggesellschaften Emirates und Condor haben ihre bereits angekündigte Codeshare-Partnerschaft offiziell in Kraft gesetzt. Pünktlich zum Beginn der Sommerreisesaison 2025 ermöglicht diese Kooperation den Kunden beider Airlines erweiterte Reisemöglichkeiten und vereinfachte Buchungsabläufe zu zahlreichen Destinationen weltweit. Im Rahmen des Abkommens erhalten Passagiere von Emirates bequemen Zugang zu elf neuen Zielen in Europa und der Karibik, die von Condor über die deutschen Drehkreuze Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg bedient werden. Zu diesen Destinationen zählen populäre Urlaubsorte wie Palma de Mallorca, Ibiza, Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa in Spanien sowie die karibischen Ziele Cancún in Mexiko und Montego Bay in Jamaika. Gleichzeitig profitieren Condor-Kunden von einer verbesserten Anbindung an 13 Destinationen im Streckennetz von Emirates, die über das globale Drehkreuz Dubai erreichbar sind. Das Angebot umfasst attraktive Reiseziele wie Bali in Indonesien, die Malediven, Sri Lanka, Bangkok und Phuket in Thailand, Hanoi in Vietnam und Kapstadt in Südafrika. Die entsprechenden Flüge für Reisen ab dem 10. Mai 2025 sind ab sofort über die Webseiten der beiden Fluggesellschaften, Online-Reisebüros und alle gängigen globalen Vertriebssysteme buchbar. Teilnehmer der Vielfliegerprogramme Emirates Skywards und Miles & More können auf den Codeshare-Flügen der Partnerairlines Meilen sammeln und einlösen. Diese Partnerschaft stärkt die Präsenz beider Fluggesellschaften in ihren jeweiligen Märkten und bietet Reisenden eine größere Auswahl an Flugverbindungen.

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Finnair schickt 36 Langstreckenpiloten in Kurzarbeit: Auswirkungen eines anhaltenden Konflikts

Die finnische Fluggesellschaft Finnair hat angekündigt, 36 ihrer Langstreckenpiloten in Kurzarbeit zu schicken. Die Massnahme tritt spätestens Ende September 2025 in Kraft und wird voraussichtlich mindestens bis Mai 2026 andauern. Hintergrund sind Änderungen im Wetlease-Geschäft der Airline, die auf andauernde Arbeitskampfmassnahmen der Piloten zurückzuführen sind. Die Entwicklung stellt für Finnair eine erneute Herausforderung dar, während sich die Branche allgemein weiterhin von den schweren Verwerfungen der letzten Jahre zu erholen versucht. Finnair hatte bislang zwei Strecken im Rahmen eines Wetlease-Abkommens für eine Partnerfluggesellschaft betrieben. Wetlease-Modelle, bei denen Flugzeuge samt Crew von einer Airline an eine andere vermietet werden, stellen für viele Fluggesellschaften eine wichtige Einnahmequelle dar. Infolge anhaltender Streiks und anderer Arbeitskampfhandlungen durch die Pilotengewerkschaft seit Dezember 2024 wurde die Durchführung dieser Flüge jedoch zunehmend unzuverlässig. Wie Jaakko Schildt, Chief Operating Officer von Finnair, erläuterte, habe diese Situation die Zuverlässigkeit des Angebots gegenüber dem Partner erheblich beeinträchtigt. „Leider haben die Arbeitskampfmaßnahmen der Piloten unsere Fähigkeit beeinträchtigt, unseren Wetlease-Betrieb mit der erforderlichen Zuverlässigkeit durchzuführen. Dies hat zu Änderungen in unserer Zusammenarbeit und infolgedessen zur Notwendigkeit geführt, einige unserer Piloten zu beurlauben“, erklärte Schildt. Zukünftig wird die Kooperation mit dem Partner nur noch auf einer Strecke fortgesetzt, was den Personalbedarf bei Finnair spürbar reduziert. Die Massnahme betrifft ausschliesslich das Langstreckensegment, da die Wetlease-Vereinbarungen ausschliesslich Langstreckenflüge umfassten. Hintergründe des Arbeitskampfes Seit Dezember 2024 befinden sich die Finnair-Piloten in einem Arbeitskampf, der sich vorrangig auf Themen wie Arbeitsbedingungen, Vergütung und Einsatzzeiten konzentriert. Nach Angaben der Pilotengewerkschaft verlangen die Piloten insbesondere eine Verbesserung der Dienstpläne sowie

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Lufthansa Technik erweitert Vorstand

Der Aufsichtsrat der Lufthansa Technik AG hat den Vorstand des Unternehmens erweitert und zwei neue Mitglieder berufen. Dr. Christian Leifeld wird ab dem 1. Mai 2025 die Position des Finanzvorstands übernehmen, während Dr. Janna Schumacher zur Personalvorständin und Arbeitsdirektorin ernannt wurde. Beide wurden zunächst für drei Jahre bestellt. Dr. Christian Leifeld, der derzeit das Konzerncontrolling der Lufthansa leitet, folgt auf Dr. William Willms und wird neben den Finanzen auch die Bereiche Einkauf, Infrastruktur und Digital Fleet Services verantworten. Der promovierte Ökonom verfügt über umfangreiche Erfahrung im Finanzbereich und war vor seinem Eintritt in die Lufthansa Group in leitenden Positionen bei E.ON und dem Start-up InterNations tätig. Dr. Janna Schumacher übernimmt das neu geschaffene Ressort Personal und Recht und wird den Geschäftsbereich Original Equipment and Special Aircraft Services verantworten. Die promovierte Juristin ist seit 2014 bei Lufthansa Technik tätig und leitet aktuell die Rechtsabteilung des Unternehmens. Zuvor arbeitete sie in der Konzernrechtsabteilung der Lufthansa und bei der internationalen Großkanzlei Allen & Overy. Die Erweiterung des Vorstands von drei auf vier Mitglieder wird von der Aufsichtsratsvorsitzenden Grazia Vittadini als wichtiger Schritt für Lufthansa Technik gewertet. Sie äußerte die Erwartung, daß die Expertise der neuen Vorstandsmitglieder zur Umsetzung der strategischen Ziele des Unternehmens beitragen werde. Lufthansa Technik ist ein weltweit führender Anbieter für flugzeugtechnische Dienstleistungen mit über 22.000 Mitarbeitern an zahlreichen Standorten weltweit.

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Virgin Atlantic stellt Tel-Aviv-Verbindung dauerhaft ein

Nach monatelanger Unsicherheit hat Virgin Atlantic beschlossen, die Flugverbindung zwischen London-Heathrow und Tel Aviv dauerhaft einzustellen. Diese Entscheidung markiert das Ende einer Route, die seit ihrer Einführung im September 2019 sowohl für Geschäftsreisende als auch für Touristen von Bedeutung war. Die Gründe für diesen Schritt sind vielschichtig und reichen von geopolitischen Spannungen bis hin zu technischen Herausforderungen. Die Verbindung zwischen London und Tel Aviv wurde im Oktober 2023 nach dem Ausbruch des Konflikts zwischen Israel und der Hamas zunächst ausgesetzt. Obwohl Virgin Atlantic ursprünglich plante, den Flugbetrieb im September 2024 wieder aufzunehmen, wurde dieser Termin mehrfach verschoben. Ein Sprecher der Fluggesellschaft erklärte: „Nach sorgfältiger Prüfung der aktuellen Sicherheitslage und operativer Herausforderungen haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, unsere Tel-Aviv-Verbindung dauerhaft einzustellen.“ Technische Herausforderungen mit Trent-1000-Triebwerken Ein wesentlicher Faktor für die Entscheidung waren anhaltende Probleme mit den Rolls-Royce Trent 1000-Triebwerken, die in den Boeing 787-9 Dreamlinern von Virgin Atlantic eingesetzt werden. Diese Triebwerke erfordern aufgrund technischer Mängel häufige Wartungen, was zu erheblichen Verzögerungen und Flugausfällen führte. Laut einem Bericht der Times mussten sowohl Virgin Atlantic als auch British Airways zahlreiche Flüge streichen, da Ersatzteile für die Triebwerke nicht rechtzeitig verfügbar waren. Ein Sprecher von Virgin Atlantic betonte: „Die anhaltenden Verzögerungen bei der Wartung unserer Triebwerke haben unsere Flugplanung erheblich beeinträchtigt.“ Geopolitische Unsicherheiten und Sicherheitsbedenken Neben den technischen Problemen spielten auch geopolitische Faktoren eine Rolle. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, insbesondere die Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der Hamas, führten zu einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der Sicherheit von Flügen in

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Neue Direktbuslinien verbinden Maltas Flughafen mit wichtigen Orten

Malta Public Transport hat neue Direktbuslinien unter dem Namen „Airport Direct“ eingeführt, die eine zügige und komfortable Anbindung des Malta International Airport an bedeutende Destinationen auf der Insel gewährleisten sollen. Reisende profitieren von direkten Verbindungen zu beliebten Urlaubszielen und wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Die neuen Linien umfassen vier Routen: TD1 verbindet den Flughafen mit Rabat, Buġibba, Mellieħa und Ċirkewwa im Norden der Insel. Die Linie TD2 fährt nach St. Julian’s und Pembroke, beides lebhafte Küstenorte. TD3 bedient Gżira, Sliema und ebenfalls St. Julian’s, wichtige touristische und Wohnzentren. Die Linie TD4 schließlich stellt eine Verbindung nach Valletta her und bietet dort Anschluss an die Schnellfähre nach Gozo. Die Busse der neuen Airport Direct Flotte sind auf den Komfort der Fahrgäste ausgelegt. Sie verfügen über bequeme Sitzplätze, USB-Ladeanschlüsse für mobile Geräte, kostenfreies WLAN und ausreichend Stauraum für Gepäck. Fahrgäste, die eine Tallinja-Karte besitzen, zahlen einen vergünstigten Fahrpreis von 1,50 €. Wer keine solche Karte besitzt, kann das Ticket zum Preis von 3 € direkt im Bus in bar oder kontaktlos erwerben. Die Einführung dieser Direktbuslinien soll die Erreichbarkeit des Flughafens für Touristen und Einheimische gleichermaßen verbessern.

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