
Lufthansa Cargo stoppt Militärtransporte nach Tel Aviv
Die Frachttochter der Lufthansa, Lufthansa Cargo, hat mit sofortiger Wirkung einen Transportstopp für „sämtliche militärischen und sicherheitsbezogenen Frachten“ auf der Route nach Tel Aviv verhängt. Diese Entscheidung fiel zeitgleich mit der Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs der Lufthansa-Gruppe in die israelische Metropole und markiert eine Reaktion auf die angespannte geopolitische Lage und die unterschiedlichen Exportkontrollrichtlinien in Europa. Das Frachtunternehmen sieht sich durch die Komplexität internationaler Regelungen und Sanktionen in der Klemme. Der Schritt betrifft sowohl reine Frachtflüge als auch Beiladungen auf Passagierverbindungen. Die Sperre gilt bis auf Weiteres und unterstreicht die Sensibilität von Logistikunternehmen, die im Spannungsfeld von Handelsbeziehungen und außenpolitischen Entscheidungen agieren müssen. Wiederaufnahme des Flugbetriebs und gleichzeitige Restriktionen Nach einer längeren Phase, in der die Lufthansa-Linienflüge nach Tel Aviv aufgrund der Sicherheitslage größtenteils ausgesetzt waren, intensiviert der Luftfahrtkonzern sein Israel-Programm wieder. Im Dezember wurde die Zahl der wöchentlichen Verbindungen von 64 auf 74 erhöht. Diese Normalisierung des Passagier- und Standardfrachtverkehrs kontrastiert jedoch mit der zeitgleichen Verhängung des Frachtstopps für Militärgüter durch die Tochtergesellschaft Lufthansa Cargo. Diese Diskrepanz verdeutlicht die Notwendigkeit einer differenzierten Risikobewertung zwischen zivilem und militärischem Transportgeschäft. Die Wiederaufnahme des zivilen Flugbetriebs ist ein Signal der Normalisierung im kommerziellen Sektor, doch die Frachttochter sah sich gezwungen, eine klar definierte Grenze bei sicherheitsrelevanten Gütern zu ziehen. Diese Notwendigkeit rührt aus den unterschiedlichen nationalen Haltungen zur Waffenlieferung an Israel her. Europäische Exportkontrollrichtlinien als auslösender Faktor Die Begründung für das Embargo liegt laut Lufthansa Cargo in den verschärften britischen Exportkontrollrichtlinien und damit verbundenen Sanktionen. Das Unternehmen teilte mit, dass es aufgrund








