Oktober 28, 2025

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Oktober 28, 2025

Lufthansa Group führt neue Plattform zur Speisenauswahl ein

Die Lufthansa Group bündelt das Speisen- und Getränkeangebot ihrer Fluggesellschaften Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines in der neuen digitalen Plattform „Culinary Journey“. Passagiere erhalten dadurch eine zentrale Übersicht aller verfügbaren Mahlzeiten und Snacks entlang ihrer gesamten Flugreise, was die Vorbestellung und die Konsistenz des Angebots verbessern soll, insbesondere bei Umsteigeverbindungen. Das neue Tool ist über die App und die Websites der Airlines sowie per Informationsmail vor dem Abflug erreichbar. Es stellt jedem Reisenden basierend auf der Buchung automatisch die passende kulinarische Auswahl zur Verfügung – von der Economy Class auf der Kurzstrecke bis zur First Class auf Langstreckenflügen. Diese konsistente Erfahrung gilt auch, wenn Fluggäste während einer Reise mit mehreren Airlines der Gruppe, beispielsweise von Wien über Frankfurt nach New York, fliegen. Ein zentraler Vorteil der „Culinary Journey“ ist die garantierte Verfügbarkeit des gewünschten Gerichts durch die Vorbestellung. Auf Langstreckenflügen haben Kunden nun die Möglichkeit, aus einem erweiterten Angebot von bis zu neun Hauptgerichten zu wählen, darunter auch exklusive Kreationen, die nur für Vorbesteller verfügbar sind. Auf kürzeren Flügen profitieren Passagiere von einem Rabatt von zehn Prozent auf das Buy-on-Board-Sortiment wie Sandwiches, Salate oder Kuchen, wenn sie diese vorab bestellen. Die Einführung der „Culinary Journey“ verfolgt auch das Ziel, das Premiumerlebnis der Airline-Gruppe in allen Reiseklassen zu stärken. Konzernweit soll das umfassende Angebot für die Kunden dadurch konsistenter und besser erlebbar werden, wie Caroline Drischel, Senior Vice President Customer Journey des Konzerns, erklärte. Eine integrierte Feedbackfunktion ermöglicht zudem, Kundenmeinungen direkt in die weitere Entwicklung des Services einfließen zu lassen.

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Wizz Air kehrt nach Köln/Bonn zurück und eröffnet mehrere Osteuropa-Strecken

Die Fluggesellschaft Wizz Air hat mit dem Beginn des Winterflugplans am Sonntag, den 26. Oktober, ihren Flugbetrieb am Köln Bonn Airport wieder aufgenommen. Zum Auftakt wurde die Verbindung in die rumänische Hauptstadt Bukarest neu in das Programm aufgenommen, die künftig bis zu viermal wöchentlich bedient wird. Damit stärkt der Flughafen Köln/Bonn die Anbindung an den osteuropäischen Markt. Die Expansion von Wizz Air am rheinischen Standort wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Bereits ab Dezember erweitert die Airline das Streckennetz um drei zusätzliche Ziele: Tuzla in Bosnien-Herzegowina, Skopje in Nordmazedonien und Tirana in Albanien. Die neuen Routen starten ab dem 12. Dezember (Tuzla, bis zu dreimal wöchentlich), dem 15. Dezember (Skopje, viermal wöchentlich) und dem 16. Dezember (Tirana, dreimal wöchentlich). Seitens des Flughafens wird die Rückkehr und der Ausbau des Angebots durch Wizz Air positiv bewertet. Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, hob hervor, dass die neuen Ziele das Streckennetz bereichern und den Passagieren zusätzliche Reisemöglichkeiten in den wichtigen Zielmarkt Osteuropa eröffnen. Die Verbindung nach Bukarest wird von Wizz Air dabei insbesondere als wichtig für die in Deutschland lebende rumänische Gemeinschaft angesehen. Der Fokus auf Südosteuropa wird im kommenden Sommerflugplan weiter geschärft. Wizz Air hat bereits angekündigt, ab dem 2. Juni eine Verbindung in die montenegrinische Hauptstadt Podgorica aufzunehmen. Diese Strecke, die viermal wöchentlich bedient wird, stellt die erste Direktverbindung vom Köln Bonn Airport in dieses osteuropäische Land dar und vervollständigt die Aufnahme von insgesamt fünf neuen Routen.

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Ringen um die Anbindung: Flughafen Linz kämpft nach AUA-Abzug und mit Rettungsplänen gegen die Krise

Der Flughafen Linz befindet sich in einer akuten Existenzkrise. Am vergangenen Samstag hob der letzte Flug der Austrian Airlines (AUA) in Richtung Frankfurt ab, womit die seit 59 Jahren bestehende, strategisch wichtige Verbindung zum internationalen Drehkreuz eingestellt wurde. Dieser Schritt der AUA, der mit sinkenden Passagierzahlen und massiven Verlusten begründet wird, verschärft die schwierige Lage des zu je 50 Prozent in Besitz der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich stehenden Regionalflughafens. Der Airport schreibt seit fünf Jahren rote Zahlen, die Rücklagen sind weitgehend aufgebraucht. Die Passagierzahlen lagen im Jahr 2024 bei nur rund 180.000, was eine deutliche Abnahme im Vergleich zu den 436.018 Fluggästen des Jahres 2019 darstellt. Vor diesem Hintergrund wird ein umfassender Rettungsplan diskutiert, der zwei zentrale Säulen umfasst: zum einen die Wiederbelebung der Frankfurt-Verbindung durch eine öffentliche Ausschreibung mit möglicher Anschubfinanzierung und zum anderen ein Teilprivatisierungsmodell durch ein regionales Unternehmerkonsortium. Beide Ansätze sind jedoch unmittelbar vom EU-Beihilfenrecht betroffen, was die Entscheidungsfindung verlangsamt und die Unsicherheit erhöht. Die kritische Bedeutung des Drehkreuzes Frankfurt Die Einstellung der Frankfurt-Route durch die AUA ist für den Linzer Flughafen ein schwerwiegender Schlag. Die Verbindung diente als essenzielles Tor zur Welt, da sie Reisenden aus Oberösterreich den Zugang zum globalen Streckennetz des Drehkreuzes Frankfurt ermöglichte. Der Verlust dieser sogenannten Hub-Anbindung verschlechtert die Attraktivität des Flughafens für Geschäftsreisende und internationale Verbindungen erheblich. Die AUA begründete den Abzug der Flugverbindung mit einer stark rückläufigen Auslastung, die zu massiven betriebswirtschaftlichen Verlusten geführt habe. Der letzte Flug landete mit lediglich 21 Passagieren in Linz. Das Land Oberösterreich

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„Milch x Honig“-Festival in Wiener Neustadt startet in die dritte Saison

Das „Milch x Honig“-Festival in Wiener Neustadt beginnt am Donnerstag, den 30. Oktober, seine dritte Ausgabe. Bis zum 14. November bietet die Veranstaltung in den Kasematten sechs Abende mit neuartigen Konzertformaten, die klassische Musik mit unterschiedlichen Kunstformen verknüpfen. Kuratiert wird das Festival vom Klarinettisten Christoph Zimper. Der Auftakt erfolgt am 30. Oktober mit „Mendelssohn As I Know Him Featuring Anna Mabo“. Dabei wird Felix Mendelssohn Bartholdys Streichoktett in Es-Dur op. 20 mit Songs der österreichischen Liedermacherin und Theaterregisseurin Anna Mabo kombiniert. Ein weiteres Highlight ist am darauffolgenden Tag Igor Strawinskys Ballettmusik „Der Feuervogel“, die vom Freestyle Orchestra in Verbindung mit Zirkusakrobatik interpretiert wird. Cellisten und Geiger spielen dabei in akrobatischer Manier in luftiger Höhe und erzählen eine Geschichte von Widerstand und Erneuerung. In der zweiten Festivalwoche stehen weitere interdisziplinäre Formate auf dem Programm. So vereint die meditative Reise „Kirtan – oder die Magie der Geschichten“ am 7. November das kulturelle Erbe Indiens, Brasiliens und Österreichs und beinhaltet musikalische Interaktion mit dem Publikum. Am 8. November können Besucher sich im Rahmen von „Austria Has Got Talent“ frei durch die Kasematten bewegen und neun junge Ensembles mit musikalischen Kostproben erleben. Das Finale am 14. November bildet der „Persian Ecstatic Dance“, ein grenzenloser Tanz, der von iranischen Musikerinnen begleitet wird. Ein weiteres innovatives Format ist die Neuinterpretation von Sergej Prokofjews „Peter und der Wolf 2.0“ am 13. November, bei der das White Lake Collective und die Sandkünstlerin Anna Vidyaykina Musik, Kunst und Erzählung in einer neuen Dimension verbinden. Die historische Location der Kasematten

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Lufthansa fokussiert Langstrecke und dünnt innerdeutsches Netz aus

Die Lufthansa Group hat ihren Sommerflugplan 2026 vorgestellt, der eine klare Verschiebung des Fokus auf profitable Langstreckenverbindungen und eine deutliche Reduzierung des innerdeutschen Zubringernetzes zeigt. Über die Drehkreuze in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Belgien und Italien sind demnach über 14.000 wöchentliche Verbindungen zu 330 Destinationen in rund 100 Ländern geplant. Trotz des breiten Gesamtangebots wird der Heimatmarkt Deutschland stark von Streichungen betroffen sein. Der Konzern verdichtet die Frequenzen auf interkontinentalen Routen, die sich als besonders lukrativ erwiesen haben. Ab Frankfurt werden beispielsweise St. Louis, Rio de Janeiro und Kapstadt fünfmal pro Woche bedient, während Raleigh/Durham, Washington und Nairobi sogar täglich angeflogen werden. Neu im Flugplan ab Frankfurt ist das norwegische Trondheim mit vier wöchentlichen Verbindungen, um der anhaltend hohen Nachfrage nach skandinavischen Zielen gerecht zu werden. Auch am Drehkreuz München werden die im Winter 2025/26 eingeführten Langstrecken nach Sao Paulo und Johannesburg in den Sommer verlängert, wobei moderne Airbus A350-900 eingesetzt werden. Die Konzerntochter Swiss verstärkt ihr Europanetz mit Posen und Rijeka und weitet die Flüge nach Tokio aus. Austrian Airlines setzt ebenfalls auf nördliche Ziele wie Westerland, Edinburgh und die Lofoten. Parallel zur Expansion auf der Langstrecke setzt Lufthansa den angekündigten Rückbau des innerdeutschen Flugnetzes konsequent um. Mehr als 50 Frequenzen auf Zubringerstrecken werden ab Sommer 2026 gestrichen, betroffen sind Verbindungen zwischen München und Köln, Düsseldorf sowie Berlin oder zwischen Frankfurt und Leipzig oder Nürnberg. Dies ist eine direkte Reaktion auf die anhaltend hohe Kostenbelastung für Flüge in und ab Deutschland, die in den vergangenen Jahren, unter anderem durch

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Technologiekonferenz am Flughafen Wien: „New Technologies Summit 2025“ gestartet

Unter dem Motto „Zukunft erleben, Innovation gestalten“ hat am 3. und 4. November 2025 im Vienna Airport Conference & Innovation Center am Flughafen Wien der „New Technologies Summit 2025“ begonnen. Die zweitägige Fachkonferenz, die als Weiterentwicklung der Veranstaltungsreihe „Expedition KI“ konzipiert ist, widmet sich den aktuellen Entwicklungen in Schlüsselbereichen wie Künstliche Intelligenz (KI), autonome Systeme, Virtual und Augmented Reality sowie Robotik. Die Konferenz zielt darauf ab, praxisnahe Anwendungen zu präsentieren und den Austausch zwischen Wirtschaft, Forschung und Politik zu fördern. Eröffnet wurde der Summit von Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll und Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG. Staatssekretär Pröll betonte, dass die Veranstaltung die klügsten Köpfe zusammenbringe, um den Mehrwert digitaler Innovation für Unternehmen und Bürger aufzuzeigen. Julian Jäger hob hervor, dass Innovation am Flughafen Wien gelebte Realität sei und der Summit ein wichtiger Impulsgeber zur frühzeitigen Erkennung neuer Trends sei. Der Summit bringt führende Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen aus dem gesamten DACH-Raum zusammen, darunter bekannte Akteure wie IBM, EY, ÖBB, Asfinag, AIT und die Österreichische Post. Der Veranstaltungsort selbst, das Vienna Airport Conference & Innovation Center, bietet über 2.600 Quadratmeter Eventfläche und dient als Plattform für Wissensaustausch, Inspiration und Zusammenarbeit. Der „New Technologies Summit 2025“ bietet ein vielfältiges Programm aus Keynotes, Podiumsdiskussionen und interaktiven Workshops, die den Teilnehmern praxisnahe Einblicke in technologische Innovationen und Strategien geben sollen. Die Konferenz bekräftigt die wachsende Rolle des Flughafens Wien als Standort für technologische Entwicklung und als wichtiger Treffpunkt für die Digitalisierungsbranche der DACH-Region.

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Juristisches Ende eines Finanzdramas: Deutsche Bahn trägt die Milliardenlast von Stuttgart 21 allein

Die Deutsche Bahn AG hat im jahrelangen Rechtsstreit um die dramatisch gestiegenen Kosten des Großprojekts Stuttgart 21 eine endgültige Niederlage eingestanden und wird die resultierenden Milliardenlasten alleine tragen müssen. Nach der Abweisung ihres Antrags auf Zulassung einer Berufung durch den Verwaltungsgerichtshof (VGh) Baden-Württemberg im August hat der Konzern nun auf weitere Rechtsmittel verzichtet. Damit ist das Urteil rechtskräftig, das feststellt, dass sich die Projektpartner – das Land Baden-Württemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und der Flughafen Stuttgart – nicht an den Mehrkosten beteiligen müssen. Die Bahn sieht sich nun mit Mehrkosten von mindestens 6,5 Milliarden Euro konfrontiert, die über den im Finanzierungsvertrag von 2009 festgelegten Rahmen hinausgehen. Das Eisenbahninfrastrukturvorhaben, dessen geschätzte Gesamtkosten sich aktuell auf gut 11 Milliarden Euro zuzüglich eines Puffers von 500 Millionen Euro belaufen, wird damit für die Deutsche Bahn zu einer erheblichen finanziellen Belastung. Die ursprüngliche Kostenobergrenze, die im Vertrag von 2009 geregelt wurde, lag bei lediglich gut 4,5 Milliarden Euro. Die Differenz, die aus jahrelangen Bauverzögerungen, gestiegenen Baupreisen und komplexen geologischen Herausforderungen resultiert, muss nun die Bahn als Bauherrin stemmen. Olaf Drescher, der Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH, erklärte mit dem Verzicht auf Rechtsmittel das Kapitel für juristisch geschlossen. Chronologie einer Kostenexplosion Die Historie von Stuttgart 21 ist eine Abfolge von stetig steigenden Kosten. Die ursprüngliche Kostenschätzung in den frühen Planungsphasen des Projekts lag noch deutlich unter der Milliardengrenze von 4,5 Milliarden Euro. Der maßgebliche Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 legte dann die Verteilung der Kosten bis zu einer Höhe

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Neues On-Demand-Konzept: FlyVini startet Pionierflüge ab Mannheim

Die neue Fluglinie FlyVini führt mit Beginn des Dezembers 2025 ihr innovatives Konzept bedarfsorientierter Direktflüge ab dem City Airport Mannheim ein. Statt fester Flugpläne setzt das Unternehmen auf ein flexibles „on-demand“-System, das auf die Bedürfnisse von Geschäfts- und Freizeitreisenden zugeschnitten sein soll. Dieses Vorgehen soll den regionalen Luftverkehr in der Metropolregion Rhein-Neckar effizienter gestalten. Die erste „Pionierflugwoche“ ist für den Zeitraum vom 1. bis zum 5. Dezember 2025 angesetzt. In dieser Zeit werden die ersten kommerziellen Flüge von Mannheim aus durchgeführt. Die Flugziele in dieser Testphase sind Berlin (Flugplatz Schönhagen) und Hamburg. Am 1. und 5. Dezember sind jeweils eine Hin- und Rückverbindung nach Berlin-Schönhagen vorgesehen. Die Verbindung nach Hamburg wird am 2. und 4. Dezember ebenfalls mit je einem Hin- und Rückflug angeboten. Die Flüge starten jeweils morgens in Mannheim und kehren am späten Nachmittag zurück. Das Konzept von FlyVini, das sich als Mitflug-Plattform versteht, basiert auf der Idee, dass Flugzeiten und -strecken flexibel nach der vorliegenden Nachfrage berechnet werden. Berichten zufolge sollen Flüge mit kleineren Flugzeugen, wie der Tecnam P2012 Traveller, durchgeführt werden, die bis zu neun Sitzplätze bieten. Generell strebt das Unternehmen an, dezentrale Flughäfen zu verbinden und so eine zeitsparende Alternative zu anderen Verkehrsträgern auf Distanzen zwischen 100 und 900 Kilometern zu schaffen. Die Etablierung des FlyVini-Konzepts am City Airport Mannheim folgt auf die Neuausrichtung des Linienverkehrs in der Region, nachdem bereits die Nachfolgerin der insolventen Rhein-Neckar Air, die Mannheim City Air, den Betrieb für saisonale Verbindungen aufgenommen hat. Die Metropolregion Rhein-Neckar untermauert mit der Einführung

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Austrian Airlines gibt demnächst ersten Embraer an Air Dolomiti ab

Die Lufthansa Group setzt ihre Strategie der Flottenkonsolidierung und Spezialisierung der Tochtergesellschaften konsequent fort. Ein zentraler Schritt in diesem Prozess ist die geplante Übergabe der gesamten Embraer E195-Flotte von Austrian Airlines an die italienische Regionalfluggesellschaft Air Dolomiti. Dieser umfangreiche Flottentransfer soll schrittweise bis Ende 2028 abgeschlossen werden und führt zu einer deutlichen Vereinfachung der Kurz- und Mittelstreckenflotte von Austrian Airlines, während er Air Dolomiti zu einem erheblichen Kapazitätswachstum und einer gestärkten Rolle im europäischen Zubringerverkehr verhilft. Die erste von insgesamt 14 Maschinen dieses Typs wird Austrian Airlines bereits im Dezember 2025 an ihre Konzernschwester übergeben, wie Brancheninformationen bestätigen. Air Dolomiti plant den kommerziellen Einsatz dieses Flugzeugs ab März 2026. Die vollständige Umstellung markiert das Ende der Embraer-Ära bei Austrian Airlines, die sich in Zukunft auf eine homogenisierte Airbus-Flotte auf der Kurz- und Mittelstrecke konzentrieren wird. Bei Air Dolomiti hingegen wächst die Embraer E195 zur zentralen und einzigen Regionaljet-Klasse und bildet die Basis für den geplanten Netzausbau. Konsolidierung zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung Die Entscheidung von Austrian Airlines, ihre gesamte Flotte von 17 Embraer E195 bis 2028 auszumustern, ist ein fundamentaler Bestandteil der internen Strategie zur Reduzierung der Flottenkomplexität. Der Betrieb mehrerer Flugzeugmuster mit unterschiedlichen Anforderungen an Wartung, Ersatzteillogistik und Besatzungsschulung verursacht höhere Betriebskosten. Durch die Eliminierung des Embraer-Typs und die Konzentration auf Flugzeuge aus der Airbus A320-Familie – einschließlich des Zukaufs moderner Airbus A320neo – strebt Austrian Airlines eine Optimierung ihrer Kostenstruktur und eine Steigerung der operativen Flexibilität an. Die restlichen drei der 17 Embraer E195, die nicht an Air Dolomiti

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Entlassungen führen zu Streikandrohung bei Brussels Airlines

Die Gewerkschaften bei Brussels Airlines haben eine offizielle Streikankündigung eingereicht. Auslöser ist die fristlose Entlassung von drei Flugbegleitern, die sich geweigert hatten, einen Flug nach Ghana anzutreten. Die Crewmitglieder begründeten ihre Weigerung mit der Sorge vor möglichem Ungeziefer, Berichten zufolge Flöhe oder Bettwanzen, im Flugzeug. Die Entlassung der Mitarbeiter rief umgehend scharfe Kritik der Gewerkschaften BBTK/SETCa und ACV Puls/CNE hervor. Trotz einer von den Arbeitnehmervertretern gesetzten Frist bis Montagmorgen, die Entscheidung rückgängig zu machen, reagierte die Unternehmensleitung nicht. Die Gewerkschaften fordern nun die sofortige Wiedereinstellung der drei Kollegen. Nach Angaben des Brussels Airlines Managements handelte es sich bei dem Hinweis auf Schädlingsbefall um einen Fehlalarm. Das Unternehmen betonte, Berichten über Ungeziefer zwar ernsthaft nachzugehen, jedoch habe eine externe Kontrolle ergeben, dass keine Schädlinge an Bord gewesen seien. Die drei Flugbegleiter sollen laut Airline-Angaben „mehrere Verfahren schwer verletzt“ und dadurch dem Unternehmen sowie den Passagieren Schaden zugefügt haben. Die genauen Details zu den vorgeworfenen Verstößen behält das Unternehmen unter Berufung auf den Datenschutz zurück. Die Gewerkschaften sehen das Vorgehen der Airline als „gefährliches Signal“ an das gesamte Flugpersonal und werfen der Unternehmensleitung vor, auf die Sorgen der Belegschaft nicht einzugehen. Eine erste, symbolische Aktion der Gewerkschaften am vergangenen Samstag hatte noch keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Mit der offiziellen Streikandrohung spitzt sich der Konflikt jedoch zu, und es drohen nunmehr Arbeitskampfmaßnahmen, die den Flugbetrieb empfindlich stören könnten.

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