
Boeing: Über 3.200 Mitarbeiter lehnen jüngstes Vertragsangebot ab und verlängern den Streik
Ein zentraler Arbeitskampf in der US-amerikanischen Rüstungs- und Luftfahrtindustrie verschärft sich weiter: Mehr als 3.200 Beschäftigte des Flugzeugherstellers Boeing an den Standorten in Missouri und Illinois haben das jüngste Vertragsangebot des Unternehmens abgelehnt. Die Arbeiter, die in der Verteidigungssparte von Boeing tätig sind und von der Gewerkschaft International Association of Machinists and Aerospace Workers (iam), Distrikt 837, vertreten werden, sehen ihre „Kernprioritäten“ in der vorgeschlagenen Offerte nicht adressiert. Die Entscheidung hat zur Folge, dass der Streik, der nun in seinen vierten Monat geht, verlängert wird. Der anhaltende Stillstand ist das Ergebnis zahlreicher gescheiterter Verhandlungen zwischen der Unternehmensleitung und der Gewerkschaft. Die knappe Ablehnung des überarbeiteten Fünfjahresvertrags mit einem Verhältnis von 51 Prozent zu 49 Prozent unterstreicht die tiefe Spaltung und die Entschlossenheit der Belegschaft. Während Boeing das knappe Ergebnis als Zeichen wertet, dass viele Mitarbeiter den Wert des Angebots sehen, bekräftigt die Gewerkschaft ihre Haltung. Die iam wirft dem Konzern vor, die Menschen, die den Erfolg des Unternehmens ermöglichen, weiterhin geringschätzig zu behandeln. Die finanziellen Auswirkungen des Streiks auf das Unternehmen und die betroffenen Mitarbeiter werden indes immer spürbarer. Der Kern des Konflikts: Löhne und Anerkennung Der monatelange Arbeitskampf dreht sich nicht nur um die blanken Zahlen der Lohnsteigerungen, sondern vor allem um die Wahrnehmung von Anerkennung und Gerechtigkeit für die Belegschaft. Die Arbeiter fordern eine deutliche Verbesserung ihrer finanziellen und sozialen Bedingungen, die ihrer Meinung nach nicht mit dem Erfolg und den Gewinnen des Luftfahrtgiganten Boeing in der Verteidigungssparte im Einklang stehen. Das jüngste, überarbeitete Vertragsangebot von Boeing, welches




