November 25, 2025

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November 25, 2025

Flughafen Hahn positioniert sich mit kasachischem Partner als wichtige Drehscheibe im Europa-Asien-Verkehr

Der Flughafen Hahn im Hunsrück baut seine internationale Frachtkapazität strategisch aus. Durch die Bekanntgabe einer Kooperation mit dem Aktau International Airport in Kasachstan soll der Cargo-Bereich des rheinland-pfälzischen Flughafens maßgeblich weiterentwickelt werden. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan zu vertiefen und den Hahn als bedeutendes Transitfracht-Drehkreuz auf den Strecken zwischen Europa und Asien zu etablieren. Erste Erfolge der Zusammenarbeit sind bereits sichtbar: Zwei Frachtflüge wurden bereits durchgeführt, zwei weitere sind in Kürze geplant, was die vielversprechenden Frachtpotenziale zwischen den Regionen belegt. Der strategische Wert des Flughafens Aktau Der Aktau International Airport (SCO) liegt strategisch günstig am Kaspischen Meer und dient als wichtige Schnittstelle für den Güterverkehr zwischen Ost und West. Seine geografische Position ermöglicht es, als zentrales Tor für den Luftfrachtverkehr über die transkaspische Route oder die sogenannten Mittleren Korridore aufzutreten. Aktau wird somit als Flughafen mit hohem Potenzial für die Entwicklung und den Aufbau eines Transitfracht-Drehkreuzes auf den Strecken zwischen Europa und Asien angesehen. Die traditionellen Luftfrachtrouten zwischen Europa und Asien, die oft den russischen Luftraum nutzten, sind aufgrund geopolitischer Konflikte und Sanktionen stark beeinträchtigt. Dies hat zu einer massiven Verschiebung von Frachtströmen geführt und die Bedeutung alternativer Routen, wie jene über Kasachstan und Zentralasien, signifikant erhöht. Die Zusammenarbeit mit Aktau ermöglicht es dem Flughafen Hahn, direkt an diesen neu entstehenden, strategisch wichtigen Frachtkorridoren teilzuhaben und seine Position in einem sich dynamisch verändernden globalen Logistikmarkt zu stärken. Fokus auf Frachtgeschäft und operative Synergien Die Partnerschaft zwischen dem Flughafen Hahn und dem Aktau International Airport

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Johann Strauss Festjahr 2025 geht mit Gala und Kino-Retrospektive zu Ende

Das Festjahr Johann Strauss 2025 Wien, eine Initiative der Wien Holding, tritt mit dem Programmschwerpunkt „Wien in Strauss und Braus“ in seine letzte Phase ein. Der abschließende Veranstaltungsreigen im Dezember beleuchtet die Facetten des Walzerkönigs von Filmgeschichte bis zur zeitgenössischen Tanzinterpretation. Höhepunkt ist die feierliche Abschlussgala am Silvesterabend im Theater an der Wien. Zwischen dem 11. und 30. Dezember lädt das Filmarchiv Austria ins METRO Kinokulturhaus zur Retrospektive „Walzerkönig & Kino“ ein. Die filmhistorische Reise zeigt, welche Spuren Johann Strauss im internationalen Kino hinterlassen hat. Die Auswahl reicht von Klassikern wie Alfred Hitchcocks Waltzes from Vienna und Willi Forsts Wiener Blut bis hin zu Stanley Kubricks Einsatz des Walzers in 2001: A Space Odyssey. Ein weiteres zentrales Ereignis ist die österreichische Erstaufführung des Tanzstücks „Imperial Ball“ von Star-Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui ab dem 3. Dezember in der Halle E im MuseumsQuartier Wien. Die Produktion, die nach erfolgreicher Premiere in Genf nach Wien kommt, wird gemeinsam mit dem Ensemble des Ballet du Grand Théâtre de Genève und live begleitet vom Wiener KammerOrchester unter der Leitung von Constantin Trinks inszeniert. Das Stück soll festliche Traditionen befragen und neu beleuchten. Der offizielle Abschluss des Jubiläumsjahres findet am 31. Dezember 2025 im Theater an der Wien statt. Unter dem Titel „By(e) Strauss“ wird mit prominenten Künstlern wie Nikolaus Habjan, Martin Grubinger und Ankathie Koi, die bereits die Eröffnung gestalteten, sowie weiteren Gästen wie Max Emanuel Cencic und Miriam Kutrowatz, ein musikalischer Abschiedsgruß gefeiert. Das Programm umfasst zudem letzte Vorstellungen von Strauss-Operetten wie Aschenbrödels Traum

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Strategische Neuausrichtung im Norden: Finnair plant Milliardeninvestition in die Europa-Flotte nach dem Wegfall des Asien-Vorteils

Die finnische Fluggesellschaft Finnair steht vor einer fundamentalen strategischen Neuausrichtung und kündigt eine umfangreiche Investition in ihre Kurz- und Mittelstreckenflotte an. In den Jahren 2026 bis 2029 plant der Carrier, zwischen 2,0 und 2,5 Milliarden Euro in neue Flugzeuge zu investieren. Diese massive Flottenerneuerung ist die direkte Konsequenz aus dem Wegfall des langjährigen Wettbewerbsvorteils auf den lukrativen Asien-Routen. Seit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine ist der effiziente Flugverkehr über den russischen Luftraum nach Asien blockiert, was Finnair zur Neupositionierung im europäischen Markt zwingt. Die Verhandlungen mit Flugzeugherstellern und Leasinggesellschaften sind bereits im Gange, wobei das Management in Helsinki auch die kurzfristige Beschaffung gebrauchter Flugzeuge prüft, um das Angebot schnell auszuweiten. Das Ende des strategischen Standortvorteils Über viele Jahre hinweg profitierte Finnair von einer einzigartigen geografischen Position. Der Flughafen Helsinki-Vantaa diente als idealer Hub, um Ziele in Asien effizient und zeitsparend über den russischen Luftraum anzufliegen. Diese Abkürzung ermöglichte es Finnair, kürzere Flugzeiten und geringere Betriebskosten im Vergleich zu vielen europäischen Konkurrenten zu erzielen, die aufgrund der geografischen Lage gezwungen waren, südlichere oder längere Routen zu nutzen. Der Carrier hatte sich dementsprechend strategisch stark auf den lukrativen Transitverkehr zwischen Europa und Asien konzentriert. Mit der Verhängung von Sanktionen und der gegenseitigen Schließung des russischen Luftraums für westliche Fluggesellschaften im Jahr 2022 änderte sich die Geschäftsgrundlage von Finnair abrupt und dramatisch. Flüge nach Asien müssen nun lange Umwege fliegen, oft südlich entlang der russischen Grenze oder über den Südpazifik, was die Flugzeiten drastisch verlängert, den Treibstoffverbrauch erhöht und die Attraktivität der

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Lufthansa und Deutsche Bahn planen Gepäckservice für intermodales Reisen

Die Fluggesellschaft Lufthansa und die Deutsche Bahn (DB) arbeiten intensiv an der Weiterentwicklung ihres intermodalen Reiseangebots. Ziel ist es, die Vernetzung von Flug- und Bahnreisen für Passagiere deutlich zu verbessern und so den Komfort zu erhöhen. Im Fokus der aktuellen Gespräche steht die Einführung eines durchgehenden Service für das Aufgabegepäck. Lufthansa-Chef Jens Ritter äußerte gegenüber der Funke-Mediengruppe den Wunsch, dass Passagiere künftig ihr Gepäck bereits an Fernverkehrsbahnhöfen wie Hamburg oder Köln einchecken könnten, um es erst am Zielflughafen ihres Langstreckenfluges wieder in Empfang zu nehmen. Dies würde den Umstieg am Flughafen, insbesondere am Drehkreuz Frankfurt, erheblich vereinfachen und die Attraktivität der kombinierten Reisekette steigern. Bereits im vergangenen Jahr nutzten über 500.000 Passagiere das Express-Rail-Angebot von Lufthansa und DB für ihre An- und Abreise zum Flughafen Frankfurt am Main. Die Kooperation zwischen den beiden Unternehmen hat in jüngster Zeit bereits zur Ausweitung der Gültigkeit des Express-Rail-Tickets auf den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) seit März 2025 geführt, was die letzte Meile der Reise erleichtert. Neben der Gepäcklösung erneuerte Ritter auch die Forderung nach einer besseren Bahnanbindung für das zweite große Drehkreuz der Lufthansa. Er forderte explizit, das Schienennetz um einen ICE-Anschluss an den Flughafen München zu erweitern. Die Bemühungen um einen durchgängigen Gepäckservice sind in der Luftfahrtbranche nicht neu und gelten als wichtiger Schritt zur Optimierung des Kundenerlebnisses im intermodalen Verkehr. Die Umsetzung der Gepäcklogistik gilt als technisch und organisatorisch anspruchsvoll, könnte aber das Reisen von und zu Regionalstandorten in Deutschland deutlich komfortabler gestalten und das Langstreckenangebot von Lufthansa für Reisende aus ganz

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Zwischen technischer Vision und realer Emissionszunahme: Die konträren Pfade des globalen Luftverkehrs

Der globale Passagierluftverkehr nähert sich trotz geringer Effizienzsteigerungen wieder dem Emissionsniveau vor der weltweiten Gesundheitskrise. Während die gemeinnützige Organisation Atmosfair vor einem Scheitern der Branche bei der Einhaltung internationaler Klimaziele warnt und eine höhere steuerliche Belastung für emissionsintensive Segmente fordert, präsentiert die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) parallel eine Studie, die erhebliche technische Sparpotenziale aufzeigt. Die DGLR sieht die Möglichkeit, den Energieverbrauch künftiger Flugzeuggenerationen durch Innovationen in Aerodynamik und Antrieb um bis zu 50 Prozent zu senken. Dieses Spannungsfeld zwischen der gegenwärtigen, durch steigende Passagierzahlen getriebenen Emissionszunahme und den ambitionierten, aber noch nicht realisierten technischen Möglichkeiten prägt die Debatte um die Zukunft des Flugverkehrs. Die Realität der Emissionen: Rückkehr zum Vorkrisenniveau Nach der Analyse von Atmosfair liegt der Passagierluftverkehr mit seinen Emissionen nahezu wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie. Dieser Anstieg ist primär auf die rasch steigenden Passagierzahlen zurückzuführen, während die Effizienzgewinne der Branche unzureichend bleiben. Seit 2019 konnte die Luftfahrt lediglich eine Effizienzsteigerung von durchschnittlich 7,5 Prozent verzeichnen, was einem jährlichen Zuwachs von durchschnittlich 1,5 Prozent entspricht. Dieser Wert liegt unter dem von der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (icao) angestrebten Zielwert von zwei Prozent jährlicher Effizienzverbesserung. Das Klimaranking von Atmosfair verdeutlicht, dass die Effizienzunterschiede zwischen den Fluggesellschaften beträchtlich sind. Die Fluglinien Air Europa und Iberia erzielten mit 75 bis 80 von 100 möglichen Punkten Bestwerte. Unter den deutschen Carriern liegt Tuifly mit 76 Punkten an der Spitze, während große Netzwerkträger wie Lufthansa (60 Punkte) und Swiss (54 Punkte) aufgrund eines hohen Anteils an Business- und First-Class-Sitzen schlechter

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Entlastung durch Bundesregierung: Lufthansa verzichtet vorerst auf weitere Streckenstreichungen

Die Lufthansa hat infolge einer angekündigten Senkung der Luftverkehrsteuer durch die Bundesregierung entschieden, vorerst auf weitere Streckenstreichungen im innerdeutschen Flugplan zu verzichten. Diese Entscheidung stabilisiert das aktuelle Netz und verhindert weitere Angebotsrücknahmen, die zuvor aufgrund der hohen hoheitlichen Standortkosten in Deutschland erwogen wurden. Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter erklärte gegenüber der Funke-Mediengruppe, dass die Airline im Sommerflugplan keine weiteren innerdeutschen Strecken streichen werde. Von dieser Entscheidung profitiert insbesondere der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO), dessen wichtige Anbindung an das Langstreckendrehkreuz München (MUC) somit gesichert bleibt. Auch für die Standorte Dresden, Bremen und Hannover plant die Lufthansa vorerst keine weiteren Angebotskürzungen. Parallel dazu wird auch die Konzerntochter Eurowings ihren innerdeutschen Flugplan nicht weiter reduzieren. Hintergrund der Kehrtwende ist die politische Reaktion auf die anhaltende Kritik der Luftfahrtbranche an den hohen Standortkosten. Die Bundesregierung plant, die Ticketsteuer für Flugreisen zum 1. Juli 2026 zu senken. Dieses Entlastungspaket soll die Branche um rund 350 Millionen Euro entlasten und soll auch mögliche Entlastungen bei den Gebühren umfassen. Die Fluggesellschaften argumentieren seit langem, dass die hohen Abgaben und Gebühren im internationalen Vergleich die innerdeutschen Flüge unrentabel gemacht hätten. Die angekündigte Entlastung kommt in letzter Minute, da der innerdeutsche Flugverkehr der Lufthansa-Gruppe bereits massiv dezimiert wurde. Seit 2019 sind rund 50 Prozent der innerdeutschen Flüge weggefallen, was etwa 1.000 Starts pro Woche entspricht. Die Flughäfen Friedrichshafen und Paderborn haben ihren Lufthansa-Anschluss in diesem Zeitraum komplett verloren. Die nun in Aussicht gestellte Senkung der Luftverkehrsteuer soll eine weitere schleichende Reduzierung des deutschen Flugnetzes verhindern und die Konnektivität für die Wirtschaft sichern.

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