Oktober 2025

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Oktober 2025

Lufthansa-Piloten stimmen für Streik

Die Passagiere der Lufthansa müssen sich in den kommenden Wochen auf die Möglichkeit von Pilotenstreiks einstellen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) gab bekannt, daß eine deutliche Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder in einer Urabstimmung für einen Arbeitskampf votiert habe. Dies ist der erste Streikbeschluß seit dem eintägigen Streik der Piloten im Jahre 2022. Im Kern des Tarifkonflikts stehen die Betriebsrenten der rund 4.800 Pilotinnen und Piloten der Lufthansa und Lufthansa Cargo. Die VC fordert eine deutliche Erhöhung des Arbeitgeberanteils zur Altersvorsorge, die das Lufthansa-Management aufgrund der Sanierungsmaßnahmen ablehnt. Zusätzlich befeuert die vom Vorstand bekräftigte Konzernstrategie, Kurz- und Mittelstreckenflüge in kostengünstigere Konzerngesellschaften auszulagern, den internen Konflikt. Deutliche Mehrheit für Arbeitskampf Die Urabstimmung der Vereinigung Cockpit erbrachte ein eindeutiges Ergebnis: 88 Prozent der Lufthansa-Piloten und 96 Prozent der Lufthansa-Cargo-Piloten, bei einer Beteiligung von 90 beziehungsweise 95 Prozent, sprachen sich für einen Arbeitskampf aus. Laut VC-Präsident Andreas Pinheiro sei dies ein „starkes Signal der Geschlossenheit“ der Belegschaft. Für die Annahme der Urabstimmung waren mindestens 70 Prozent Ja-Stimmen der betroffenen Mitglieder in den jeweiligen Gesellschaften notwendig. Ein konkreter Streiktermin wurde zunächst nicht genannt. Über das weitere Vorgehen soll die Tarifkommission der Gewerkschaft entscheiden. In der Vergangenheit führte ein umfassender Pilotenstreik bei der Lufthansa regelmäßig zur Annullierung nahezu des gesamten Flugprogramms im betroffenen Zeitraum, was massive Auswirkungen auf den Flugverkehr in Deutschland und Europa haben kann. Altersvorsorge als Zankapfel Der unmittelbare Anlaß für den drohenden Streik ist der Tarifkonflikt um die betriebliche Altersversorgung der Piloten. Die VC war ursprünglich mit der Forderung nach einer Verdreifachung des

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Air Baltic führt gestaffeltes Group Boarding ein

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic führt mit Wirkung zum 6. Oktober ein neues Verfahren für das Boarding ihrer Flüge ein, das sogenannte Group Boarding. Das System soll den Einsteigevorgang für alle Passagiere reibungsloser, schneller und komfortabler gestalten. Künftig erfolgt das Betreten des Flugzeuges in klar definierten Gruppen, deren Nummer auf der Bordkarte jedes Reisenden ausgewiesen ist. Das neue Verfahren wurde nach dem Vorbild branchenweit bewährter Methoden führender Fluggesellschaften entwickelt und soll die Überlastung und das Gedränge am Gate reduzieren sowie einen ruhigeren Start jedes Fluges ermöglichen. Passagiere werden gebeten, ihre Gruppennummer zu überprüfen und erst dann einzusteigen, wenn ihre Gruppe aufgerufen wird. Laura Vecvanaga-Puķīte, Senior Vice President Ground Operations und Customer Care bei Air Baltic, betonte, daß das neue System die Effizienz steigern und die Pünktlichkeit verbessern soll. Der Ablauf des gestaffelten Boardings sieht vor, daß vor allen anderen Passagieren das Pre-Boarding für Familien mit kleinen Kindern, unbegleitete Minderjährige und Reisende mit besonderem Betreuungsbedarf stattfindet. Es folgen die Business Class-Passagiere und die VIP- und Executive-Mitglieder des Air Baltic Club in Gruppe 1. Gruppe 2 umfaßt Reisende mit Economy FLEX-Tickets, Geschäftsreisende und Passagiere mit vorab bezahltem schwerem Handgepäck. Anschließend steigen die Gruppen 3 bis 5 gestaffelt entsprechend ihrer Sitzplatzzuweisung ein. Die lettische Fluggesellschaft verbindet die baltischen Staaten mit rund 80 Zielen in Europa, dem Nahen Osten, Nordafrika und der Kaukasusregion.

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Airbus weiht hochautomatisierte Halle für A321XLR-Tanks in Augsburg ein

Airbus hat an seinem Standort in Augsburg eine neue, hochautomatisierte Produktionshalle eingeweiht, die eine zentrale Rolle bei der Fertigung des Rear-Centre-Tanks (RCT) für das neue Langstreckenflugzeug A321XLR (eXtra Long Range) spielen wird. Die Eröffnung fand im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und lokaler Würdenträger statt. Die neue Halle ist Teil einer umfassenden Modernisierungs- und Digitalisierungsstrategie des Airbus-Konzerns und soll die Kapazitäten zur A320-Familienproduktion bis zum Jahre 2027 auf 75 Flugzeuge pro Monat steigern. Der Augsburger Standort wird damit zu einem Schlüsselstandort für die Realisierung der erweiterten Reichweite der A321XLR, einem Verkaufsschlager mit derzeit über 500 Bestellungen. Augsburg als Technologiezentrum für die A321XLR Der Airbus-Standort Augsburg nimmt mit der neuen Fertigungsstätte eine Schlüsselposition innerhalb des Airbus-Verbundes ein. André Walter, Chef der zivilen Flugzeugproduktion von Airbus in Deutschland, betonte die strategische Bedeutung der Investition: „Der Airbus-Standort Augsburg ist maßgeblich an der Fertigung der A321XLR beteiligt. Mit unserer neuen hochmodernen Fertigungshalle für den RCT bauen wir nun die Kapazitäten zur Herstellung von A321-Flugzeugrümpfen aus und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung unseres Ratenhochlaufs.“ Die neue Produktionshalle erstreckt sich über nahezu 12.000 Quadratmeter und bietet Arbeitsplätze für mehr als 250 Beschäftigte. Sie ist mit modernster Technologie, einem hohen Grad an Automatisierung und Digitalisierung ausgestattet. Hier werden vorgefertigte Unterbaugruppen zu einem vollständigen RCT-Modul verbunden und abgedichtet. Anschließend erfolgt die Installation von elektrischen Komponenten, dem Kraftstoffsystem, der Hydraulik, Pumpen und Ventilen, bevor das Modul einem Dichtigkeitstest unterzogen wird. Der fertige RCT wird danach zum Airbus-Standort Hamburg transportiert, wo er fest in die hintere Sektion

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Ryanair kritisiert hohe Standortkosten in Deutschland scharf

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat anläßlich der Veröffentlichung ihres deutschen Verkehrsupdates für August erneut die hohen Zugangskosten am Standort Deutschland scharf kritisiert. Die Airline bezeichnete Deutschland aufgrund der exorbitanten Luftverkehrssteuer sowie der hohen Flugsicherungs-, Sicherheits- und Flughafengebühren als den „am schlechtesten abschneidenden Luftverkehrsmarkt in Europa“. Die Zahlen für August belegten laut Ryanair, daß der deutsche Luftverkehr weiterhin deutlich unter dem Vor-Krisen-Niveau liege. Besonders teure Flughäfen wie Dresden (minus 62 Prozent unter Vorkrisenniveau), Berlin (minus 72 Prozent) und Leipzig (minus 77 Prozent) befänden sich im Sinkflug. Der gesamte deutsche Luftverkehrsmarkt erreichte 2025 nur eine Erholung von 91 Prozent im Vergleich zu 2019. Dies stehe in starkem Gegensatz zu Ländern wie Irland, Ungarn und Polen, die ihre Luftverkehrssteuern abgeschafft und die Zugangskosten gesenkt hätten, um das Wachstum nach der Covid-Krise zu fördern und in denen die Verkehrserholung über 100 Prozent liege. Die Fluggesellschaft moniert das anhaltende Versäumnis der Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag zugesagte Senkung der Zugangskosten umzusetzen. Ryanair fordert die Bundesregierung erneut dringend auf, das Luftverkehrssystem in Deutschland durch die Abschaffung der schädlichen Luftverkehrssteuer und die Senkung von Flugsicherungs- und Sicherheitsgebühren zu sanieren. Der Chief Marketing Officer (CMO) von Ryanair, Dara Brady, kündigte an, daß die Fluggesellschaft andernfalls gezwungen sei, die Kapazität im Winter 2025 weiter zu reduzieren, was die Anbindung und Erholung des Tourismus zusätzlich schwächen werde. Sollte die Regierung jedoch handeln, stellte Ryanair eine Verdoppelung des Verkehrsaufkommens in Aussicht, verbunden mit einer Investition von drei Milliarden US-Dollar in neue Flugzeuge und Strecken.

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Streit um Gebühren und Slots: Ryanair setzt Tel-Aviv-Flüge länger aus

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat am 30. September bekanntgegeben, daß sie ihre Flüge von und nach Tel Aviv für den kommenden Winterflugplan aussetzen wird. Die Entscheidung betrifft den Verlust von rund einer Million Sitzplätzen und die Einstellung von 22 Routen. Als maßgebliche Gründe nannte Ryanair nicht primär die anhaltende Sicherheitslage in Israel, sondern die Weigerung des Flughafens Ben Gurion, die historischen Slots für den Sommerflugplan 2026 zu garantieren. Darüber hinaus kritisiert die Airline die wiederholte und als willkürlich empfundene Schließung des Low-Cost-Terminals 1, welche Ryanair dazu zwinge, in das deutlich teurere Terminal 3 auszuweichen und die damit verbundenen höheren Gebühren zu tragen. Ryanair stellt klar, daß sie diese Zusatzkosten nicht mehr akzeptieren werde, solange der Flughafen die Low-Cost-Vereinbarungen nicht einhalte. Verfahrensstreit um Low-Cost-Terminal und Slots Der Kern des Konflikts liegt in der operativen und finanziellen Abwicklung der Ryanair-Flüge am Flughafen Ben Gurion (TLV). Ryanair, die sich selbst als Europas „Fluggesellschaft Nr. 1“ bezeichnet, ist darauf angewiesen, ihre Flüge über das speziell für Low-Cost-Carrier vorgesehene Terminal 1 abzuwickeln, um ihre günstigen Tarife zu realisieren. In der Vergangenheit sei der Flugbetrieb nach Tel Aviv mehrfach durch äußere Umstände, wie die Sicherheitslage im israelischen Luftraum, beeinträchtigt worden. Hinzu kamen jedoch nach Angaben von Ryanair dreimalige Entscheidungen des Flughafens, das Terminal 1 zu schließen und die Airline in das kostspieligere Terminal 3 zu drängen. Da Ryanair die Tickets unter der Kalkulation der Terminal 1-Gebühren verkauft habe, seien die Flüge durch die hohen Kosten des Terminal 3 unrentabel geworden. Ein Sprecher von Ryanair machte die

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LOT Polish Airlines eröffnet neue Route nach Stavanger

Die polnische Fluggesellschaft LOT Polish Airlines, Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance, erweitert ihr europäisches Streckennetz um eine weitere Destination in Norwegen. Ab dem 24. November 2025 wird die Airline viermal wöchentlich die Verbindung von Warschau nach Stavanger anbieten. Die neue Route wird ganzjährig bedient und soll die Anbindung Polens an den Norden Europas stärken. Stavanger, im Südwesten Norwegens gelegen, gilt zwar als Tor zur berühmten Fjordlandschaft des Landes, ist aber zugleich das Zentrum der norwegischen Erdölindustrie. Die Stadt ist damit nicht nur für den Tourismus, sondern auch für Geschäftsreisende von Bedeutung, welche die neue direkte Flugverbindung nutzen können. LOT Polish Airlines plant, die Flüge jeweils am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag durchzuführen. Zum Einsatz auf der Strecke kommen Flugzeuge des Typs Boeing 737 MAX 8, die über zwei Serviceklassen verfügen. Die Aufnahme der neuen Verbindung nach Stavanger ist Teil der anhaltenden Expansionsstrategie von LOT Polish Airlines. Die Fluggesellschaft hat in jüngster Zeit bereits neue Strecken zu mehreren wichtigen europäischen Zielen in ihr Programm aufgenommen. Dazu zählen unter anderem Flüge nach Lissabon (Portugal), auf die Insel Malta, in die isländische Hauptstadt Reykjavik sowie nach Thessaloniki in Griechenland. Mit der Anbindung von Stavanger vertieft die polnische Nationalairline die Konnektivität zwischen Ost- und Nordeuropa.

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