
Knapp an der Katastrophe vorbei: Ein Beinahe-Unglück in Singapur wirft Fragen über Flugsicherheit auf
Ein aktueller Abschlußbericht des singapurischen Transport Safety Investigation Bureau (TSIB) hat die Details eines schwerwiegenden Zwischenfalls am Flughafen Changi offengelegt, der sich beinahe zu einer Katastrophe entwickelt hätte. Am 28. August 2024 landete ein China Eastern Airlines Boeing 777-300ER auf der Landebahn 20R, während sich eine andere Maschine desselben Konzerns, ein Airbus A320neo, noch auf derselben Piste befand und diese nicht rechtzeitig geräumt hatte. Der Bericht zeigt, daß es zu einem sogenannten „Runway Incursion“ (Eindringen in die Start-/Landebahn) kam. Der Fall, der glücklicherweise ohne Personenschäden oder Sachschäden endete, wirft grundlegende Fragen über die Rolle menschlicher Kommunikation und technologischer Sicherungssysteme im modernen Luftverkehr auf. Er verdeutlicht, wie eine Kette von unglücklichen Ereignissen und Mißverständnissen die Sicherheit Tausender von Reisenden gefährden kann. Die Schicksalsminuten auf der Piste: Eine Chronologie des Zwischenfalls Der Vorfall begann, als der China Eastern-Flug CES6017, ein Airbus A320neo, aus Shanghai kommend auf der Landebahn 20R des Changi Airports landete. Das Flugzeug, mit 100 Personen an Bord, war angewiesen, die Landebahn über den Schnellabrollweg W6 zu verlassen. Aufgrund einer zu hohen Geschwindigkeit war dies jedoch nicht möglich. Die Fluglotsen gaben dem A320neo-Piloten eine neue Anweisung, die Landebahn über den Abrollweg W7 zu verlassen. Zeitgleich befand sich ein Boeing 777-300ER-Flug, CES565, ebenfalls aus Shanghai, im Endanflug auf dieselbe Landebahn. Den Fluglotsen war bewußt, daß die Trennung der beiden Maschinen zeitlich eng bemessen war. Obwohl ein automatisiertes System zur Oberflächenbewegung, das sogenannte Advanced Surface Movement Guidance and Control System (ASMGCS), eine gelbe Warnung auf dem Bildschirm des Fluglotsen auslöste, wurde dem








