November 27, 2025

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November 27, 2025

Deutsche Flughäfen rüsten sich für den Winter: Spezialtechnik und Automatisierung im Einsatz

Die deutschen Flughäfen haben die ersten Einsätze ihrer Winterdienste erfolgreich absolviert und signalisieren damit ihre hohe Bereitschaft für die bevorstehende Kälteperiode. Trotz der Witterung lief der Flugbetrieb an den Standorten bislang reibungslos. Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, hob den enormen finanziellen und personellen Aufwand hervor, mit dem die Flughäfen den Flugverkehr auch bei Schnee und Eis so störungsfrei wie möglich aufrechterhalten. Die ersten erfolgreichen Einsätze belegten, dass die Winterdienste auf höchstem Niveau arbeiteten. Zur Bewältigung der Winterbedingungen steht an Deutschlands Flughäfen eine hochspezialisierte Flotte von mehr als 1.100 Winterdienstfahrzeugen bereit. Dazu gehören Streuer, leistungsstarke Kehrblasgeräte und Fräsen, die Flächen von der Größe eines Fußballfeldes in wenigen Minuten vollständig räumen können. Ergänzt wird die Technik durch eingespielte Personalstrukturen: Ein fester Mitarbeiterstamm wird bei Bedarf kurzfristig durch mehrere hundert zusätzliche Kräfte verstärkt, um Sonderschichten abzudecken. Im Fokus der Winterdienste stehen die Flächenenteisung von Start- und Landebahnen, Rollwegen, Vorfeldern und Betriebsstraßen sowie die Flugzeugenteisung ab Außentemperaturen von +5°C. Neben dem Einsatz konventioneller Fahrzeuge positionieren sich Flughäfen als Innovationshotspots. Die zunehmende Integration von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz in die Betriebsprozesse ist hier ein wichtiger Trend. Insbesondere autonome Winterdienstfahrzeuge, die GPS-gesteuert und rund um die Uhr einsatzbereit sind, gelten als großer Vorteil. Sie könnten in den klar strukturierten, kontrollierten Umgebungen der Flughäfen das Personal entlasten, besonders bei schlechter Sicht. Wenn sich diese Technologien als wirtschaftlich und zuverlässig erweisen, könnten autonome Winterdienste in wenigen Jahren zum Standard an deutschen Flughäfen werden, wobei neue Arbeitsfelder in Wartung und Überwachung entstehen. Trotz aller intensiven, ganzjährigen Vorbereitung durch

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DOT-Chef warnt vor Stillstand bei Modernisierung des ATC-Systems

Die Modernisierung des amerikanischen Flugverkehrskontrollsystems (atc) steht vor einem signifikanten finanziellen Hindernis. Sean Duffy, Leiter des us-amerikanischen Verkehrsministeriums (dot), warnte eindringlich davor, dass der Kongress zusätzlich zu den bereits genehmigten 12,5 Milliarden Dollar im Jahr 2025 weitere 19 bis 20 Milliarden Dollar bewilligen müsse, bevor mit der vollständigen Überholung des in die Jahre gekommenen atc-Netzwerks begonnen werden könne. Die bereits zugesagten Mittel seien lediglich eine Anzahlung für das milliardenschwere Infrastrukturprojekt. Die dringende Notwendigkeit dieser Modernisierung wurde durch den erwarteten Passagierandrang während der Thanksgiving-Feiertage am 25. November 2025 am Newark Liberty International Airport (ewr) erneut unterstrichen. Duffy betonte, dass das aktuelle System, das teilweise noch auf jahrzehntealter Technologie wie Disketten und Papierstreifen basiere, dem rasant wachsenden Verkehrsaufkommen und den Anforderungen neuer Technologien wie eVTOLs (elektrische Senkrechtstarter) nicht gewachsen sei. Der finanzielle Engpass: 19 Milliarden Dollar fehlen Die Vereinigten Staaten stehen vor der größten Modernisierung ihres Luftverkehrskontrollsystems seit den 1960er-Jahren. Der Plan, der im Mai 2025 von der Trump-Administration angekündigt wurde, sieht den Bau von sechs neuen atc-Zentren und 15 neuen Towers mit angegliederten tracons (Terminal Radar Approach Control Facilities) vor. Die oberste Priorität ist jedoch die umfassende Modernisierung der bestehenden Netzwerke von Radaranlagen, Funkgeräten, Überwachungs- und Automatisierungssystemen. Sean Duffy machte am Flughafen Newark deutlich, dass der Prozess ohne die vollständige Finanzierung nicht anlaufen könne: „In der Big Beautiful Bill haben wir 12,5 Milliarden Dollar erhalten, um den Prozess zu starten. Wir benötigen weitere 19 bis 20 Milliarden Dollar, um den Prozess abzuschließen. Wir können den Prozess nicht starten, bis der Kongress

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Lufthansa Cargo und CEVA Logistics besiegeln umfangreiche SAF-Zusammenarbeit

Lufthansa Cargo und der Logistikdienstleister CEVA Logistics haben das im Sommer angekündigte Memorandum of Understanding (MoU) über den Einsatz von Sustainable Aviation Fuel (SAF) in eine verbindliche Rahmenvereinbarung überführt. Die Unterzeichnung des Vertrags erfolgte am 21. November in Paris. Mit der Einigung verpflichtet sich CEVA Logistics zu einem SAF-Einsatz, der dem Unternehmen für das Jahr 2025 eine Reduktion von 8.000 Tonnen CO₂ anrechnen lässt. Der nun bis Ende 2028 ausgerichtete Rahmenvertrag baut auf einer langjährigen, vertrauensvollen Zusammenarbeit beider Unternehmen auf und soll die Partnerschaft im Bereich der Logistiklösungen langfristig stärken. Loic Gay, Global Air & Ocean Products VP bei CEVA Logistics, betonte, dass die Vereinbarung einen bedeutenden Schritt darstellt, um den CO₂-Ausstoß messbar zu verringern und die Lieferketten effizienter zu gestalten. Besonders wichtig sei dabei die Zusammenarbeit mit einem Partner, der höchste Transparenz und klare Standards bei der Zertifizierung gewährleistet. Auch für Lufthansa Cargo ist der Vertrag ein Zeichen für die enge und konstruktive Partnerschaft, die sich besonders bei strategischen Zukunftsthemen bewährt. Anand Kulkarni, Head of Global Markets bei Lufthansa Cargo, hob den klaren Willen von CEVA Logistics hervor, einen wirksamen Beitrag zur Dekarbonisierung der Luftfracht zu leisten. Er betonte, dass Klimaschutz entschlossenes Handeln und starke Partnerschaften erfordere und die nun geschlossene Vereinbarung eine solide Grundlage für weitere gemeinsame Fortschritte schaffe. Der Rahmenvertrag strukturiert zudem die künftige Zusammenarbeit im SAF-Bereich und ermöglicht weitere Maßnahmen. Das eingesetzte SAF wird ausschließlich aus Abfall- und Reststoffen gewonnen und ist palmölfrei. Die Emissionsminderungen werden CEVA Logistics transparent durch auditierte „Emission Mitigation Certificates“ bestätigt, basierend

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Britische Regierung präferiert die längere Third-Runway-Option für Heathrow

Die britische Regierung hat eine richtungsweisende Entscheidung bezüglich der seit Langem diskutierten Erweiterung des Flughafens London Heathrow getroffen. Sie hat sich für den Vorschlag von Heathrow Airport Limited (hal) zum Bau der dritten Start- und Landebahn entschieden. Dieser Entwurf sieht eine längere Piste vor, die die Umführung eines Abschnitts der Autobahn m25 erfordert – eine logistische Herausforderung, die von der Regierung jedoch als „am besten realisierbar“ (most deliverable) eingestuft wird. Trotz der komplexen Bauanforderungen und der Notwendigkeit weiterer Genehmigungsschritte markiert diese Entscheidung einen wichtigen Fortschritt im langwierigen Planungsprozess für den größten und am stärksten ausgelasteten Flughafen Großbritanniens, der dringend Kapazitäten benötigt, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Das Rennen um die Piste: HAL setzt sich durch Für das geplante Erweiterungsprojekt lagen zwei Hauptvorschläge vor: einer von Heathrow Airport Limited (hal) und ein alternativer Entwurf der Arora Group. Der nunmehr präferierte hal-Vorschlag sieht eine rund 3.500 Meter lange Piste vor. Das wesentliche, aber unvermeidliche Hindernis dieses Entwurfs liegt in der Kollision mit der M25, einer der wichtigsten und meistbefahrenen Autobahnen Großbritanniens, am westlichen Rand des Flughafengeländes. Die Umlegung eines Teilstücks der Autobahn wird ein umfangreiches Bauprojekt darstellen und erhebliche logistische Planung erfordern. Im Gegensatz dazu hatte die Arora Group eine kürzere Pistenvariante vorgeschlagen, die eine Umlegung der M25 vermieden hätte. Transportministerin Heidi Alexander übermittelte dem Parlament jedoch eine schriftliche Erklärung, in der sie die Entscheidung zugunsten des hal-Entwurfs begründete. Die Regierung sieht den hal-Vorschlag als die realistischste Option an, die die größte Wahrscheinlichkeit bietet, das politische Ziel einer Entwicklungsentscheidung noch

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Reisetrends 2026: Authentizität und Entdeckung des Unbekannten im Fokus

Das Reisejahr 2026 wird von einem bewussteren Reiseverhalten der Konsumenten geprägt sein, die Sinn, kulturellen Austausch und aktive Entschleunigung suchen. Dies geht aus aktuellen Umfragen und Analysen hervor, die eine Verschiebung der Präferenzen hin zu authentischen und tiefgreifenden Erlebnissen aufzeigen. Der Spezialist für Wander-Erlebnisreisen, Weltweitwandern, identifiziert auf dieser Grundlage vier zentrale Reisetrends, die das kommende Jahr bestimmen werden. Einer der Haupttrends ist der Wunsch nach „Detour Destinations“ – inspirierenden Reisezielen abseits der überlaufenen Touristenpfade. Christian Hlade, Gründer von Weltweitwandern, empfiehlt in diesem Zusammenhang besonders Kasachstan und Kirgistan für Reisende, die Ursprünglichkeit und Weite erleben möchten. Als weiteres Segment gewinnen sogenannte „Once-in-a-Lifetime-Reisen“ an Bedeutung, bei denen kulturelles Eintauchen und tiefe Einblicke im Vordergrund stehen. Hlade nennt hier Japan als Beispiel, wo Pilgerwanderungen und der Austausch mit lokalen Führern unvergessliche Erinnerungen schaffen. Ein weiterer starker Trend ist das Bedürfnis nach „Off the Grid“-Erlebnissen, um dem digitalen Dauerstress zu entkommen und bewusst abzuschalten. Laut Hlade bietet das Wandern in abgelegenen Regionen eine wohltuende mentale Entschleunigung. Seine Empfehlung hierfür ist die Wüste von Marokko, die fernab des digitalen Alltags zur Ruhe einlädt. Dieser Wunsch nach Abschalten und Stille wird durch den ungebrochenen Trend zu Naturerlebnisreisen ergänzt. Studien belegen, dass Zeit in der Natur Stress reduziert und neue Energie liefert. Hier wird die Atlantikinsel Madeira als ideales Ziel hervorgehoben, die mit ihrer spektakulären Küste, den Levada-Wanderwegen und der Pflanzenvielfalt lockt. Zusammenfassend zeigen die ermittelten Reisetrends, dass Reisende im Jahr 2026 weniger an oberflächlichem Sightseeing und mehr an persönlichen, unvergesslichen und achtsamen Erfahrungen interessiert sind. Der

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FAA reagiert mit massiven Bußgeldern auf Missachtung von Notfallanordnung während der Regierungsschließung

Die Federal Aviation Administration (FAA) in den Vereinigten Staaten bereitet sich darauf vor, empfindliche zivilrechtliche Strafen gegen eine Reihe von Fluggesellschaften zu verhängen. Der Grund: Zahlreiche Carrier sind einer behördlich angeordneten Reduzierung der Flugpläne, die während der jüngsten us-Regierungsschließung erlassen wurde, in erheblichem Maße nicht nachgekommen. Die Notfallanordnung forderte Fluggesellschaften auf, ihre Operationen an rund 40 großen Flughäfen im ganzen Land zu drosseln, um den Druck auf die unterbesetzten Flugverkehrskontrolleinrichtungen (atc) zu mindern und die Flugsicherheit zu gewährleisten. Eine spätere Überprüfung der Flugpläne und Zeitdaten enthüllte jedoch, dass viele Airlines nahezu ihre normalen Flugpläne beibehielten. Diese Konfrontation macht deutlich, wie politische Blockaden und die daraus resultierenden Sicherheitsanordnungen Fluggesellschaften einem hochpolitisierten finanziellen Risiko aussetzen. Verstoß gegen Notfallanordnung e11-6-25 Mitten in der Regierungsschließung sah sich die FAA gezwungen, die Notfallanordnung 11-6-25 zu erlassen. Diese zielte darauf ab, die Anzahl der inländischen Tagesflüge an 40 als „high-impact airports“ eingestuften Flughäfen zu reduzieren. Die Begründung für diese Kapazitätsbeschränkung war der Personalmangel bei den Fluglotsen. Die ursprüngliche Anordnung sah eine Kürzung der Flüge von zunächst rund vier Prozent vor, welche später auf etwa zehn Prozent ausgeweitet wurde. Als sich die Personalsituation in den Kontrolltürmen entspannte und eine Einigung zur Wiederaufnahme der Regierungsgeschäfte absehbar war, reduzierte die FAA die verpflichtenden Kürzungen schrittweise auf sechs Prozent und zuletzt auf rund drei Prozent, bevor die Einschränkungen Mitte November vollständig aufgehoben wurden. Flugverfolgungsdaten deuten jedoch darauf hin, dass die Fluggesellschaften die Vorgaben weitgehend ignorierten. Berichten zufolge stornierten die Airlines am letzten vollen Tag unter der Anordnung lediglich etwa 0,25

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Wiener Hotellerie meldet Vollauslastung zu den Adventwochenenden

Die Wiener Hotellerie startet mit exzellenten Aussichten in die diesjährige Weihnachtssaison. Die Beherbergungsbetriebe der österreichischen Hauptstadt verzeichnen für das erste Adventwochenende und die folgenden Wochenenden bis zum 24. Dezember eine nahezu komplette Auslastung. Laut Felix Neutatz, Obmann der Fachgruppe Hotellerie in der Wirtschaftskammer Wien (WKW), betrifft diese Hochsaison alle Hotelkategorien, von einfachen Unterkünften bis hin zum Luxussegment. Neutatz bestätigte, dass die aktuelle Buchungslage für die Adventwochenenden über dem Niveau des Vorjahres liegt und eine Vollauslastung der Hotels erwartet wird. Auffällig sei der Trend, dass Wochenend-Gäste vermehrt bereits am Donnerstag anreisen. Dies ist für die Branche besonders vorteilhaft, da die traditionell starke Nachfrage von Geschäftsreisen im Dezember typischerweise zurückgeht. Die hohe Beliebtheit der Wiener Adventmärkte hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die vormals schwächere zweite Novemberhälfte und die Weihnachtszeit im Dezember zu einer der stärksten Perioden für die Hotellerie avanciert sind. Die Gäste, die den Wiener Advent besuchen, sind international geprägt. Der Obmann der Hotellerie-Fachgruppe spricht vom klassischen Wiener Touristen-Mix, bestehend aus Amerikanern, Gästen aus Deutschland und der Schweiz sowie dem übrigen Europa. Aufgrund dieser hohen Nachfrage konnten die lukrierten Zimmerpreise in einem zufriedenstellenden Rahmen gehalten werden. Dies sei ein wichtiger Faktor für die Hotels, um das Geschäftsjahr 2025 mit einem soliden Ergebnis abschließen zu können. Der Tourismus in der Bundeshauptstadt ist somit weiterhin ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der gerade in den kalten Monaten für Stabilität sorgt. Die Stadt Wien setzt auch in diesem Jahr stark auf das touristische Potenzial der Weihnachtsmärkte. Zusätzliche Quellen bestätigen, dass die Hotelpreise in Wien im Dezember traditionell

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