Dezember 9, 2025

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Dezember 9, 2025

Lufthansa Cargo stoppt Militärtransporte nach Tel Aviv

Die Frachttochter der Lufthansa, Lufthansa Cargo, hat mit sofortiger Wirkung einen Transportstopp für „sämtliche militärischen und sicherheitsbezogenen Frachten“ auf der Route nach Tel Aviv verhängt. Diese Entscheidung fiel zeitgleich mit der Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs der Lufthansa-Gruppe in die israelische Metropole und markiert eine Reaktion auf die angespannte geopolitische Lage und die unterschiedlichen Exportkontrollrichtlinien in Europa. Das Frachtunternehmen sieht sich durch die Komplexität internationaler Regelungen und Sanktionen in der Klemme. Der Schritt betrifft sowohl reine Frachtflüge als auch Beiladungen auf Passagierverbindungen. Die Sperre gilt bis auf Weiteres und unterstreicht die Sensibilität von Logistikunternehmen, die im Spannungsfeld von Handelsbeziehungen und außenpolitischen Entscheidungen agieren müssen. Wiederaufnahme des Flugbetriebs und gleichzeitige Restriktionen Nach einer längeren Phase, in der die Lufthansa-Linienflüge nach Tel Aviv aufgrund der Sicherheitslage größtenteils ausgesetzt waren, intensiviert der Luftfahrtkonzern sein Israel-Programm wieder. Im Dezember wurde die Zahl der wöchentlichen Verbindungen von 64 auf 74 erhöht. Diese Normalisierung des Passagier- und Standardfrachtverkehrs kontrastiert jedoch mit der zeitgleichen Verhängung des Frachtstopps für Militärgüter durch die Tochtergesellschaft Lufthansa Cargo. Diese Diskrepanz verdeutlicht die Notwendigkeit einer differenzierten Risikobewertung zwischen zivilem und militärischem Transportgeschäft. Die Wiederaufnahme des zivilen Flugbetriebs ist ein Signal der Normalisierung im kommerziellen Sektor, doch die Frachttochter sah sich gezwungen, eine klar definierte Grenze bei sicherheitsrelevanten Gütern zu ziehen. Diese Notwendigkeit rührt aus den unterschiedlichen nationalen Haltungen zur Waffenlieferung an Israel her. Europäische Exportkontrollrichtlinien als auslösender Faktor Die Begründung für das Embargo liegt laut Lufthansa Cargo in den verschärften britischen Exportkontrollrichtlinien und damit verbundenen Sanktionen. Das Unternehmen teilte mit, dass es aufgrund

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Luftverkehrsbranche steuert trotz globaler Herausforderungen auf neue Rekordgewinne zu

Die internationale Luftfahrtindustrie trotzt politischen Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und anhaltenden Problemen in der Lieferkette der Flugzeughersteller und steuert auf Rekordgewinne zu. Der Weltluftfahrtverband IATA (International Air Transport Association) korrigierte seine Gewinnerwartungen für das laufende Jahr deutlich nach oben und prognostiziert für das Jahr 2026 sogar einen neuen Höchstwert. Demnach wird für das laufende Jahr ein kumulierter Nettogewinn von 39,5 Milliarden US-Dollar erwartet – eine Steigerung um 3,5 Milliarden US-Dollar gegenüber der vorherigen Schätzung im Juni. Für das kommende Jahr 2026 sagte IATA-Chef Willie Walsh der Branche einen historischen Rekordgewinn von 41 Milliarden US-Dollar voraus. Diese optimistischen Aussichten stützen sich auf eine Kombination makroökonomischer Faktoren, darunter ein stabiles Wirtschaftswachstum, eine rückläufige Inflation, die relative Schwäche des US-Dollars und eine Entspannung bei den Treibstoffkosten. Die Schätzungen zeigen jedoch eine signifikante Verschiebung in der regionalen Profitabilität, wobei Europa voraussichtlich Nordamerika als ertragreichste Weltregion ablösen wird. Europa löst Nordamerika als profitabelsten Markt ab Die Prognosen der IATA deuten auf einen bemerkenswerten Wechsel an der Spitze der globalen Profitabilität hin. Europa wird voraussichtlich zum neuen Spitzenreiter aufsteigen, während Nordamerika, die bisher profitabelste Region, an Boden verliert. Für europäische Fluggesellschaften prognostiziert die IATA einen Gewinn von 13,2 Milliarden US-Dollar für 2025, der im Jahr 2026 auf 14 Milliarden US-Dollar ansteigen soll. Haupttreiber dieser starken Leistung sind die Gewinne der Günstigfluganbieter, die in Europa eine besonders dominante Marktstellung innehaben und von der anhaltend hohen Reisebereitschaft in der Region profitieren. Nordamerika hingegen wird voraussichtlich nur Nettogewinne von 10,8 Milliarden US-Dollar (2025) bzw. 11,3 Milliarden US-Dollar (2026) erzielen. Der

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Ryanair kündigt massive Streckenstreichungen und Kapazitätsreduktion in Belgien an

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat als Reaktion auf geplante Steuererhöhungen der belgischen Regierung und regionaler Behörden eine signifikante Reduktion ihres Flugangebots in Belgien für den Winterflugplan 2026/27 angekündigt. Diese Entscheidung betrifft sowohl den Flughafen Brüssel-Zaventem als auch den Flughafen Charleroi (Brussels South). Ryanair plant, das Sitzplatzangebot um eine Million Sitze zu kürzen, fünf dort stationierte Flugzeuge abzuziehen und insgesamt 20 Strecken einzustellen. Das Unternehmen bezeichnete die Steuerpolitik Belgiens als „bizarr“ und „schädlich“ und warnte vor einem Verlust von Investitionen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar sowie der Gefährdung tausender Arbeitsplätze. Zweifache Steuererhöhung als Auslöser für drastische Kürzungen Die Reaktion von Ryanair erfolgt auf die Pläne der belgischen föderalen Regierung, die nationale Flugpassagiersteuer ab 2027 auf 10 Euro pro Passagier zu verdoppeln. Zusätzlich zu dieser föderalen Maßnahme plant die Stadtverwaltung von Charleroi ab dem kommenden Jahr die Einführung einer neuen kommunalen Abgabe in Höhe von 3 Euro pro Passagier. Diese jüngsten Ankündigungen stellen die zweite größere Steuererhöhung in Belgien innerhalb weniger Monate dar. Bereits im vergangenen Sommer hatte Belgien seine Flugpassagiersteuer, insbesondere für Flüge über 500 Kilometer, um bis zu 150 Prozent angehoben. Erst in der vergangenen Woche wurde eine weitere Erhöhung der Steuer auf 11 Euro ab 2029 beschlossen. Diese kumulativen Steuerbelastungen haben die Kritik von Ryanair und anderen Fluggesellschaften sowie von regionalen Politikern auf sich gezogen. Wallonische Führungskräfte bezeichneten die vorgeschlagene kommunale Abgabe in Charleroi als „sinnlos“ und schädlich für die regionale Beschäftigung. Belgien auf dem Weg zum „unkompetitiven“ Luftverkehrsmarkt Ryanair argumentiert, dass Belgien durch die wiederholten Steuererhöhungen zu

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Wizz Air erweitert Streckennetz ab Dortmund um rumänische Stadt Oradea

Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air baut ihr Flugangebot am Dortmund Airport weiter aus und nimmt ab Sommer 2026 eine neue Verbindung nach Oradea in Rumänien auf. Die neue Route wird zweimal wöchentlich, jeweils mittwochs und sonntags, bedient. Der Erstflug ist für den 28. Juni 2026 geplant. Oradea ist damit die neunte rumänische Destination, die von Wizz Air vom Ruhrgebietsflughafen aus angeflogen wird. Die Fluggesellschaft festigt damit ihre Position als wichtiger Partner des Dortmunder Flughafens, von dem aus sie bereits ein umfangreiches Osteuropa-Netzwerk betreibt, das den Schwerpunkt auf Rumänien, Polen und weitere Länder in der Region legt. Oradea, im Westen Rumäniens und nahe der ungarischen Grenze gelegen, gilt als ein kulturelles Zentrum, das besonders für seine Jugendstil-Architektur bekannt ist. Die Stadt lockt Besucher mit prächtigen Barockkirchen, historischen Plätzen und Bauten, die der Stadt den Beinamen „rumänisches Zentrum des Jugendstils“ eingebracht haben. Die fast tausendjährige Burg Oradea bildet das historische Zentrum. Abseits der städtischen Sehenswürdigkeiten bietet die Region um Oradea, insbesondere die nahegelegenen Apuseni-Berge, Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern. Thermalbäder mit mineralhaltigen Quellen ergänzen das touristische Angebot der Stadt, durch die der Fluss Crișul Repede fließt. Die Erweiterung des Angebots unterstreicht die starke Nachfrage nach Flugverbindungen zwischen Dortmund und Rumänien, die sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Verkehrsstrom etabliert hat. Die Destinationen in Rumänien, darunter bereits Städte wie Cluj-Napoca, Timisoara und Sibiu, werden von den Fluggästen aus dem Ruhrgebiet und der umliegenden Region stark frequentiert. Guido Miletic, Leiter Airport Services + Marketing & Sales am Dortmund Airport, betonte, dass das bestehende

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Pegasus Airlines übernimmt Smartwings samt CSA

In einer überraschenden Transaktion im europäischen Luftverkehrsmarkt hat die türkische Fluggesellschaft Pegasus Airlines den Bieterwettbewerb um die tschechische Smartwings und ihre Tochtergesellschaft Czech Airlines (CSA) für sich entschieden. Der Deal, dessen Gesamtwert sich auf 154 Millionen Euro beläuft, markiert einen wichtigen Schritt in der Expansionsstrategie des türkischen Billigfliegers und verschafft ihm eine stärkere Präsenz in Mitteleuropa. Pegasus Airlines setzte sich damit gegen den als Favoriten gehandelten Konkurrenten LOT Polish Airways beziehungsweise deren Mutterkonzern PGL durch, der dem Vernehmen nach eine niedrigere Offerte von etwa 110 Millionen Euro vorgelegt hatte. Der Kauf beendet eine dreijährige Suche der bisherigen Smartwings-Eigner nach einem passenden Käufer, nachdem zwischenzeitlich auch Gespräche mit der israelischen Israir gescheitert waren. Für Pegasus Airlines, die zu den effizientesten Niedrigpreis-Anbietern weltweit zählt, bedeutet die Akquisition eine strategische Verstärkung ihres europäischen Netzwerks und einen deutlichen Kapazitätszuwachs. Die erworbenen tschechischen Fluggesellschaften Smartwings, die größte tschechische Fluggesellschaft, operiert derzeit mit einer Flotte von 42 Flugzeugen, zu der unter anderem 13 Maschinen des Typs Boeing 737 max 8 gehören. Die Flotte der Smartwings-Gruppe, die insgesamt 47 Flugzeuge umfasst, wird künftig in die Pegasus-Gruppe integriert. Smartwings gilt als wichtiger Akteur im mittel- und osteuropäischen Markt für Ferienflüge. Das Streckennetz umfasst rund 80 Ziele in 20 Ländern und zeichnet sich durch starke Verbindungen zu Reiseveranstaltern aus, insbesondere in den sogenannten Leisure-Segmenten. Die Flugziele erstrecken sich hauptsächlich auf Städte- und Urlaubsregionen rund um das Mittelmeer. CSA Czech Airlines, die ebenfalls Teil der Übernahme ist, zählt zu den ältesten Luftfahrtmarken der Welt und verfügt über eine lange Tradition

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Oberlandesgericht Hamburg untersagt Flightright irreführende Angaben zu Ryanair

Das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) Hamburg hat in einem Urteil vom 5. Dezember eine juristische Entscheidung zugunsten von Ryanair getroffen. Dem sogenannten Fluggastrechte-Dienstleister Flightright wurde es gerichtlich untersagt zu behaupten, dass Kunden bei der Kontaktaufnahme mit dem Kundenservice der Fluggesellschaft auf „Hürden“ stoßen würden. Zudem wurde Flightright dazu verurteilt, offen und transparent den zusätzlichen Anwaltszuschlag von 14 Prozent, den das Unternehmen auf seinen ausgewiesenen Servicepreis erhebt, anzugeben. Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Punkt in der Auseinandersetzung zwischen der irischen Billigfluggesellschaft und Unternehmen, die sich auf die Durchsetzung von Entschädigungsansprüchen nach der EU-Verordnung EU261 spezialisiert haben. Das Urteil bestätigt nach Ansicht von Ryanair die Bemühungen, Verbraucher vor irreführenden Geschäftspraktiken und den teils erheblichen Gebühren sogenannter „Claims Chaser“-Firmen zu schützen. Diese Dienstleister, oft auch als Inkassodienstleister oder Rechtsanwaltskanzleien tätig, behalten für ihre Tätigkeit nicht selten einen hohen Prozentsatz der Entschädigung ein. Nach Angaben von Ryanair können diese Gebühren bis zu 40 Prozent eines Anspruchs betragen, beispielsweise bei einem typischen Anspruch von 250 Euro. Ryanair betont daher weiterhin, dass Fluggäste mit berechtigten Entschädigungsansprüchen diese direkt bei der Fluggesellschaft einreichen sollten, um die volle Summe ohne Abzüge zu erhalten. Die Fluggesellschaft hebt hervor, dass Kunden, die den direkten Weg über Ryanair wählen, 100 Prozent ihres zustehenden EU261-Ausgleichsanspruchs erhalten. Dara Brady, ein Sprecher von Ryanair, begrüßte das Urteil des OLG Hamburg. Er merkte an, dass die Entscheidung Flightright daran hindere, Konsumenten mit unzutreffenden Behauptungen über Ryanair und verschleierten Gebühren in die Irre zu führen. Brady bekräftigte, dass Ryanair einen unkomplizierten und transparenten Prozess anbiete, der sicherstelle,

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Wien stärkt internationale Verkehrsinfrastruktur: Baubeginn für zentralen Fernbus-Terminal

Mit dem offiziellen Spatenstich am 9. Dezember 2025 beginnt in Wien die Umsetzung eines bedeutenden Infrastrukturprojekts: der Bau des neuen internationalen Fernbus-Terminals am Handelskai. Dieses Vorhaben, das unter der Federführung der WSE Wiener Standortentwicklung GmbH, einem Unternehmen der Wien Holding, realisiert wird, zielt darauf ab, die Verkehrsinfrastruktur der österreichischen Hauptstadt nachhaltig zu stärken und die Position Wiens als zentralen europäischen Mobilitätsknotenpunkt zu festigen. Der moderne Terminal soll gemeinsam mit starken Partnerunternehmen zum neuen Drehkreuz für den internationalen Reiseverkehr werden und die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts Wien zukunftsorientiert unterstützen. Amtsführende Stadträtin Barbara Novak (SPÖ) betonte anlässlich des Spatenstichs die strategische Bedeutung des Projekts: „Der neue Fernbus-Terminal ist ein wichtiger Schritt für einen modernen und leistungsfähigen Mobilitätsstandort Wien. Wir investieren hier verantwortungsvoll und mit Weitblick in eine Infrastruktur, die internationalen Reiseverkehr komfortabler macht, die Bezirke entlastet und die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt langfristig stärkt.“ Kernstück der Infrastruktur: Terminal, Hotel und Steg Das Gesamtprojekt wird in einer mehrstufigen Entwicklungsstrategie umgesetzt. Die erste Realisierungsstufe umfasst den Bau des Fernbus-Terminals selbst, die Errichtung eines Hotels sowie eines architektonisch bedeutenden Stegs über den Handelskai und die Gleise der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Dieser Steg dient als wichtige Verbindung, um den Terminal mit dem rechten Donauufer zu verknüpfen und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu optimieren. In einer späteren, zweiten Realisierungsstufe ist in Abhängigkeit von stabilen immobilienwirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Umsetzung des im Rahmen des Realisierungswettbewerbs vorgesehenen Hochhauses geplant. Die Entscheidung, das Hochhaus zunächst zurückzustellen, ist eine direkte Konsequenz aus der anhaltend schwierigen Marktsituation bei Büroimmobilien. Die Realisierung

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Trendtours Touristik expandiert nach Österreich

Der deutsche Marktführer für Reisen in der Altersgruppe 55 plus wagt den Schritt über die Grenze: Die Trendtours Touristik, ein auf weltweit geführte Rundreisen spezialisierter Veranstalter, expandiert auf den österreichischen Markt. Mit einem klaren Fokus auf die Kundengruppe der sogenannten Best Ager, einer Bestpreis-Garantie und einem erprobten Geschäftsmodell strebt das Unternehmen, das 2024 einen Umsatz von 302 Millionen Euro und 261.000 Gäste in Deutschland verzeichnete, einen weiteren Meilenstein in seinem Wachstumskurs an. Dieser Schritt markiert die erstmalige Erschließung eines internationalen Quellmarktes durch Trendtours. Der Eintritt in den österreichischen Markt ist für Trendtours die erste internationale Expansion in dieser Form. Das neue Angebot ist darauf ausgerichtet, Reisen ab den wichtigen österreichischen Flughäfen Wien, Salzburg und Graz anzubieten. Die Reisepalette umfasst attraktive Destinationen in Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika und deckt damit vier Kontinente ab. Dieses breite Spektrum beinhaltet neben klassischen Rundreisen auch spezielle Reiseformen wie Wanderreisen und Kleingruppenreisen mit maximal 20 Teilnehmern, die auf intensive Erlebnisse zugeschnitten sind. Die Expansion erfolgt nach einem überaus erfolgreichen Geschäftsjahr 2024, in dem das Unternehmen in Deutschland eine starke Performance zeigte und für das laufende Jahr einen neuen Umsatzrekord erwartet. Vielfältiges Portfolio für den anspruchsvollen Reisenden Das für Österreich konzipierte Reiseangebot spiegelt die etablierte Angebotsbreite wider. Im europäischen Raum reicht die Auswahl von klassischen Städtereisen, wie etwa dem Rom-Erlebnis, über kulturell orientierte Touren in der Normandie und Bretagne oder einer kombinierten Reise durch Griechenland, Nordmazedien und Albanien. Ergänzt wird dies durch mediterrane Erlebnisse in Apulien und Kalabrien sowie spezialisierte Touren wie Wanderreisen auf Madeira.

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Flughafen Schiphol reduziert Bodenabfertiger auf drei Unternehmen

Der Amsterdamer Flughafen Schiphol (AMS) hat eine umfassende Umstrukturierung seiner Bodenabfertigungsdienste eingeleitet und zu diesem Zweck am 4. Dezember eine Ausschreibung gestartet, um die Zahl der Anbieter auf drei Unternehmen zu begrenzen. Die ausgewählten Firmen sollen künftig die Gepäckabfertigung sowie alle flugzeugnahen Aufgaben, wie das Be- und Entladen von Flugzeugen und den Betrieb der notwendigen Bodengeräte, übernehmen. Bisher waren sechs Unternehmen für diese Dienstleistungen in Schiphol tätig. Diese Reduktion der Anbieter signalisiert eine Abkehr vom bisher stark wettbewerbsorientierten, offenen Markt hin zu einem kontrollierteren Dienstleistungsstandard und verbesserten Arbeitsbedingungen. Die Maßnahme folgt der Einführung eines branchenweiten Tarifvertrages im Jahr 2023 und einer Entscheidung des Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, die auf Initiative des Flughafens hin die Anzahl der Bodenabfertiger limitiert. Ziel ist es, die Betriebsstandards anzuheben und die Effizienz zu steigern. Durch die Begrenzung der Anbieterzahl will der Flughafen Schiphol die Abläufe auf dem Vorfeld rationalisieren und verbessern. Von den verbleibenden Unternehmen wird erwartet, dass sie Bodengeräte gemeinsam nutzen, wodurch Platz eingespart und eine effizientere Organisation ermöglicht wird. Neue Kriterien in der Ausschreibung legen zudem einen starken Fokus auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und die Steigerung der Servicequalität. Passagiere sollen direkt durch kürzere Wartezeiten bei der Gepäckausgabe profitieren. Um die Stabilität der Belegschaft während der Umstellung zu gewährleisten, wurde ein Vertrag zwischen den derzeitigen Abfertigern (Aviapartner, dnata, Menzies, Swissport, Viggo), der Gewerkschaft FNV und Schiphol unterzeichnet. Dieses Abkommen stellt sicher, dass die Beschäftigten ihre Arbeitsplätze und ihre bisherigen Konditionen während des Übergangs behalten. Die Fluggesellschaft KLM, die ihre

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Die enorme finanzielle Herausforderung der Luftfahrttransformation

Die globale Luftfahrt steht vor einem immensen Wandel, um die Auswirkungen ihres Betriebs auf die globale Erwärmung zu begrenzen. Eine aktuelle Analyse des internationalen Kreditversicherers Acredia in Zusammenarbeit mit Allianz Trade verdeutlicht die gewaltigen Investitionen, die erforderlich sind, um diesen Sektor bis zur Mitte des Jahrhunderts umzugestalten. Demnach sind kumulierte Investitionen in Höhe von 5,1 Billionen US-Dollar (etwa 4,4 Billionen Euro) notwendig, um das angestrebte Netto-Null-Ziel bis 2050 zu erreichen. Dieser Betrag verteilt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette und unterstreicht die Komplexität der anstehenden Aufgaben in den Bereichen Treibstoffe, Technologie und Betriebseffizienz. Die Herausforderung des großen Fußabdrucks Obwohl die Luftfahrt mit etwa einer Gigatonne CO₂ jährlich nur rund 2,5 Prozent der globalen, vom Menschen erzeugten Emissionen verantwortet, steigt ihr Beitrag zur globalen Erwärmung auf circa 6 Prozent, wenn zusätzliche Effekte wie die Bildung von Kondensstreifen und die Freisetzung von Stickoxiden berücksichtigt werden. Diese komplexen Nebenwirkungen verdeutlichen, warum die Luftfahrt als eine der Sektoren gilt, in denen die Erreichung globaler Emissionsziele besonders schwerfällig ist. Angesichts dieser Bilanz ist für eine signifikante Reduktion des Emissions-Fußabdrucks ein mehrdimensionales Vorgehen unerlässlich. Dieses Zusammenspiel muss technologische Innovationen, die Entwicklung neuer Treibstoffe, die Optimierung von Betriebsmodellen sowie klare und konsistente politische Rahmenbedingungen umfassen. Michael Kolb, Vorstand der Acredia Group, betont die Notwendigkeit dieses strukturellen Wandels: „Die Transformation der Luftfahrt wird kostspielig, aber ein Festhalten am Status quo wäre langfristig noch teurer. Nur mit nachhaltigen Treibstoffen, technologischen Innovationen und effizienteren Betriebsmodellen wird der Weg zu einer klimaneutralen Luftfahrt gelingen.“ Die zentrale Rolle nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) Ein Schlüsselelement

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