Januar 4, 2026

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Januar 4, 2026

Das Ende einer Luftfahrtära: Die letzte Boeing 727-100 der Welt tritt ihren Ruhestand an

Mit dem Flug der Boeing 727-100 mit dem Kennzeichen VP-BAP von Kalifornien nach Arizona ist ein bedeutendes Kapitel der kommerziellen Luftfahrtgeschichte offiziell abgeschlossen worden. Am 13. Dezember 2025 absolvierte die letzte weltweit noch im aktiven Dienst befindliche Maschine der kürzeren Ursprungsvariante dieses dreistrahligen Klassikers ihre finale Reise. Der Jet, der zuletzt für exklusive VIP-Charterflüge der Malibu Consulting Corporation eingesetzt wurde, verließ den Flughafen Van Nuys und landete am Kingman Airport, wo er dauerhaft eingelagert werden soll. Damit endet die operative Einsatzgeschichte eines Flugzeugtyps, der in den 1960er Jahren den Kurz- und Mittelstreckenverkehr revolutionierte und als einer der ersten Jetliner die Anbindung kleinerer Flughäfen mit kürzeren Startbahnen ermöglichte. Während die längere Version, die Boeing 727-200, vereinzelt noch als Frachtmaschine in entlegenen Regionen anzutreffen ist, ist die Ära der ursprünglichen Passagierversion mit der Außerdienststellung der VP-BAP nun endgültig beendet. Die Boeing 727-100 war bei ihrem Erstflug im Jahr 1963 eine technologische Antwort auf die spezifischen Anforderungen des US-amerikanischen Marktes. Fluggesellschaften wie United Airlines und Eastern Air Lines suchten ein Flugzeug, das die Geschwindigkeit und den Komfort eines Jets bot, aber gleichzeitig auf Flugplätzen operieren konnte, die für die größere Boeing 707 ungeeignet waren. Mit ihrem charakteristischen T-Leitwerk und den drei am Heck montierten Triebwerken wurde die 727 schnell zu einem vertrauten Anblick an Flughäfen weltweit. Die nun ausgemusterte Maschine mit der Registrierung VP-BAP blickt auf eine jahrzehntelange Dienstzeit zurück. Vor ihrem Einsatz als luxuriöser VIP-Jet diente sie unter anderem namenhaften Fluggesellschaften und Regierungen. In ihren letzten Dienstjahren wurde sie akribisch gewartet, um

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Produktionsziele und Marktdynamik im globalen Flugzeugbau zum Jahreswechsel

Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer Punktlandung bei seinen Auslieferungszahlen abgeschlossen und damit die im November revidierten Prognosen erfüllt. Nach einem intensiven Endspurt im Monat Dezember gelang es dem Unternehmen, die Marke von 790 Flugzeugen knapp zu überschreiten, was Branchenbeobachter angesichts massiver Lieferkettenprobleme und technischer Qualitätsmängel bei Zulieferern als logistische Meisterleistung werten. Während die operative Leistung bei den Übergaben an Kunden stabil bleibt, zeichnet sich auf der Ebene der Neuaufträge eine Zäsur ab: Erstmals seit längerer Zeit muss Airbus den Spitzenplatz beim Auftragseingang wohl an den US-amerikanischen Rivalen Boeing abtreten. Diese Entwicklung wird maßgeblich auf geopolitische Verschiebungen und eine veränderte Handelspolitik unter der US-Administration zurückgeführt, was den Wettbewerb der beiden Branchenriesen in eine neue Phase führt. Operative Aufholjagd im letzten Quartal Das Erreichen des Jahresziels von 793 Auslieferungen basiert auf einer außergewöhnlichen Beschleunigung der Prozesse im letzten Monat des Jahres. Mit 136 ausgelieferten Maschinen im Dezember übertraf Airbus nicht nur den Vorjahreswert desselben Monats um 13 Einheiten, sondern setzte auch einen neuen internen Rekord für die Endabnahmephasen. Diese Zahlen, die zunächst über Wirtschaftskreise bekannt wurden und offiziell Mitte Januar bestätigt werden sollen, verdeutlichen den immensen Druck, unter dem die Montagehallen in Toulouse, Hamburg und Mobile standen. In der Luftfahrtindustrie ist das vierte Quartal traditionell die arbeitsintensivste Phase, da Fluggesellschaften darauf drängen, ihre bestellten Kapazitäten noch vor dem Jahreswechsel in die Bilanz und den Flugbetrieb zu integrieren. Die Notwendigkeit dieses Sprints ergab sich aus einer Korrektur der Jahresziele im November 2025. Ursprünglich hatte die Konzernleitung unter Guillaume

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Zwischenfall in Ostnepal: Passagiermaschine der Buddha Air schießt über Landebahn hinaus

Ein schwerer Zwischenfall im nepalesischen Flugverkehr hat am 2. Jänner 2026 den Flughafen Bhadrapur im Osten des Landes erschüttert. Eine Maschine des Typs ATR 72 der führenden privaten Fluggesellschaft Buddha Air kam bei der Landung nicht rechtzeitig zum Stillstand und schoss weit über das Ende der befestigten Piste hinaus. An Bord des Fluges mit der Nummer 901 befanden sich insgesamt 51 Passagiere sowie vier Besatzungsmitglieder. Während das Flugzeug erst kurz vor einem Flussbett zum Erliegen kam, meldeten die örtlichen Behörden mehrere Leichtverletzte unter den Insassen. Der Vorfall führt erneut zu einer Debatte über die anspruchsvollen Bedingungen im nepalesischen Luftraum und die Sicherheitsstandards auf regionalen Flughäfen, die oft durch schwierige geografische Gegebenheiten und wechselhafte Witterung geprägt sind. Der Flug Buddha Air 901 war am Morgen planmäßig in der Hauptstadt Kathmandu gestartet. Ziel der Reise war Bhadrapur, ein wichtiger Knotenpunkt für den Handel und Reiseverkehr im Distrikt Jhapa, nahe der indischen Grenze. Die Maschine, eine ATR 72-500 mit der Registrierung 9N-AMF, gilt als das Rückgrat der regionalen Luftfahrt in Nepal. Bis zum Anflug auf den Zielflughafen verlief die Reise ohne gemeldete Unregelmäßigkeiten. Gegen Mittag setzte das Flugzeug auf der Landebahn in Bhadrapur auf, konnte jedoch trotz eingeleiteter Bremsmanöver die Geschwindigkeit nicht ausreichend verringern. Ereignisse am Boden und Bergungsmaßnahmen Augenzeugen und erste Medienberichte aus Nepal beschreiben dramatische Szenen am Ende der Rollbahn. Die Maschine durchbrach die Begrenzung und rutschte rund 200 Meter über das Pistenende hinaus in unwegsames Gelände. Erst unmittelbar vor der Böschung eines angrenzenden Flussbettes kam das Wrack zum Stillstand. Die

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Tradition und Innovation auf der Donau: DDSG Blue Danube baut Marktführerschaft im Jubiläumsjahr aus

Die österreichische Binnenschifffahrt blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück, das maßgeblich von der positiven Entwicklung der DDSG Blue Danube geprägt wurde. Das traditionsreichste Schifffahrtsunternehmen des Landes konnte im vergangenen Jahr ein Passagierplus von rund 3,5 Prozent verzeichnen und festigte damit seine Position als zentraler Akteur im Wiener und niederösterreichischen Tourismussektor. In einem Jahr, das ganz im Zeichen des 30-jährigen Bestehens in der heutigen Unternehmensstruktur stand, begrüßte die Reederei auf ihren neun Schiffen eine wachsende Zahl an nationalen und internationalen Gästen. Besonders die Sommermonate erwiesen sich als frequenzstark, wobei im August Rekordwerte von über 45.000 Fahrgästen in Wien und der Wachau erzielt wurden. Mit dem Blick auf das kommende Jahr 2026, in dem Wien als Austragungsort des 70. Eurovision Song Contest weltweit im Rampenlicht stehen wird, bereitet sich das Unternehmen bereits auf eine weitere Intensivierung seines Angebots vor. Die heutige DDSG Blue Danube ging 1995 als Joint Venture aus dem Verkehrsbüro und der Wien Holding hervor und führt damit die lange Geschichte der 1829 gegründeten Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft in moderner Form fort. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich das Unternehmen von einem klassischen Linienanbieter zu einem vielseitigen Freizeit- und Eventdienstleister entwickelt. Martin Winkler, Vorsitzender der Geschäftsführung des Verkehrsbüros, betont in diesem Zusammenhang die Innovationskraft der Reederei, die durch smarte neue Produkte wie die Donau Panorama Tour und ein erweitertes Repertoire an Themenfahrten stetig neue Zielgruppen erschließt. Diese Strategie spiegelt sich in der jährlichen Beförderungsleistung von mittlerweile mehr als 300.000 Passagieren wider. Wachstumstreiber Themenfahrten und exklusives Chartergeschäft Ein wesentlicher Pfeiler des

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Systemausfall legt griechischen Luftraum lahm: Massive Flugstörungen am Neujahrswochenende

Ein schwerwiegender technischer Defekt in der zentralen Kommunikationsinfrastruktur der griechischen Zivilluftfahrtbehörde hat am Sonntag, den 4. Januar 2026, zu einem beispiellosen Stillstand im griechischen Luftraum geführt. Seit den frühen Morgenstunden sind die Funkfrequenzsysteme der Bezirkskontrollzentren Athen und Mazedonien weitgehend außer Betrieb, was die sichere Kommunikation zwischen Piloten und der Bodenkontrolle unmöglich macht. Infolgedessen wurde die Athens Flight Information Region für ankommende und abfliegende Maschinen faktisch geschlossen. Tausende Passagiere sitzen auf den nationalen Flughäfen, insbesondere am Drehkreuz Eleftherios Venizelos in Athen, fest. Während bereits in der Luft befindliche Maschinen unter manuellen Sicherheitsvorkehrungen zur Landung geführt werden, bleibt der restliche Flugbetrieb bis auf Weiteres eingestellt. Die Behörden untersuchen derzeit einen möglichen Kurzschluss im Hauptleitungssystem, geben jedoch noch keine Entwarnung für den weiteren Tagesverlauf. Die Störung trat zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt ein, da das erste Wochenende des Jahres 2026 traditionell von einem hohen Rückreiseaufkommen geprägt ist. Laut Panagiotis Psaros, dem Präsidenten des Verbandes der Fluglotsen, mussten als erste Sofortmaßnahme sämtliche Starts von griechischen Flughäfen untersagt werden. Die Kapazität des Luftraums wurde auf eine „Zero Rate“ herabgesetzt, was in der Luftfahrtterminologie einer vollständigen Sperrung für neue Flugbewegungen entspricht. Nur Überflüge, also Maschinen, die den griechischen Luftraum in großer Höhe passieren, ohne zu landen, werden unter strengen Auflagen weiterhin koordiniert. Technische Ursachensuche und operative Notmaßnahmen Die Ursache des Ausfalls wird im Bereich der zentralen Funkanlagen vermutet, welche die primäre Schnittstelle für alle in den griechischen Luftraum einfliegenden Flugzeuge darstellen. Ohne diese Frequenzen können Fluglotsen keine Kursanweisungen oder Höhenfreigaben erteilen, was ein immenses Sicherheitsrisiko darstellt.

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