
Strategische Neuausrichtung bei Icelandair: Fokus auf Schmalrumpfflugzeuge zur Effizienzsteigerung
Die isländische Fluggesellschaft Icelandair leitet einen umfassenden strategischen Neuanfang ein, der die rasche Eliminierung ihrer Großraumflugzeuge vorsieht. Mit dem beschleunigten Ausflotten der Boeing 767-300ER bis Ende 2026 beendet der nationale Flag-Carrier seine Ära des Breitbandbetriebs. Dieser Schritt, der den ursprünglichen Zeitplan um drei Jahre vorzieht, ist eine direkte Reaktion auf anhaltende Verluste, die mit dem Betrieb einer kleinen, veralteten Flotte dieser Großraumjets verbunden waren. Die Fluggesellschaft konzentriert ihre zukünftige Strategie auf ein vereinfachtes Flottenmodell, das ausschließlich auf Schmalrumpfflugzeuge ausgerichtet ist, namentlich die Boeing 737 max und die Airbus A321lr. Die Entscheidung stellt eine „Zurück-zu-den-Wurzeln“-Wette dar, bei der Effizienz und geringere Betriebskosten über die Fähigkeit gestellt werden, große Kapazitäten auf einmal zu bewegen. Durch die Konzentration auf Flugzeuge mit einem einzigen Gang strebt Icelandair eine deutliche Senkung der Stückkosten pro verfügbarer Sitzmeile ($CASM$) an. Dies soll die allgemeine Rentabilität verbessern und die Betriebsstabilität erhöhen, indem die Komplexität der Flotte und die damit verbundenen Fixkosten für Wartung, Ersatzteile und Besatzung reduziert werden. Die Neuausrichtung betrifft nicht nur die Großraumjets, sondern beinhaltet auch die Reduzierung der älteren Boeing 757-Flotte, die Icelandair historisch geprägt hat. Das Ende der Großraumära und der Flottenumbau Die Entscheidung, den Betrieb der Großraumflugzeuge so schnell einzustellen, wurde durch die im dritten Quartal verzeichneten, als unhaltbar bezeichneten Verluste beschleunigt. Die kleine Unterflotte von lediglich drei Boeing 767-300ER-Modellen hatte sich als unverhältnismäßig kostspielig erwiesen. Hohe Ausgaben für die Schulung des Personals, die Bevorratung spezifischer Ersatzteile und die Aufrechterhaltung gesonderter Wartungslinien führten zu einem Missverhältnis zwischen den generierten Einnahmen und den entstandenen








