Der Flughafen Klagenfurt befindet sich in einer Phase tiefgreifender Umgestaltung. Angesichts der Notwendigkeit, neue Einnahmequellen zu erschließen und die wirtschaftliche Grundlage abzusichern, hat die Flughafen-Betriebsgesellschaft eine strategische Neuausrichtung eingeleitet. Anstatt sich allein auf das traditionelle Fluggeschäft zu verlassen, wird das Flughafengelände zunehmend zu einem multifunktionalen Standort entwickelt. Die jüngsten Pläne sehen die Ausschreibung nicht-betriebsnotwendiger Flächen vor, auf denen künftig ein Hotel, ein Supermarkt und ein neuer Hangar für Privatflugzeuge entstehen sollen. Diese Vorhaben reflektiren eine branchenweite Tendenz: Kleinere und mittlere Flughäfen suchen vermehrt nach Wegen, sich über das Kerngeschäft hinaus als eigenständige Wirtschaftszentren zu etabliren und ihre Rolle für die jeweilige Region zu stärken. Das Ziel ist es, die finanzielle Abhängigkeit von den volatilen Flugbewegungen zu verringern und ein stabiles, diversifiziertes Portfolio an Dienstleistungen zu schaffen, welches auch in Zeiten rückläufiger Passagierzahlen für Kontinuität sorgt. Ein neuer Blick auf die Einnahmen: Zwischen Hangar und Handelsplatz Die Entscheidung, bislang ungenutzte oder nicht-betriebsnotwendige Flächen des Flughafengeländes zu verpachten, ist ein klarer Ausdruck der neuen Strategie. Anstelle eines Verkaufs vergibt die Flughafenleitung Baurechte für gezielte Projekte. Im Zentrum dieser Initiative steht der Plan für einen Supermarkt und ein Flughafenhotel. Laut Aussagen von Martin Payer, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen-Betriebsgesellschaft, soll der geplante Supermarkt keinesfalls als Konkurrenz zur Innenstadt verstanden werden, sondern als ein „Nahversorger“ für Fluggäste und die rund um das Areal beschäftigten Mitarbeiter. Ein solches Konzept findet sich auch an anderen kleineren Flughäfen, etwa in Deutschland, wo ähnliche Dienstleistungen eine hohe Akzeptanz genießen. Sie tragen nicht nur zur Bequemlichkeit der Reisenden bei, sondern