Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, begrüßte die Crew von SAS bei der Erstlandung in Wien (Foto: Flughafen Wien AG).
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Die strategische Rückkehr: SAS Scandinavian Airlines zurück in Wien

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Nach einer siebenjährigen Unterbrechung nimmt SAS Scandinavian Airlines ab dem 26. Oktober 2025 die Direktverbindung zwischen Wien und Kopenhagen wieder in ihren Flugplan auf. Die Wiederaufnahme dieser wichtigen Route stellt eine signifikante Stärkung der Anbindung Österreichs an Nordeuropa dar und markiert einen strategischen Schritt für die skandinavische Fluggesellschaft nach ihrem Wechsel in die SkyTeam-Allianz. Die Verbindung zwischen den Hauptstädten Österreichs und Dänemarks wird mit zwölf wöchentlichen Flügen bedient und zielt darauf ab, sowohl Geschäfts- als auch Urlaubsreisenden eine verbesserte Anbindung und optimale Weiterreisemöglichkeiten über das Drehkreuz Kopenhagen zu bieten.

Die Entscheidung zur Rückkehr nach Wien spiegelt die Attraktivität der österreichischen Hauptstadt als Wirtschafts- und Kulturzentrum sowie die gestiegene Nachfrage nach Flugverbindungen in die wirtschaftlich starke nordische Region wider. Gleichzeitig positioniert sich der Flughafen Wien mit der Wiederaufnahme der Flüge weiter als wichtiges Drehkreuz im zentraleuropäischen Flugverkehr. Die Flugzeiten sind so konzipiert, dass sie den Bedürfnissen von Geschäftsreisenden sowie jenen von Wochenendurlaubern entgegenkommen und ideale Anschlüsse in das weitreichende SAS-Streckennetz ermöglichen.

Stärkung der Nordeuropa-Anbindung und wirtschaftliche Impulse

Die Wiederaufnahme der Flugstrecke Wien-Kopenhagen hat eine hohe wirtschaftliche und verkehrstechnische Bedeutung. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, betonte die Wichtigkeit der Anbindung an Skandinavien als eine der wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Die Rückkehr der größten skandinavischen Airline nach Wien wird als eine Annäherung zweier Städte gesehen, die regelmäßig für ihre hohe Lebensqualität ausgezeichnet werden. Die verstärkte Verbindung fördert den bilateralen Austausch in Handel, Tourismus und Wissenschaft.

Die Frequenz von zwölf wöchentlichen Flügen – mit bis zu zwei täglichen Verbindungen an den wichtigsten Werktagen sowie am Sonntag – belegt das Vertrauen von SAS in das Marktpotenzial der Route. Zum Einsatz kommen Flugzeugmuster wie die Embraer 195 und die Bombardier Canadair Regional Jet, welche eine flexible und effiziente Bedienung der Strecke ermöglichen. Die Flugzeiten sind auf Tagesrandzeiten ausgerichtet, was für Geschäftsreisende, die einen Hin- und Rückflug innerhalb eines Tages oder einen frühen Anschlussflug wünschen, von besonderem Vorteil ist.

Kopenhagen als Sprungbrett für Langstreckenflüge

Für SAS dient die Verbindung nach Wien nicht nur dem Direktverkehr, sondern vor allem auch der Zuführung von Passagieren zu ihrem globalen Drehkreuz in Kopenhagen (CPH). Henrik Winell, Vice President Network bei SAS, hob die Effizienz des Kopenhagener Hubs hervor, der einen einfachen Zugang zu ganz Skandinavien sowie zum erweiterten Langstreckennetz der Airline ermöglicht.

Die österreichischen Reisenden profitieren somit von verbesserten Umsteigemöglichkeiten zu interkontinentalen Zielen. Das Streckennetz von SAS umfasst unter anderem Nordamerika, wo die Airline Städte wie Seattle, Atlanta, Miami, New York, Los Angeles und San Francisco bedient, sowie ausgewählte asiatische Destinationen. Die strategische Bedeutung der neuen Route wird dadurch untermauert, dass die SAS nach ihrem Allianzwechsel auf die Etablierung neuer und die Intensivierung bestehender Langstreckenverbindungen setzt. Die Rückkehr nach Wien unterstützt diese Expansion, indem sie neue Quellmärkte an die Langstreckenflüge anbindet.

Die Neuausrichtung von SAS im globalen Luftverkehr

Die Wiederaufnahme der Wien-Route fällt in eine Zeit bedeutender strategischer Veränderungen bei SAS. Die Fluggesellschaft, die sich traditionell als führende Airline Skandinaviens positioniert, trat im September 2024 der globalen Luftfahrtallianz SkyTeam bei. Dieser Wechsel markierte einen fundamentalen Kurswechsel, der durch eine Neuausrichtung der Eigentümerstruktur des Unternehmens initiiert wurde. Mit dem Einstieg eines Konsortiums, zu dem auch das SkyTeam-Schwergewicht Air France-KLM gehört, vollzog SAS den Wechsel von der Star Alliance zu SkyTeam.

Dieser Allianzwechsel hat weitreichende Folgen für das Streckennetz und die Kundenbindungsprogramme. Während frühere Partnerschaften über das Star Alliance-Netzwerk abgewickelt wurden, ermöglicht die SkyTeam-Mitgliedschaft den Passagieren aus Wien nun nahtlose Verbindungen und die Nutzung von Vorteilen wie dem Meilensammeln und dem Zugang zu über 750 Lounges weltweit im Rahmen der SkyTeam-Partner. Der neue Status als SkyTeam-Mitglied eröffnet SAS die Möglichkeit, ihre Drehkreuze in Kopenhagen, Oslo und Stockholm stärker in das globale Netz der Allianz zu integrieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen europäischen Airlines zu steigern.

SAS, die jährlich mehr als 25 Millionen Passagiere befördert, unterstreicht mit der Rückkehr nach Wien und dem Ausbau des Streckennetzes nach Nordamerika und Asien ihr Bestreben, ihre Marktposition als operative und pünktliche Fluggesellschaft zu festigen. Die Wiederaufnahme der Wien-Kopenhagen-Verbindung ist ein klares Zeichen dafür, dass SAS ihre Präsenz in Zentraleuropa aktiv ausbaut, um ihre Drehkreuze optimal mit den wichtigen Wirtschafts- und Reisezentren zu verknüpfen und von der neuen Allianzstruktur bestmöglich zu profitieren. Die erfolgreiche Fortsetzung der Partnerschaft mit dem Flughafen Wien ist dabei ein wichtiger Baustein dieser Expansionsstrategie.

Embraer 195 (Foto: Flughafen Wien AG).
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