Januar 12, 2026

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Januar 12, 2026

Nigeria: Bundesstaaten investieren in neue Fluggesellschaften

In Nigeria formiert sich eine grundlegende Neugestaltung des Binnenluftverkehrs durch verstärkte staatliche Investitionsprogramme. Die Regierung des Bundesstaates Gombe hat zum Jahreswechsel die Bereitstellung von fünf Milliarden Naira als Eigenkapitalbeitrag für das ambitionierte Projekt North-East Air Shuttle genehmigt. Diese Initiative ist Teil eines großangelegten Finanzierungsplans im Gesamtwert von 30 Milliarden Naira, den Gombe gemeinsam mit fünf weiteren nordöstlichen Bundesstaaten – Adamawa, Bauchi, Borno, Taraba und Yobe – trägt. Ziel ist es, durch die Anschaffung eigener Flugzeuge die bislang unzureichende Konnektivität in der Region zu verbessern und eine zuverlässige Anbindung an die nationalen Wirtschaftszentren sicherzustellen. Parallel dazu kündigte der Bundesstaat Ebonyi im Südosten des Landes die baldige Inbetriebnahme von Ebonyi Air an, wobei die ersten drei Maschinen bereits im Januar 2026 erwartet werden. Diese Entwicklungen unterstreichen einen Trend, bei dem nigerianische Bundesstaaten zunehmend als eigenständige Akteure im Luftfahrtsektor auftreten, um infrastrukturelle Defizite auszugleichen und das regionale Wirtschaftswachstum zu forcieren. Strategische Allianz im Nordosten Nigerias Die Gründung von North-East Air Shuttle markiert den vorläufigen Höhepunkt einer regionalen Kooperation, deren Wurzeln bis in das Jahr 2020 zurückreichen. Der Finanzminister von Gombe, Muhammad Gambo Magaji, erläuterte im Rahmen einer Pressekonferenz, dass die sechs beteiligten Staaten jeweils den identischen Betrag von fünf Milliarden Naira beisteuern, um die notwendige Kapitalbasis für den Erwerb der ersten beiden Flugzeuge zu schaffen. Diese paritätische Finanzierung soll eine gleichberechtigte Mitsprache und eine flächendeckende Bedienung der sechs Landeshauptstädte gewährleisten. Die ökonomische Logik hinter diesem Vorhaben basiert auf der Erkenntnis, dass private Fluggesellschaften viele Routen im Nordosten aufgrund schwankender Nachfrage oder sicherheitspolitischer Herausforderungen

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Neuordnung beim Bundesheer: Jägerbataillone wechseln zu den Luftstreitkräften

In der Salzburger Schwarzenberg-Kaserne wurde am Donnerstag, den 8. Jänner 2026, eine weitreichende organisatorische Änderung innerhalb des Österreichischen Bundesheeres vollzogen. Im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Landeshauptfrau Karoline Edtstadler wurde die Führungsverantwortung für das Jägerbataillon 8 sowie das Miliz-Jägerbataillon Salzburg offiziell an die Luftstreitkräfte übertragen. Dieser Schritt ist Teil des langfristigen Aufbauplans „ÖBH 2032+“, der eine stärkere Spezialisierung und Modernisierung der Verbände vorsieht. Das bisherige Jägerbataillon 8 wird im Zuge dieser Umstrukturierung in das Fliegerabwehrbataillon 8 umgewandelt, womit ein klarer Fokus auf die bodengebundene Luftverteidigung gelegt wird. Die strategische Neuausrichtung dient vor allem dem Schutz sensibler militärischer Infrastruktur. Das Jägerbataillon Salzburg und vier weitere Milizeinheiten übernehmen künftig die Sicherung von Flugplätzen, Einsatzzentralen und anderen Hochwertressourcen. Durch die organisatorische Bündelung unter dem Kommando der Luftstreitkräfte sollen Synergieeffekte bei der Ausbildung und im Einsatzbetrieb genutzt werden. Verteidigungsministerin Tanner betonte, dass nach der Beschaffung neuer Luftfahrzeuge, wie der Black-Hawk-Hubschrauber und der Trainingsflugzeuge Leonardo M-346, nun die Modernisierung der Abwehrsysteme am Boden oberste Priorität habe, um die Verteidigungsfähigkeit des Landes flächendeckend zu gewährleisten. Ein wesentlicher technischer Aspekt dieser Transformation ist der Aufbau moderner Kapazitäten zur Drohnenabwehr. Das Bundesheer reagiert damit auf die veränderte Bedrohungslage in modernen Konflikten. Als erste Maßnahme wird die Nutzungsdauer der bestehenden 35mm-Zwillings-Fliegerabwehrkanonen durch technische Modernisierungen verlängert. Parallel dazu sieht der Aufbauplan die zeitnahe Beschaffung neuer Lenkwaffensysteme für kurze und mittlere Reichweiten vor. Diese Beschaffungsprojekte sind eng mit der European Sky Shield Initiative (ESSI) verknüpft, an der Österreich teilnimmt, um durch internationale Kooperation die Effektivität der Luftraumüberwachung und -verteidigung zu

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Strategische Flottenexpansion bei Alaska Airlines: Weichenstellung für das globale Streckennetz bis 2035

Die US-amerikanische Fluggesellschaft Alaska Airlines hat eine umfassende Erweiterung ihrer Flottenstrategie bekannt gegeben und festigt damit ihre langfristige Partnerschaft mit dem Flugzeugbauer Boeing. Durch die Ausübung sämtlicher bestehender Optionen sowie die Platzierung neuer Festbestellungen sichert sich das Unternehmen den Zufluss moderner Flugzeuge bis in das Jahr 2035. Im Zentrum der Ankündigung steht die Bestellung von fünf zusätzlichen Großraumflugzeugen des Typs Boeing 787-10 sowie ein massiver Ausbau der Kapazitäten im Schmalrumpfsegment durch 105 Maschinen des Typs Boeing 737-10. Diese Investition markiert einen historischen Wendepunkt für die Airline aus Seattle: Erstmals in ihrer Geschichte bereitet sich Alaska Airlines systematisch darauf vor, von ihrem Heimatdrehkreuz aus ein eigenständiges interkontinentales Netzwerk aufzubauen, das bis zum Ende des Jahrzehnts auch zahlreiche europäische Metropolen umfassen soll. Mit einem geplanten Anwachsen der Gesamtflotte auf bis zu 550 Maschinen bis 2035 unterstreicht das Unternehmen seine Ambition, über seine traditionellen Kernmärkte an der US-Westküste hinaus zu einem bedeutenden Akteur im globalen Luftverkehr aufzusteigen. Expansion im Langstreckensegment: Die Rolle der Boeing 787-10 Lange Zeit galt Alaska Airlines als spezialisierter Anbieter für Kurz- und Mittelstrecken innerhalb Nordamerikas, wobei das Unternehmen zuletzt auf eine reine Flotte des Typs Boeing 737 setzte. Die nun verkündete Bestellung der Boeing 787-10, der größten Variante der Dreamliner-Familie, signalisiert das Ende dieser Ära. Die Integration dieses Typs erlaubt es der Fluggesellschaft, Passagiere in einer hocheffizienten Drei-Klassen-Konfiguration über weite Distanzen zu befördern. Die Entscheidung für die 787-10 ist strategisch eng mit der im Jahr 2024 vollzogenen Übernahme von Hawaiian Airlines verknüpft. Durch diesen Zusammenschluss erhielt Alaska Airlines nicht

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Aer Lingus kündigt Schließung der Langstreckenbasis in Manchester an

Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus bereitet die Einstellung ihres Langstreckenbetriebs am Flughafen Manchester vor. Wie aus Branchenkreisen und Berichten der „Irish Times“ hervorgeht, steht die dortige Basis, an der etwa 200 Mitarbeiter beschäftigt sind, vor dem Aus. Betroffen sind die lukrativen Direktverbindungen nach New York, Orlando und Barbados. Die Fluggesellschaft hat bereits angekündigt, den Ticketverkauf für diese Destinationen ab Manchester mit Wirkung zum 31. März einzustellen. In den kommenden Tagen sollen Konsultationen mit dem betroffenen Personal stattfinden, um betriebsbedingte Kündigungen nach Möglichkeit zu minimieren oder Versetzungen innerhalb des Konzerns zu prüfen. Obwohl die Basis in Manchester operativ Gewinne erwirtschaftete, blieb die Rentabilität nach offiziellen Angaben deutlich hinter den Margen des restlichen Streckennetzes zurück. Ein wesentlicher Faktor für diese Entscheidung sind die anhaltenden Arbeitskonflikte und Streikdrohungen am Standort, die in der jüngeren Vergangenheit zu operativen Instabilitäten führten. Die Konzernmutter International Airlines Group (IAG) verfolgt derzeit eine Strategie der strikten Kapitalallokation, bei der Kapazitäten vorrangig an den profitabelsten Drehkreuzen, insbesondere in Dublin, konzentriert werden. Dort profitiert Aer Lingus zudem von den effizienten Umsteigeprozessen für US-Reisende durch die dortige Grenzkontroll-Vorabfertigung (US Preclearance). Der Kurzstreckenverkehr zwischen irischen Flughäfen und Manchester bleibt von diesen Maßnahmen unberührt und soll planmäßig fortgeführt werden. Die Schließung der Basis bedeutet jedoch einen Rückschlag für den Flughafen Manchester, der sich in den letzten Jahren als alternatives nordenglisches Drehkreuz für Transatlantikflüge positionieren wollte. Branchenexperten gehen davon aus, dass die freiwerdenden Kapazitäten und Flugzeuge des Typs Airbus A330 nun verstärkt auf Routen ab Dublin eingesetzt werden, um die dortige Marktposition gegenüber Wettbewerbern

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Untersuchung des Vorfalls an Bord eines Airbus A380 der British Airways

Ein schwerer Zwischenfall durch atmosphärische Störungen auf einem Transatlantikflug hat die Debatte über die Sicherheit in der Kabine und die Grenzen der Wettervorhersage erneut in den Fokus der internationalen Luftfahrt gerückt. Am 6. Dezember 2024 geriet ein Airbus A380 der British Airways auf dem Weg von Los Angeles nach London Heathrow in unerwartet heftige Turbulenzen, bei denen ein Passagier und ein Besatzungsmitglied schwere Verletzungen erlitten. Die britische Untersuchungsstelle für Flugunfälle, die Air Accidents Investigation Branch (AAIB), hat nun ihren Abschlussbericht vorgelegt. Die Analyse verdeutlicht, dass selbst modernste Großraumflugzeuge und hochpräzise Prognosetools keine absolute Immunität gegen plötzliche vertikale Luftbewegungen bieten. Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit einer konsequenten Einhaltung der Anschnallpflicht sowie die wachsende Bedeutung von Echtzeit-Wetterdaten im Cockpit, um die Risiken für Insassen in großen Reiseflughöhen zu minimieren. Ablauf des Vorfalls über Grönland Der Airbus A380 mit der Registrierung G-XLEI befand sich mit 277 Passagieren und 24 Besatzungsmitgliedern an Bord in einer stabilen Reiseflughöhe von etwa 39.000 Fuß (ca. 11.900 Meter). Während der Überquerung des Nordatlantiks, südlich der Küste Grönlands, traten die Turbulenzen auf. Zu diesem Zeitpunkt waren die Anschnallzeichen bereits vorsorglich beleuchtet, da die Cockpit-Besatzung aufgrund der Wettervorhersagen mit unruhigen Luftmassen gerechnet hatte. Dennoch kam es zu einer plötzlichen und extremen vertikalen Beschleunigung des Flugzeugs, die so heftig ausfiel, dass Personen in der Kabine den Bodenkontakt verloren. Trotz der bereits aktivierten Sicherheitsvorkehrungen zogen sich ein Fluggast und ein Mitglied des Kabinenpersonals schwere Knöchelbrüche zu. Die medizinische Erstversorgung erfolgte noch während des Fluges durch die Besatzung und zufällig anwesendes medizinisches Fachpersonal

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Lufthansa reaktiviert saisonale Flugverbindung zwischen München und Jersey

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa plant für die Sommersaison 2026 eine Rückkehr auf die Route zwischen München und der britischen Kanalinsel Jersey. Wie aus aktuellen Flugplandaten hervorgeht, wird die Verbindung im Zeitraum vom 22. Juli bis zum 2. September 2026 bedient. Geplant ist ein wöchentlicher Flug, der jeweils mittwochs durchgeführt wird. Zum Einsatz kommt dabei ein Flugzeug des Typs Airbus A319. Diese saisonale Erweiterung zielt primär auf den touristischen Reiseverkehr während der europäischen Sommerferien ab und ergänzt das bestehende Portfolio der Lufthansa Group am bayerischen Drehkreuz. Zusätzlich zum Angebot der Kernmarke Lufthansa bleibt die Tochtergesellschaft Air Dolomiti auf dieser Strecke aktiv. Die italienische Regionalfluggesellschaft wird Jersey weiterhin samstags anfliegen, wobei Maschinen vom Typ Embraer E195 eingesetzt werden. Durch diese Koordination innerhalb des Konzerns bietet die Lufthansa Group im Hochsommer zwei wöchentliche Verbindungen von München auf die größte der Kanalinseln an. Branchenexperten werten die Wiederaufnahme der Lufthansa-Flüge als Reaktion auf die stabile Nachfrage im Segment der gehobenen Individualreisen in Richtung der britischen Kronbesitzungen. Jersey hat sich in den letzten Jahren zu einem gefragten Ziel für den deutschsprachigen Markt entwickelt, wobei der Flughafen München als zentrales Einzugsgebiet für Reisende aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz fungiert. Der Flughafen von Jersey (JER) verfügt über eine vergleichsweise kurze Start- und Landebahn von etwa 1.700 Metern, was den Einsatz von mittelgroßen Kurzstreckenflugzeugen wie dem Airbus A319 oder der Embraer-Flotte technisch erforderlich macht. Während der Airbus A319 eine Kapazität von rund 138 Sitzen bietet, ergänzt die Embraer E195 mit etwa 120 Plätzen das Angebot in einem ähnlichen

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