September 5, 2025

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September 5, 2025

Schlag gegen Fluggesellschaften: EuGH-Generalanwältin lehnt Staatshaftung für Flugsicherungs-Verzögerungen ab

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat in einem Rechtsstreit zwischen Austrian Airlines und dem österreichischen Staat eine wegweisende Entscheidung vorbereitet. In ihren am Donnerstag veröffentlichten Schlußanträgen hat Generalanwältin Juliane Kokott die Klage der Fluggesellschaft auf Staatshaftung für Vermögensverluste, die durch technische Probleme bei der Flugsicherung entstanden sind, als unbegründet eingestuft. Diese rechtliche Einschätzung, der der Gerichtshof in seinen Urteilen häufig folgt, stellt eine Absage an die Möglichkeit dar, daß Fluglinien europäische Verordnungen als Grundlage für Schadensersatzansprüche gegen staatlich kontrollierte Flugsicherungsdienste nutzen können. Der Fall, der auf einen Vorfall im August 2016 zurückgeht, hat weitreichende Implikationen für die gesamte Luftfahrtindustrie. Er verdeutlicht, daß die finanziellen Risiken von Verzögerungen und Annullierungen weiterhin primär bei den Fluggesellschaften liegen. Der Ursprung des Rechtsstreits: Ein Passagier-Stau am Flughafen Wien Der Fall, der nun den Europäischen Gerichtshof beschäftigte, begann im August 2016 am Flughafen Wien-Schwechat. Aufgrund technischer Probleme im Zuständigkeitsbereich der Austro Control, der staatlichen Flugsicherung Österreichs, kam es zu massiven Verzögerungen bei der Abfertigung und Annahme von Flügen. Die Folge war ein erheblicher Stau von Passagieren und Flugzeugen. Auch Austrian Airlines war von diesen Problemen stark betroffen. Die Fluggesellschaft sah sich gezwungen, 60 Flüge zu annullieren, was zu beträchtlichen finanziellen Einbußen führte. Austrian Airlines forderte daraufhin Schadensersatz vom österreichischen Staat, dem Eigentümer der Austro Control. Die Forderung umfaßte Kosten für die Rückerstattung von Flugtickets, Umbuchungen auf Flüge anderer Fluglinien, die Unterbringung und Verpflegung von Passagieren sowie deren Transport. Der österreichische Staat lehnte die Haftung jedoch ab. Die Begründung lautete, daß die rechtlichen Bestimmungen über

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Wettstreit im österreichischen Luftraum: Ryanair fordert Abschaffung der Luftverkehrssteuer

In einem scharfen Appell hat die irische Fluggesellschaft Ryanair die österreichische Regierung aufgefordert, dringend die hohen Luftverkehrssteuern und Gebühren zu senken, um den heimischen Luftverkehr und Tourismus zu fördern. Die Forderung ist eine direkte Reaktion auf die jüngsten strategischen Entscheidungen der Lufthansa Gruppe, weitere Kapazitäten in Österreich abzubauen und das Management der Tochtergesellschaft AUA nach Frankfurt zu verlagern. Während die Lufthansa Group die regionale Anbindung, wie zuletzt die Strecke Linz-Frankfurt, aufgibt, positioniert sich Ryanair als der einzige verbliebene Linienflieger ab Linz und als potentieller Retter der österreichischen Flugverbindungen. Die Fluggesellschaft hat der Regierung einen ambitionierten Investitionsplan von einer Milliarde US-Dollar vorgelegt, um das Passagieraufkommen in Österreich signifikant zu steigern. Die Realisierung dieser Pläne ist jedoch an die Bedingung geknüpft, daß die österreichische Politik die Rahmenbedingungen durch eine Reduzierung der Kosten für Fluglinien verbessert. Lufthansa zieht sich zurück, Ryanair drängt vor Die Auseinandersetzung zwischen Ryanair und der Lufthansa Gruppe um den österreichischen Markt spitzt sich zu. Der Rückzug der Lufthansa aus regionalen Märkten in Österreich, wie die Einstellung der Route von Linz nach Frankfurt, wird von Ryanair als weiterer Beleg für die strategische Verlagerung des Wachstums nach Deutschland gesehen. Laut Ryanair ist die Lufthansa-Gruppe, zu der auch die AUA gehört, eine „Hochpreis-Fluggesellschaft“, die in Österreich Kapazitäten abbaut, um die Ticketpreise weiter zu erhöhen. Dieses Vorgehen sei ein Schlag ins Gesicht der österreichischen Steuerzahler, die die AUA während der Krise mit 600 Millionen Euro gerettet hätten. Die AUA selbst hat in den letzten Jahren wiederholt Kapazitäten und Strecken reduziert, was zu einer

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Ein Festival der Sinne am Wörthersee: Klagenfurt im Zeichen der Alpen-Adria-Küche

Klagenfurt am Wörthersee verwandelt sich im September erneut in ein Mekka für Liebhaber der feinen Küche. Unter dem Titel „Tage der Alpen-Adria-Küche“ zelebriert der Tourismusverband Klagenfurt mit seinen Partnern aus Gastronomie und Wirtschaft ein 17tägiges Fest, das die kulinarische Vielfalt der Region in den Mittelpunkt rückt. Von Anfang bis Mitte September erwartet die Besucher ein breites Spektrum an Einzelveranstaltungen, die von publikumswirksamen Märkten bis hin zu intimen Kochevents reichen und Feinschmecker aus nah und fern anlocken. Die Veranstaltung, die sich mittlerweile als feste Größe im österreichischen Kulinarikkalender etabliert hat, zieht auch in diesem Jahr wieder zahlreiche hochdekorierte Küchenchefs an, die der Stadt ihren Stempel aufdrücken werden. Das Organisationskomitee setzt bei der achten Ausgabe des Festivals auf eine bewährte Mischung aus großformatigen Publikumsveranstaltungen und exklusiven, kleineren Formaten. Als zentrale Anziehungspunkte dienen dabei der „Slow Food Markt Mittelkärnten & Wein aus Kärnten“ und die abschließende „Alpen-Adria Genussmeile“. Der Markt, der am 6. September im Ossiacher Hof Premiere feiert, widmet sich der Philosophie der langsamen Küche und präsentiert regionale Produkte in ihrer ursprünglichen Form. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf den Weinen aus Kärnten. Die Genussmeile, die vom 18. bis 20. September die Klagenfurter Innenstadt rund um den Neuen und Alten Platz beleben wird, bildet den krönenden Abschluß des Festivals. Hier versammeln sich 46 Handwerker und Aussteller aus dem gesamten Alpen-Adria-Raum, um ihre Erzeugnisse einem breiten Publikum vorzustellen. Die Veranstaltung gilt als Höhepunkt der Festtage und zieht traditionell die größte Anzahl an Besuchern an. Prominenz am Herd: Gekrönte Häupter der Gastronomie Ein besonderes

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Swiss führt neuen Service auf der Langstrecke ein

Die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines führt einen deutlich erweiterten Service auf ihren Langstreckenflügen in der Business- und First Class ein. Die Neuerung orientiert sich am Ablauf eines Restaurants und umfaßt separat servierte Gänge. In der Business Class werden nach dem Start Getränke mit frischen Beilagen serviert. Anschließend folgt ein zusätzlicher Suppengang sowie eine erweiterte Auswahl bei Käse und Desserts. Auf Nachtflügen über zehn Stunden wird die Ausstattung um ein Schlafshirt und eine zusätzliche Sitzauflage ergänzt. In der First Class setzt die Fluggesellschaft auf ein weiter individualisiertes Angebot. Der Service wird auf neuem Porzellan präsentiert. Kalte Delikatessen werden am Platz vom Wagen serviert. Weitere Ergänzungen sind ein saisonales Sorbet, ein erweiterter Brotservice und eine zusätzliche Käseauswahl. Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Service-Erneuerung, die mit den Anpassungen in der Economy Class begonnen wurde. Die Airline setzt dabei auf eine individuellere Gestaltung des kulinarischen Angebots.

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Lufthansa: Die Fluggesellschaft refinanziert sich am Kapitalmarkt

Die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, eines der größten Luftfahrtunternehmen der Welt, hat jüngst eine bedeutende Finanzierungsstrategie umgesetzt, die bei Kapitalmarktexperten auf großes Interesse stößt. Wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht, hat die Gesellschaft erfolgreich eine neue Wandelanleihe im Nennwert von 600 Millionen Euro platziert. Gleichzeitig hat sie ein Rückkaufangebot für ihre ausstehende Wandelanleihe mit Fälligkeit im Jahr 2025 durchgeführt. Diese komplexe Transaktion dient der vorzeitigen Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten und untermauert das Vertrauen des Kapitalmarktes in die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Die Vorgehensweise, bei der eine neue Wandelanleihe zur Rückzahlung einer älteren genutzt wird, ist ein Zeichen für eine vorausschauende Finanzpolitik. Die neue Wandelanleihe und ihre Konditionen Die neu emittierte Wandelanleihe hat ein Gesamtvolumen von 600 Millionen Euro und eine Laufzeit bis zum 10. September 2032. Sie ist nicht besichert und nicht nachrangig. Eine Besonderheit dieser Anleihe ist der jährliche Kupon von 0,00 Prozent, was bedeutet, dass die Lufthansa für diese Finanzierung keine laufenden Zinszahlungen leisten muss. Die Attraktivität für die Investoren liegt in der Möglichkeit, die Anleihen in neue oder bereits bestehende Lufthansa-Aktien umzuwandeln. Der anfängliche Wandlungspreis wurde auf 10,7550 Euro festgelegt, was eine Prämie von 42,5 Prozent auf den Referenzaktienkurs von 7,5474 Euro darstellt. Diese Prämie schützt die bestehenden Aktionäre vor einer Verwässerung des Aktienkapitals, es sei denn, der Aktienkurs steigt signifikant an. Die Anleihe ist in Stücke von je 100.000 Euro aufgeteilt und kann nach Ablauf der Frist zu 102,66 Prozent ihres Nennbetrages zurückgezahlt werden. Teilweiser Rückkauf der Anleihe aus 2025 Parallel zur Platzierung der neuen Anleihe hat die Lufthansa

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Hawaiian Airlines ändert Flugzeugbestellung bei Boeing

Die Fluggesellschaft Hawaiian Airlines hat ihre Bestellung für fünf Boeing 787-9 in den größeren Typ 787-10 umgewandelt. Diese Änderung betrifft einen Teil des ursprünglich geplanten Auftrags für zehn Dreamliner-Flugzeuge, wie aus Branchenkreisen berichtet wird. Die B787-10 ist die längste Variante der Dreamliner-Familie und bietet eine höhere Passagierkapazität, jedoch eine kürzere Reichweite als die B787-9. Diese Entscheidung könnte auf eine Anpassung der Flotte für dichte Langstrecken von Hawaii zum amerikanischen Festland abzielen, wo die höhere Sitzplatzkapazität von Vorteil ist. Zudem übernahm die Finanzierungsabteilung von Boeing einen der ursprünglich für Hawaiian Airlines vorgesehenen Auslieferungsplätze. Diese Maßnahme kann Teil einer allgemeinen Anpassung des Lieferplans sein.

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ihad Airways meldet Rekordgewinn und festigt seine Position in der Luftfahrt

Die Fluggesellschaft Etihad Airways aus Abu Dhabi hat in der ersten Hälfte des Jahres 2025 einen bemerkenswerten finanziellen Turnaround vollzogen und meldet einen Rekordgewinn. Mit einem Nettogewinn von 306 Millionen US-Dollar und einer signifikanten Steigerung der Passagierzahlen um 17 Prozent auf 10,2 Millionen hat sich das Unternehmen von seinen einstigen Sanierungsjahren erholt und präsentiert sich nun als eine der profitabelsten Fluglinien in der Golfregion. Der Erfolg ist das Resultat einer tiefgreifenden strategischen Neuausrichtung unter der Führung von CEO Antonoaldo Neves, der die Fluggesellschaft von einer Phase aggressiven Wachstums und riskanter internationaler Investitionen zu einem fokussierten, rentablen Geschäftsmodell geführt hat. Dieses neue Kapitel des Unternehmenserfolges scheint auch die Pläne für einen möglichen Börsengang in den Hintergrund rücken zu lassen, da das Unternehmen seine geplanten Investitionen nun aus eigenen Mitteln finanzieren kann. Vom Sanierungsfall zur Gewinnschmiede Vor einigen Jahren war Etihad Airways in eine tiefe Krise geraten, die vor allem auf eine überambitionierte Expansionspolitik und kostspielige Beteiligungen an anderen Fluggesellschaften zurückzuführen war. Investitionen in Unternehmen wie Air Berlin, Alitalia und Jet Airways endeten in finanziellen Katastrophen und führten zu hohen Verlusten, welche das Unternehmen an den Rand des Zusammenbruchs brachten. Die strategische Neuausrichtung in den letzten Jahren bedeutete eine Abkehr von diesem Modell der aggressiven Expansion und eine Konzentration auf Kernmärkte, die eigene Rentabilität und eine effiziente Flottenplanung. Diese Wende hat sich nun ausgezahlt. Mit einer Auslastung von 87 Prozent, was einer Steigerung um zwei Prozentpunkte entspricht, hat Etihad nicht nur mehr Passagiere befördert, sondern dies auch mit höherer Effizienz getan. Der

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Gasleck zwingt zur Evakuierung an Stockholmer Flughafen Arlanda

Ein Gasleck aus einem Lastwagen zwang am Mittwochnachmittag zur Evakuierung des F-Piers in Terminal 5 am Stockholmer Flughafen Arlanda. Der Bereich wurde daraufhin weiträumig abgesperrt. Nach Angaben der Flughafenverwaltung Swedavia handelte es sich um ein flüchtiges, leicht entzündliches Gas. Die Einsatzkräfte beschlossen, es auf natürlichem Wege verfliegen zu lassen. Aufgrund der Sperrung kam es zu Verspätungen bei mehreren Flügen. Gegen 18 Uhr konnte der betroffene Terminalbereich wieder vollständig freigegeben werden, und der Flugbetrieb normalisierte sich. Reisende wurden dazu aufgefordert, ihre Flüge anzutreten. Die übrigen Bereiche des Flughafens waren von dem Vorfall nicht betroffen.

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