
Autovermieter Starcar meldet Insolvenz an
Der Hamburger Autovermieter Star Car GmbH Kraftfahrzeugvermietung hat beim Amtsgericht Hamburg einen Antrag auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens gestellt. Trotz eines im August noch gemeldeten deutlichen Umsatzanstiegs auf über 510 Millionen Euro, litt das Unternehmen offenbar unter einer massiven Schuldenlast. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Christoph Morgen bestellt. Als Hauptgrund für die finanzielle Schieflage wird das Scheitern von Verhandlungen mit Kreditgebern über die Verlängerung auslaufender Darlehen genannt. Starcar hatte 2022 rund 240 Millionen Euro an Schulden mit einer Laufzeit von drei Jahren aufgenommen. Trotz intensiver Bemühungen konnte eine Einigung zur Vermeidung der Insolvenz nicht erzielt werden, da die finanzielle Situation des Unternehmens keine Verlängerung der Kredite zuließ. Ungeachtet des Insolvenzantrags wird der Geschäftsbetrieb an allen Standorten des Autovermieters fortgeführt. Kunden können weiterhin Fahrzeuge bei Starcar mieten. Das Unternehmen, das nach eigenen Angaben 615 Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt, hat zudem eine Insolvenzgeldvorfinanzierung durch den vorläufigen Insolvenzverwalter Morgen eingeleitet, um die Zahlung der Löhne und Gehälter der Belegschaft zu sichern. Das Ziel des Insolvenzverwalters ist die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und die Erarbeitung einer tragfähigen Sanierungslösung. Starcar, das mit über 100 eigenen und weiteren 500 Partner-Mietstationen zu den führenden Autovermietern in Deutschland zählt, steht nun vor einer Phase der Restrukturierung. Der Fall zeigt, dass selbst ein deutliches Umsatzwachstum – Starcar steigerte den Umsatz von 341 Millionen Euro im Vorjahr – nicht ausreicht, um eine massive Schuldenlast und das Auslaufen wichtiger Finanzierungen abzufedern.





