Dezember 9, 2025

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Dezember 9, 2025

Lufthansa strafft ihr Regionalgeschäft: Neue Dachgesellschaft steuert CityLine und City Airlines

Die Lufthansa Group hat mit der Gründung der neuen Tochtergesellschaft Lufthansa Aviation einen strategischen Schritt zur Neuordnung und Konzentration ihres Regionalflugbetriebs unternommen. Diese neue Einheit dient als gemeinsame Führungs- und Koordinationsstelle für die beiden regionalen Kapazitätsanbieter des Konzerns, Lufthansa CityLine und die jüngst gegründete Lufthansa City Airlines. Während die beiden Fluggesellschaften vorerst als eigenständige Betriebe bestehen bleiben, sieht der langfristige Plan des Konzerns die schrittweise Einstellung des Betriebs von Lufthansa CityLine zugunsten einer vollständigen Überführung aller Flugzeuge und operativen Aufgaben an Lufthansa City Airlines vor. Dieser Konsolidierungsschritt soll Verwaltungsprozesse und Wartungsabläufe optimieren und eine reibungslosere Steuerung des regionalen Flugnetzes gewährleisten. Die neue Führungsstruktur soll in einem hart umkämpften Marktsegment zu einer effizienteren Nutzung der Flotte und des Personals beitragen. Die Lufthansa Aviation hat ihren Hauptsitz am Flughafen München und wird von Peter Albers geleitet, der bereits als Geschäftsführer von Lufthansa City Airlines fungiert. Die Entscheidung zur Schaffung dieser neuen Holding unterstreicht die Bemühungen der Lufthansa Group, ihre Betriebskosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Zubringer- und Regionaldienste zu erhöhen. Strategische Neuausrichtung des Hub-Verkehrs Die Regionalfluggesellschaften spielen eine unverzichtbare Rolle im Geschäftsmodell der Lufthansa Group. Sie sind primär dafür zuständig, Passagiere von kleineren und mittleren Flughäfen zu den großen Drehkreuzen Frankfurt und München zu befördern, von wo aus die Langstreckenflüge der Lufthansa abheben. Diese sogenannten „Feeder“- oder Zubringerflüge sind essenziell, um die Auslastung der Langstreckenflüge zu maximieren und die globale Netzwerkanbindung des Konzerns sicherzustellen. Lufthansa CityLine blickt auf eine jahrzehntelange Geschichte als fester Bestandteil des Konzerns zurück. Das Unternehmen betreibt derzeit

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Hartenberg Holding verkauft slowenisches Wartungsgeschäft an Easyjet

Die Hartenberg Holding, die Investmentgesellschaft des mutmaßlichen künftigen tschechischen Premierministers Andrej Babiš, zieht sich nach acht Jahren vollständig aus dem Luftfahrtgeschäft zurück. Wie aus jüngsten Berichten hervorgeht, übernimmt die große europäische Billigfluggesellschaft Easyjet die slowenische Wartungsfirma Adria Tehnika. Der Verkauf des Unternehmens, das auf die schwere und Linienwartung von Airbus- und CRJ-Flugzeugen spezialisiert ist und am Flughafen Ljubljana eine Fünf-Bay-Wartungshalle betreibt, wurde bereits bestätigt. Der Verkauf von Adria Tehnika an Easyjet unterliegt noch den notwendigen behördlichen Genehmigungen und wird voraussichtlich im ersten Quartal 2026 abgeschlossen. Mit dieser Akquisition sichert sich Easyjet, die eine Flotte von über 350 Airbus A320-Familienflugzeugen betreibt, einen strategisch wichtigen Wartungsstützpunkt in Zentraleuropa. Das MRO-Unternehmen (Maintenance, Repair, Overhaul) Adria Tehnika war Teil der von Hartenberg kontrollierten Avia Prime Gruppe. Diese Gruppe umfasste ehemals auch den polnischen Anbieter Linetech, dessen Anteile Hartenberg bereits zuvor abgegeben hatte. Die Transaktion markiert den Ausstieg der Hartenberg Holding aus dem Luftfahrtsektor, in dem sie seit 2017 mit der Übernahme von Avia Prime aktiv war. Die Holding konzentriert sich künftig auf ihre Kerngeschäfte in Zentraleuropa, darunter konsumentenorientierte Unternehmen, Gesundheitswesen und Immobilien. Zudem steht im Zuge der Konsolidierung der Avia Prime Gruppe auch der Verkauf der serbischen Wartungsstandorte bevor, zu denen unter anderem JAT Tehnika gehört, welches ebenfalls von der Gruppe erworben wurde. Die Übernahme von Adria Tehnika durch Easyjet ist ein weiterer Schritt im Trend der vertikalen Integration in der Luftfahrtindustrie, bei dem große Fluggesellschaften Wartungsdienstleistungen ins eigene Haus holen. Easyjet verspricht sich davon eine verbesserte Kontrolle über die Wartungspläne und die Betriebskosten

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