Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa plant für die Sommersaison 2026 eine Rückkehr auf die Route zwischen München und der britischen Kanalinsel Jersey. Wie aus aktuellen Flugplandaten hervorgeht, wird die Verbindung im Zeitraum vom 22. Juli bis zum 2. September 2026 bedient. Geplant ist ein wöchentlicher Flug, der jeweils mittwochs durchgeführt wird. Zum Einsatz kommt dabei ein Flugzeug des Typs Airbus A319. Diese saisonale Erweiterung zielt primär auf den touristischen Reiseverkehr während der europäischen Sommerferien ab und ergänzt das bestehende Portfolio der Lufthansa Group am bayerischen Drehkreuz.
Zusätzlich zum Angebot der Kernmarke Lufthansa bleibt die Tochtergesellschaft Air Dolomiti auf dieser Strecke aktiv. Die italienische Regionalfluggesellschaft wird Jersey weiterhin samstags anfliegen, wobei Maschinen vom Typ Embraer E195 eingesetzt werden. Durch diese Koordination innerhalb des Konzerns bietet die Lufthansa Group im Hochsommer zwei wöchentliche Verbindungen von München auf die größte der Kanalinseln an. Branchenexperten werten die Wiederaufnahme der Lufthansa-Flüge als Reaktion auf die stabile Nachfrage im Segment der gehobenen Individualreisen in Richtung der britischen Kronbesitzungen.
Jersey hat sich in den letzten Jahren zu einem gefragten Ziel für den deutschsprachigen Markt entwickelt, wobei der Flughafen München als zentrales Einzugsgebiet für Reisende aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz fungiert. Der Flughafen von Jersey (JER) verfügt über eine vergleichsweise kurze Start- und Landebahn von etwa 1.700 Metern, was den Einsatz von mittelgroßen Kurzstreckenflugzeugen wie dem Airbus A319 oder der Embraer-Flotte technisch erforderlich macht. Während der Airbus A319 eine Kapazität von rund 138 Sitzen bietet, ergänzt die Embraer E195 mit etwa 120 Plätzen das Angebot in einem ähnlichen Segment.
Die logistische Bedeutung der Route wird zudem durch die Tatsache unterstrichen, dass Direktverbindungen aus Deutschland auf die Kanalinseln weiterhin rar gesät sind. Neben München existieren punktuelle Charterverbindungen aus anderen deutschen Großstädten, doch die Linienanbindung über das Drehkreuz München sichert durch das Netzwerk der Lufthansa Group auch internationale Anschlussflüge. Für den operativen Betrieb bedeutet die Mittwochs-Rotation eine Entzerrung des meist stark frequentierten Wochenendverkehrs. Die Planungen für 2026 zeigen, dass die Lufthansa Group ihre Strategie fortsetzt, touristische Nischenziele mit etabliertem Fluggerät effizient zu bedienen.