
Das Ende einer Luftfahrtära: Die letzte Boeing 727-100 der Welt tritt ihren Ruhestand an
Mit dem Flug der Boeing 727-100 mit dem Kennzeichen VP-BAP von Kalifornien nach Arizona ist ein bedeutendes Kapitel der kommerziellen Luftfahrtgeschichte offiziell abgeschlossen worden. Am 13. Dezember 2025 absolvierte die letzte weltweit noch im aktiven Dienst befindliche Maschine der kürzeren Ursprungsvariante dieses dreistrahligen Klassikers ihre finale Reise. Der Jet, der zuletzt für exklusive VIP-Charterflüge der Malibu Consulting Corporation eingesetzt wurde, verließ den Flughafen Van Nuys und landete am Kingman Airport, wo er dauerhaft eingelagert werden soll. Damit endet die operative Einsatzgeschichte eines Flugzeugtyps, der in den 1960er Jahren den Kurz- und Mittelstreckenverkehr revolutionierte und als einer der ersten Jetliner die Anbindung kleinerer Flughäfen mit kürzeren Startbahnen ermöglichte. Während die längere Version, die Boeing 727-200, vereinzelt noch als Frachtmaschine in entlegenen Regionen anzutreffen ist, ist die Ära der ursprünglichen Passagierversion mit der Außerdienststellung der VP-BAP nun endgültig beendet. Die Boeing 727-100 war bei ihrem Erstflug im Jahr 1963 eine technologische Antwort auf die spezifischen Anforderungen des US-amerikanischen Marktes. Fluggesellschaften wie United Airlines und Eastern Air Lines suchten ein Flugzeug, das die Geschwindigkeit und den Komfort eines Jets bot, aber gleichzeitig auf Flugplätzen operieren konnte, die für die größere Boeing 707 ungeeignet waren. Mit ihrem charakteristischen T-Leitwerk und den drei am Heck montierten Triebwerken wurde die 727 schnell zu einem vertrauten Anblick an Flughäfen weltweit. Die nun ausgemusterte Maschine mit der Registrierung VP-BAP blickt auf eine jahrzehntelange Dienstzeit zurück. Vor ihrem Einsatz als luxuriöser VIP-Jet diente sie unter anderem namenhaften Fluggesellschaften und Regierungen. In ihren letzten Dienstjahren wurde sie akribisch gewartet, um



