August 14, 2025

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August 14, 2025

Luftfracht in Deutschland kämpft mit Personalschwund

Der Verband der Air Cargo Abfertiger Deutschlands (VACAD) hat für das zweite Quartal 2025 einen Anstieg des Frachtaufkommens gemeldet. Das umgeschlagene Volumen stieg um 3,7 Prozent auf rund 452.395 Tonnen. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten in der Branche um sieben Prozent auf 3.180. Diese Entwicklung bereitet dem Verband Sorgen. Der Vorsitzende des VACAD, Claus Wagner, warnte davor, daß der anhaltende Personalrückgang die zuverlässige Abfertigung der wachsenden Frachtmengen gefährden könne. Als Hauptursache für den Engpaß nannte er die langwierigen Sicherheitsüberprüfungen für neues Personal. Diese behördlichen Prozesse würden im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen einen erheblichen Wettbewerbsnachteil darstellen und die Einstellung neuer Mitarbeiter verlangsamen. Um dem Personalmangel entgegenzuwirken, fordert der Verband eine stärkere Digitalisierung und Vernetzung der zuständigen Behörden. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Prozesse für die Sicherheitsüberprüfungen zu beschleunigen und damit die Einstellung qualifizierter Mitarbeiter zu erleichtern. Der Verband sieht darin den Schlüssel zur Bewältigung des steigenden Frachtvolumens. Die deutsche Luftfrachtbranche steht somit vor der paradoxen Situation, daß das Geschäft wächst, während die notwendigen Arbeitskräfte zur Bewältigung der Mengen fehlen. Die Verbandsforderung zielt darauf ab, diese Diskrepanz durch verbesserte administrative Abläufe zu beheben.

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Tui erreicht höchsten Quartalsgewinn der Unternehmensgeschichte

Der Reisekonzern Tui hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen operativen Gewinn von 320,6 Millionen Euro erzielt. Dies ist der höchste operative Quartalsgewinn in der Geschichte des Unternehmens und stellt ein Plus von 88,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar. Aufgrund dieser starken Ergebnisse hob Tui seine Jahresprognose für das bereinigte Betriebsergebnis von plus sieben bis zehn auf plus neun bis elf Prozent an. Die Nettoverschuldung des Konzerns sank zum 30. Juni auf 1,9 Milliarden Euro. Die positiven Zahlen sind hauptsächlich auf die starken Leistungen im Segment Holiday Experiences und die Terminverschiebung der Osterferien zurückzuführen. Im Zuge dieser Entwicklung hat Tui zudem eine strategische Neuausrichtung bei der Finanzierung seiner Flugzeugflotte vorgenommen. Bisher wurden die Maschinen ausschließlich geleast. Mit der Platzierung eines Schuldscheindarlehens über 250 Millionen Euro wurden erstmals Mittel bereitgestellt, um Flugzeuge zu kaufen und nicht mehr nur zu mieten. Diese neue Strategie soll dem Konzern mehr Flexibilität geben, wenn es darum geht, die Flotte zu verstärken oder ältere Maschinen auszumustern. Konzernchef Sebastian Ebel erklärte, daß sich daraus ein erhebliches Ergebnispotenzial ergebe, da man Flugzeuge kaufen könne, wenn der Euro stark sei, und sie verkaufen, wenn er schwach sei. Dieser strategische Wandel in der Finanzierung der Flugzeugflotte unterstreicht die Absicht des Unternehmens, seine Geschäftstätigkeit langfristig effizienter zu gestalten und sich von der reinen Leasing-Abhängigkeit zu lösen.

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Avolon finalisiert Großbestellung über 90 Airbus-Flugzeuge

Der Flugzeug-Leasinggeber Avolon hat die Bestellung von insgesamt 90 Flugzeugen bei Airbus finalisiert. Dies umfaßt 75 Maschinen des Typs A321neo und 15 des Typs A330neo. Die Transaktion wurde durch die Zustimmung der Aktionäre der chinesischen Muttergesellschaft Bohai Leasing offiziell bestätigt. Der Auftrag, der sowohl Schmalrumpf- als auch Großraumflugzeuge umfaßt, hat einen beträchtlichen Wert. Die A321neo ist ein populäres Mittelstreckenflugzeug, das häufig von Fluggesellschaften auf stark frequentierten Routen eingesetzt wird, während der A330neo als Langstreckenflugzeug dient. Mit dieser Bestellung sichert sich Avolon die Lieferung moderner Flugzeugmodelle, die eine hohe Nachfrage bei den Airline-Kunden versprechen. Als einer der größten Leasinggeber der Welt muß Avolon kontinuierlich seine Flotte erneuern und erweitern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dieser Großauftrag bei Airbus spiegelt das Vertrauen des Unternehmens in das langfristige Wachstum der globalen Luftfahrt wider. Die neuen Flugzeuge sollen die Flotte von Avolon stärken und es der Gesellschaft ermöglichen, die zukünftige Nachfrage nach Flugreisen zu bedienen. Die finalisierte Bestellung unterstreicht die enge Geschäftsbeziehung zwischen Avolon und Airbus. Der Auftrag wird Avolon dabei helfen, seine Position im Markt zu festigen und Fluggesellschaften weltweit eine moderne und vielfältige Auswahl an Flugzeugen anzubieten.

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Air India setzt Verbindung Delhi-Washington aus

Die indische Nationalfluggesellschaft Air India wird ihre Flugverbindung zwischen Delhi und Washington ab dem 1. September 2025 vorübergehend aussetzen. Als Gründe für diese Entscheidung nennt die Fluggesellschaft zwei Hauptfaktoren: Einerseits der Mangel an verfügbaren Flugzeugen des Typs Boeing 787-8 aufgrund eines umfangreichen Modernisierungsprogramms, andererseits die anhaltende Sperrung des pakistanischen Luftraums. Die gesamte Flotte von 26 Dreamlinern soll bis Ende 2026 modernisiert werden. Diese Maßnahme führt dazu, daß zeitweise mehrere Maschinen für den Flugbetrieb nicht zur Verfügung stehen. Die Fluggesellschaft erklärte, daß die Suspendierung der Strecke notwendig sei, um die Stabilität des gesamten Streckennetzes zu gewährleisten. Der ursprüngliche Nonstop-Flug wurde bereits seit April mit einem Zwischenstopp in Wien betrieben, was die Reisezeit für Passagiere verlängerte. Die Sperrung des pakistanischen Luftraums für indische Flugzeuge ist seit Jahren eine Herausforderung für die Flugplanung von Air India, da längere Routen über den Indischen Ozean geflogen werden müssen. Dieser geopolitische Umstand beeinträchtigt die Wirtschaftlichkeit der Flüge auf dieser Route. Die Aussetzung der Washington-Verbindung ist eine Reaktion auf diese operativen Herausforderungen. Die Maßnahme von Air India bedeutet für Reisende, die die direkte Verbindung zwischen den beiden Hauptstädten nutzen wollen, eine Einschränkung. Sie müssen künftig auf alternative Fluggesellschaften oder Verbindungen mit Zwischenstopps ausweichen.

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Discover Airlines paßt Winterflugplan nach Mexiko an

Discover Airlines, die Ferienfluggesellschaft der Lufthansa-Gruppe, hat Änderungen im Winterflugplan 2025/2026 für ihre Mexiko-Verbindungen ab Frankfurt vorgenommen. Die Airline erhöht die Frequenz der Flüge nach Cancun und streicht gleichzeitig die Verbindung zur Destination Tulum. Ab dem 26. Oktober 2025 wird Discover Airlines die Strecke nach Cancun viermal wöchentlich bedienen, anstatt wie bisher dreimal. Die Flüge werden montags, mittwochs, freitags und sonntags mit einem Airbus A330-200 oder -300 durchgeführt. Dies ist eine Reaktion auf die Nachfrage nach der etablierten Urlaubsdestination. Gleichzeitig wird die Fluggesellschaft die Strecke von Frankfurt nach Tulum aus dem kommenden Winterflugplan nehmen. Die Einstellung der Verbindung könnte eine strategische Entscheidung sein, die darauf abzielt, die Kapazitäten auf die populärere Destination Cancun zu bündeln, um die Auslastung und Effizienz der Langstreckenflüge zu optimieren. Solche Anpassungen im Flugplan sind in der Luftfahrtbranche üblich und hängen oft von saisonalen Schwankungen und wirtschaftlichen Faktoren ab. Die Umstrukturierung des Flugplans zeigt, daß Discover Airlines ihre Streckennetze dynamisch an die Markterfordernisse anpaßt. Die Konzentration auf die Cancun-Strecke signalisiert die strategische Bedeutung dieses Reiseziels für die kommenden Wintermonate.

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British Airways klagt Flughafen Boston und Bodenverkehrsdienst

Die Fluggesellschaft British Airways hat eine Schadensersatzklage gegen den Betreiber des Logan Airport in Boston und einen lokalen Bodenverkehrsdienstleister eingereicht. Die Klage richtet sich gegen Massport, den Flughafenbetreiber, und die Firma Oxford Airport Technical Services. Anlaß ist ein technischer Vorfall im Juni 2022, bei dem ein Flugzeug der Airline beschädigt wurde. Laut der beim US-Bezirksgericht in Boston eingereichten Klage kam es am 8. Juni 2022 vor dem Abflug von Flug BA212 nach London zu einem Ausfall der stationären Stromversorgung. Eine mobile Ersatzeinheit, die daraufhin bereitgestellt wurde, versagte ebenfalls, was zu einer erheblichen Beschädigung des Elektriksystems des Flugzeugs führte. Das Personal von British Airways konnte die Maschine in der Folge nicht neu starten, und der Flug mußte gestrichen werden. Die Reparatur des beschädigten Flugzeugs war so komplex, daß es zur Instandsetzung nach England überführt werden mußte. Dies führte zu einer Ausfallzeit von mehreren Wochen. British Airways beziffert den entstandenen Schaden auf mindestens 293.000 Dollar, was umgerechnet etwa 252.000 Euro entspricht. In dieser Summe sind die Reparaturkosten, die Kosten für die Betreuung der Passagiere und die Umsatzausfälle enthalten. Die Airline fordert zusätzlich zu den direkten Kosten auch Zinsen und die Erstattung der Anwaltskosten. Mit der Klage sollen die finanziellen Verluste geltend gemacht werden, die British Airways nach eigenen Angaben durch den Vorfall entstanden sind.

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US-Behörden in Kartellstreit: Delta und Aeromexico ersuchen um Aufschub

Die Fluggesellschaften Delta Air Lines und Aeromexico haben sich in einem gemeinsamen Antrag an das US-Verkehrsministerium (DOT) gewandt. Sie protestieren gegen die geplante Aufhebung ihrer Kartellvereinbarung und ersuchen um eine Verlängerung der Umsetzungsfrist. Die ursprünglich für den 25. Oktober dieses Jahres angesetzte Frist soll nun auf den 28. März des nächsten Jahres verschoben werden. Die geplante Aufhebung der Vereinbarung resultiert aus Spannungen zwischen den Regierungen der USA und Mexikos. Die US-Behörden begründen ihren Schritt mit einem Streit über die Luftfahrtpolitik Mexikos, die die strategischen Interessen der USA beeinträchtige. Insbesondere geht es hierbei um Kapazitätsbeschränkungen und andere regulatorische Maßnahmen am Internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt, die die Wettbewerbssituation verändern könnten. Die Kartellfreistellung erlaubt es Delta und Aeromexico, Flugpläne, Preise und Marketing auf Routen zwischen den USA und Mexiko zu koordinieren. Die beiden Fluggesellschaften bilden eine enge Allianz, die durch diese Vereinbarung ermöglicht wird. Die Aufhebung der Genehmigung würde diese Zusammenarbeit beenden und die Unternehmen zwingen, wieder als Konkurrenten aufzutreten, was die Flugverbindungen zwischen den beiden Ländern beeinträchtigen könnte. Ein Aufschub der Frist gäbe den Fluggesellschaften mehr Zeit, auf die Entscheidung zu reagieren und die möglichen Auswirkungen auf ihr Geschäft zu bewerten. Die Entscheidung über den Antrag liegt nun bei den US-Behörden.

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Partnerschaft zwischen Ryanair und ESN für Studierende verlängert

Die Fluggesellschaft Ryanair und das Erasmus Studenten-Netzwerk (ESN) setzen ihre langjährige Partnerschaft fort. Die Zusammenarbeit wurde für das akademische Jahr 2025–2026 verlängert und geht damit in ihr neuntes Jahr. Ziel der Kooperation ist es, Studierenden, die am Erasmus-Programm teilnehmen, günstigere Reisemöglichkeiten zu bieten. Im Rahmen der Vereinbarung erhalten registrierte ESN-Studenten Zugang zu einer speziellen Buchungsplattform auf der Webseite von Ryanair. Über diese Plattform können die Studierenden einen Rabatt von zehn Prozent auf vier einfache Flüge (oder zwei Hin- und Rückflüge) erhalten. Zusätzlich ist in jedem gebuchten Flug ein aufgegebenes Gepäckstück von bis zu 20 Kilogramm kostenlos inbegriffen. Die Fluggesellschaft unterstützt mit dieser Partnerschaft das Mobilitätsprogramm der Europäischen Union. Die Verlängerung der Zusammenarbeit soll es den Studierenden weiterhin ermöglichen, kostengünstig zwischen ihren Heimatländern und den Zielen ihres Studienaustausches zu reisen. Die Vergünstigungen können auf dem europaweiten Streckennetz von Ryanair genutzt werden. Die Fortsetzung der Partnerschaft zwischen Ryanair und ESN unterstreicht das beiderseitige Interesse, die Mobilität von Studierenden zu fördern. Sie sichert den Studenten nicht nur finanzielle Vorteile, sondern trägt auch dazu bei, die Attraktivität des Erasmus-Programms weiter zu steigern.

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Brussels Airlines verzeichnet mehr Passagiere auf Routen in kühlere Regionen

Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines verzeichnet in diesem Sommer eine steigende Nachfrage nach Reisezielen mit niedrigeren Temperaturen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Passagiere auf Flügen nach Skandinavien um 12 Prozent. Die Fluggesellschaft hat auf diesen Trend reagiert und ihr Streckennetz um neue Verbindungen in kühlere Gebiete erweitert, darunter Evenes in Norwegen und Funchal auf Madeira. In Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Nordic wurde die Verbindung nach Evenes in Norwegen in das Flugprogramm aufgenommen. Evenes liegt in der Region Ofoten, wo die Temperaturen auch im Hochsommer moderat bleiben. Eine weitere neue Route führt nach Funchal. Trotz der südlichen Lage profitiert die portugiesische Insel von einem Atlantikklima, das ganzjährig für gemäßigte Temperaturen sorgt. Auch bereits bestehende Routen, wie nach Edinburgh in Schottland und nach Bilbao im Norden Spaniens, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die Fluggesellschaft erklärt die Entwicklung mit den anhaltenden Hitzewellen in vielen Regionen Europas. Passagiere suchen demnach verstärkt nach Reisezielen, die eine Flucht vor den heißen Temperaturen ermöglichen. Die Diversifizierung des Streckennetzes ist eine strategische Antwort auf dieses veränderte Reiseverhalten. Auch andere europäische Städte wie Stockholm, Göteborg, Kopenhagen und Vilnius ziehen in diesem Sommer ein wachsendes Passagieraufkommen an. Die Ausweitung des Angebots in Richtung kühlerer Destinationen zeigt, daß die Fluggesellschaft flexibel auf die Nachfrage am Markt reagiert. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern wie Nordic ermöglicht es, das Portfolio gezielt zu erweitern und neue Kunden anzusprechen.

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Flughafen Frankfurt verzeichnet Passagierplus im Juli 2025

Der Flughafen Frankfurt (FRA) hat im Juli 2025 insgesamt 6,1 Millionen Reisende abgefertigt. Dies entspricht einem Anstieg von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders gefragt waren europäische Urlaubsziele, darunter Griechenland, Italien und Spanien. Auch auf Interkontinentalstrecken gab es einen Nachfrageschub, vor allem bei Zielen in Thailand und Ostafrika. Neben dem Passagierverkehr stieg auch das Frachtaufkommen um 3,7 Prozent auf 179.055 Tonnen. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch im internationalen Portfolio des Flughafenbetreibers Fraport wider. Die Gesamtzahl der Passagiere an allen aktiv betreuten Flughäfen stieg im Juli um 4,6 Prozent auf rund 22,9 Millionen. Die 14 griechischen Regionalflughäfen verzeichneten einen Anstieg von 2,4 Prozent auf 6,6 Millionen Passagiere. In Bulgarien empfingen die Küstenflughäfen Burgas und Varna 828.538 Passagiere, ein Plus von 4,0 Prozent, während der slowenische Flughafen Ljubljana sogar um 12,2 Prozent auf 181.599 Reisende zulegte. Ein außergewöhnliches Wachstum verzeichneten die beiden brasilianischen Fraport-Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre mit einem Plus von 96,9 Prozent auf 1,3 Millionen Passagiere. Dieser Anstieg ist auf einen Sondereffekt zurückzuführen, da im Juli des Vorjahres massive Überschwemmungen den Flugbetrieb in Porto Alegre stark beeinträchtigten. Der peruanische Flughafen Lima verzeichnete ebenfalls ein Wachstum von 5,4 Prozent. Lediglich der türkische Flughafen Antalya blieb mit 5,6 Millionen Passagieren nahezu unverändert auf Vorjahresniveau. Die Zunahme der Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen und im gesamten Konzern belegt die hohe Reisebereitschaft in der Sommersaison. Die steigende Nachfrage nach Urlaubsreisen, insbesondere nach den beliebten Ferienzielen in Südeuropa, ist ein wesentlicher Treiber dieser positiven Entwicklung.

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