Der Reisekonzern Tui hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen operativen Gewinn von 320,6 Millionen Euro erzielt. Dies ist der höchste operative Quartalsgewinn in der Geschichte des Unternehmens und stellt ein Plus von 88,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar. Aufgrund dieser starken Ergebnisse hob Tui seine Jahresprognose für das bereinigte Betriebsergebnis von plus sieben bis zehn auf plus neun bis elf Prozent an. Die Nettoverschuldung des Konzerns sank zum 30. Juni auf 1,9 Milliarden Euro.
Die positiven Zahlen sind hauptsächlich auf die starken Leistungen im Segment Holiday Experiences und die Terminverschiebung der Osterferien zurückzuführen. Im Zuge dieser Entwicklung hat Tui zudem eine strategische Neuausrichtung bei der Finanzierung seiner Flugzeugflotte vorgenommen. Bisher wurden die Maschinen ausschließlich geleast.
Mit der Platzierung eines Schuldscheindarlehens über 250 Millionen Euro wurden erstmals Mittel bereitgestellt, um Flugzeuge zu kaufen und nicht mehr nur zu mieten. Diese neue Strategie soll dem Konzern mehr Flexibilität geben, wenn es darum geht, die Flotte zu verstärken oder ältere Maschinen auszumustern. Konzernchef Sebastian Ebel erklärte, daß sich daraus ein erhebliches Ergebnispotenzial ergebe, da man Flugzeuge kaufen könne, wenn der Euro stark sei, und sie verkaufen, wenn er schwach sei.
Dieser strategische Wandel in der Finanzierung der Flugzeugflotte unterstreicht die Absicht des Unternehmens, seine Geschäftstätigkeit langfristig effizienter zu gestalten und sich von der reinen Leasing-Abhängigkeit zu lösen.