Januar 22, 2026

Weitere Artikel aus der Rubrik

Januar 22, 2026

QantasLink investiert in Kabinen-Upgrades und ersetzt Fokker-Jets durch Embraer E190

Die australische Fluggesellschaft QantasLink hat ein umfassendes Investitionsprogramm für ihre westaustralische Tochtergesellschaft Network Aviation angekündigt, um die operative Leistungsfähigkeit und den Komfort auf Regional- und Charterstrecken signifikant zu steigern. Im Zentrum der Strategie steht der schrittweise Austausch der alternden Fokker 100-Flotte, die nach über drei Jahrzehnten im Dienst durch modernere Embraer E190-Jets ersetzt wird. Parallel dazu wird die bestehende Airbus-Flotte einer umfangreichen Kabinenauffrischung unterzogen, die unter anderem die Installation von Bord-Wi-Fi und neuen Sitzen mit integrierten Ladevorrichtungen umfasst. Diese Maßnahmen sind Teil einer großangelegten Erneuerungswelle innerhalb der Qantas-Gruppe, die insgesamt über 200 neue Flugzeuge umfasst. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit und Effizienz insbesondere für den für Westaustralien kritischen Rohstoffsektor sowie für entlegene Gemeinden zu optimieren. Während die ersten umgerüsteten Maschinen noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen sollen, ist der Abschluss des Kabinenprogramms für Anfang 2027 projektiert. Die Beschaffung der Embraer-Jets wird schrittweise erfolgen, wobei zunächst drei Maschinen bis Ende 2026 erwartet werden. Strukturelle Bedeutung von Network Aviation für den westaustralischen Markt Network Aviation fungiert als wesentliches Rückgrat für die logistische Anbindung des Bundesstaates Western Australia. Mit Sitz in Perth führt die hundertprozentige Qantas-Tochter wöchentlich mehr als 600 Flüge zu über 25 Zielen durch. Das Streckennetz erstreckt sich dabei weit über die Grenzen des Bundesstaates hinaus und bedient Destinationen wie Darwin, Newcastle, Hobart sowie die strategisch wichtigen Weihnachtsinseln und die Kokosinseln. Eine zentrale Säule des Geschäftsmodells ist die Bereitstellung von Kapazitäten für die Rohstoffindustrie, insbesondere für den sogenannten Fly-in-Fly-out-Betrieb (FIFO), bei dem Arbeiter in entlegene Minengebiete transportiert werden. Die aktuelle

weiterlesen »

Ausbau des Flugangebots am Flughafen Hannover für den Sommer 2026

Der Flughafen Hannover erweitert für die kommende Sommersaison 2026 sein Streckennetz und die verfügbaren Kapazitäten im touristischen Segment sowie im Städteverkehr. Die Fluggesellschaft Eurowings nimmt neue Direktverbindungen nach Nizza an der Côte d’Azur und Alicante an der spanischen Costa Blanca in ihr Programm auf. Zusätzlich verstärkt Sun Express die Präsenz am Standort mit einer zweimal wöchentlich bedienten Route nach Edremit in der Türkei. Auch die portugiesische Hauptstadt Lissabon kehrt mit drei wöchentlichen Umläufen fest in den Flugplan zurück, während die Regionalfluggesellschaft Sky Alps ihre Verbindung nach Bozen in Südtirol fortsetzt. Neben neuen Zielen liegt ein Schwerpunkt auf der Frequenzerhöhung bestehender Routen. Die Airlines SAS und Eurowings verdichten ihre Flugpläne in den Norden und Osten Europas, insbesondere zu den skandinavischen Metropolen Kopenhagen und Stockholm sowie nach Pula an der kroatischen Adria. Diese Intensivierung trägt der steigenden Nachfrage nach Städtereisen und Geschäftsterminen in der Öresund-Region und im Baltikum Rechnung. Zusätzliche Recherchen im operativen Bereich zeigen, dass der Flughafen durch optimierte Bodenabfertigungsprozesse die erhöhte Anzahl an Flugbewegungen in den Spitzenzeiten des Sommers auffangen will. Eine signifikante Stärkung erfährt Hannover durch die Stationierung weiterer Flugzeuge der Ferienflieger Tuifly und Corendon. Tuifly erhöht seine am Standort Hannover-Langenhagen stationierte Flotte auf insgesamt sechs Jets, während Corendon nun zwei Maschinen dauerhaft am Flughafen positioniert. Diese Kapazitätserweiterung ermöglicht ein deutlich umfangreicheres Angebot zu klassischen Urlaubszielen rund um das Mittelmeer und auf die Kanarischen Inseln. Branchenexperten zufolge festigt Hannover damit seine Rolle als wichtigster Ferienflughafen im norddeutschen Raum abseits des Drehkreuzes Hamburg. Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Expansion spiegelt sich

weiterlesen »

Russische Luftfahrt setzt verstärkt auf die Instandsetzung von Boeing 747 aus Altbeständen

Die anhaltenden Restriktionen im internationalen Handel mit Luftfahrtkomponenten haben die russische Luftfahrtindustrie zu Beginn des Jahres 2026 in eine Phase der technologischen und operativen Umkehr gezwungen. Da westliche Sanktionen den Zufluss von Ersatzteilen und modernen Triebwerkstechnologien weiterhin unterbinden, greifen staatliche Akteure nun auf drastische Maßnahmen zurück, um die Konnektivität innerhalb des flächengrößten Landes der Erde aufrechtzuerhalten. Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist die Reaktivierung von eingemotteten Großraumflugzeugen des Typs Boeing 747-400 durch die Fluggesellschaft Rossiya Airlines. Diese Maschinen, die teilweise seit über einem Jahrzehnt auf Abstellplätzen lagerten, stammen aus der Konkursmasse der insolventen Transaero. Branchenexperten werten diesen Schritt als Reaktion auf den akuten Mangel an Langstreckenkapazitäten, da die moderne Airbus- und Boeing-Flotte aufgrund fehlender zertifizierter Wartungskomponenten sukzessive dezimiert wird. Parallel dazu forcieren russische Industriekonsortien die Entwicklung einheimischer Alternativen, doch bis zur Serienreife dieser Flugzeugtypen bleibt der Rückgriff auf betagte Bestände und sowjetisches Erbe die einzige Option, um einen Zusammenbruch des zivilen Flugverkehrs zu verhindern. Engpässe in der Ersatzteilversorgung und die Rolle der West-Flotte Die statistische Lage der russischen Luftfahrt zeichnet ein deutliches Bild der Abhängigkeit von ausländischer Technik. Von den insgesamt rund 1.135 im Dienst befindlichen Verkehrsflugzeugen sind schätzungsweise 67 Prozent westlicher Herkunft. Während Maschinen von Airbus und Boeing vor dem Jahr 2022 das Rückgrat des modernen Reiseverkehrs bildeten, stellt deren Aufrechterhaltung heute eine logistische Herausforderung dar. Ohne den direkten Zugriff auf Originalteile (OEM) und offizielle Wartungshandbücher der Hersteller sind die Airlines gezwungen, auf Graumarktimporte oder das sogenannte Kannibalisieren von stehenden Flugzeugen zurückzugreifen. Da die Reichweite und Kapazität der verbleibenden

weiterlesen »

Sun Express verzeichnet deutliches Passagierplus im Geschäftsjahr und Weihnachtsverkehr

Die Fluggesellschaft Sun Express hat das Jahr 2025 mit einem signifikanten Wachstum bei den Fluggastzahlen abgeschlossen. Nach aktuellen Unternehmensdaten beförderte der Ferienflieger, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines, im gesamten vergangenen Kalenderjahr rund 16 Millionen Passagiere. Dies entspricht einer Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr 2024. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft in der Weihnachts- und Neujahrsperiode vom 20. Dezember 2025 bis zum 4. Januar 2026. In diesem kurzen Zeitraum nutzten etwa eine halbe Million Reisende die Verbindungen der Airline, was ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum markiert. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass dieses Wachstum maßgeblich durch eine massive Kapazitätsausweitung im deutschsprachigen Raum getrieben wurde. Sun Express hat im Jahr 2025 sein Streckennetz von wichtigen Abflughäfen wie Frankfurt, München, Düsseldorf und Wien in Richtung der türkischen Riviera und Anatoliens weiter verdichtet. Das Unternehmen profitierte dabei von einer stabilen Nachfrage nach Besuchsreisen zu Freunden und Verwandten sowie einem anhaltenden Trend zu Winterurlauben in der Türkei. Um das erhöhte Passagieraufkommen während der Feiertage zu bewältigen, wurden auf zahlreichen Routen zusätzliche Frequenzen und punktuelle Charterflüge eingerichtet. Hinter dem operativen Erfolg steht eine konsequente Flottenstrategie. Die Fluggesellschaft setzt verstärkt auf den Einsatz moderner Maschinen vom Typ Boeing 737-800 und Boeing 737 Max, um die Sitzplatzkapazität pro Flug zu optimieren. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Sun Express durch langfristige Leasingverträge und die Integration neuer Flugzeuge seine Position als Marktführer im Verkehr zwischen Deutschland und der Türkei festigen konnte. Für das laufende Jahr 2026 plant das Management eine weitere Expansion, wobei insbesondere

weiterlesen »

B787-Absturz: US Senats prüft Berichte über systemische Mängel

Ein umfangreicher Whistleblower-Bericht an den Permanent Subcommittee on Investigations (PSI) des US-Senats hat eine neue Debatte über die Sicherheit der Boeing 787-Flotte ausgelöst. Im Fokus steht der Absturz von Flug AI171 am 12. Juni 2025 kurz nach dem Start in Ahmedabad, Indien. Das Dossier legt detailliert dar, dass die betroffene Maschine mit dem Kennzeichen VT-ANB über ihre gesamte Dienstzeit hinweg von massiven elektrischen Störungen und Systemfehlern betroffen war. Den vorliegenden Dokumenten zufolge könnten sowohl der Hersteller als auch beteiligte Aufsichtsbehörden kritische Sicherheitsbedenken unterschätzt oder nicht ausreichend kommuniziert haben. Ziel der parlamentarischen Untersuchung ist es nun, die Vorwürfe latenter Defekte zu prüfen und zu bewerten, inwieweit diese Probleme die globale Luftverkehrssicherheit beeinflussen. Der Fall rückt erneut die Wartungsprotokolle und die Transparenz innerhalb der kommerziellen Luftfahrt in das Zentrum des öffentlichen Interesses, während internationale Ermittler weiterhin nach der endgültigen Absturzursache suchen. Die Historie technischer Defekte der Maschine VT-ANB Die dem Untersuchungsausschuss vorliegenden Wartungs- und Konstruktionsunterlagen, die teilweise von der Foundation for Aviation Safety (FAS) zur Verfügung gestellt wurden, zeichnen ein beunruhigendes Bild der betroffenen Boeing 787-8. Seit ihrer Indienststellung im Jahr 2014 kam es bei diesem spezifischen Flugzeug wiederholt zu schwerwiegenden Fehlfunktionen in der Bordelektrik. Die Aufzeichnungen belegen eine Serie von ausgelösten Schutzschaltern, Kurzschlüssen und gefährlichen Überhitzungsereignissen. Besonders hervorzuheben ist ein Vorfall im Januar 2022, bei dem ein Brand in der Hauptstromverteilung (P100 Primary Power Panel) ausbrach, der einen kompletten Austausch der gesamten Einheit erforderlich machte. Der Whistleblower-Bericht klassifiziert diese Vorfälle als latente Defekte – verborgene Mängel, die im regulären Betrieb zunächst

weiterlesen »

Singapore Airlines sichert sich Millionensumme durch neue Anleihe am Kapitalmarkt

Die nationale Fluggesellschaft Singapurs, Singapore Airlines (SIA), hat erfolgreich eine neue Anleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren am Kapitalmarkt platziert. Das Volumen der Emission beläuft sich auf 500 Millionen Singapur-Dollar, was zum aktuellen Wechselkurs etwa 332 Millionen Euro entspricht. Die Schuldverschreibung ist mit einem festen Zinssatz von 2,70 Prozent ausgestattet und wurde am vergangenen Dienstag offiziell dokumentiert. Diese Finanzierungsmaßnahme erfolgt im Rahmen eines großangelegten Emissionsprogramms über insgesamt zehn Milliarden Singapur-Dollar, welches der Airline ermöglicht, flexibel Kapital in verschiedenen Währungen aufzunehmen. Die generierten Mittel sind zweckgebunden und sollen primär für die Finanzierung neuer Flugzeugbestellungen sowie damit verbundene Anzahlungen verwendet werden. Singapore Airlines verfügt über umfangreiche Auftragsbücher bei den Herstellern Boeing und Airbus, um die Modernisierung ihrer Flotte mit Modellen wie der Boeing 777-9 und dem Airbus A350 voranzutreiben. Darüber hinaus dient das frische Kapital allgemeinen Unternehmenszwecken. Hierzu zählt insbesondere die Refinanzierung bestehender kurz- und mittelfristiger Verbindlichkeiten, um das Fälligkeitsprofil der Unternehmensschulden zu optimieren und die Liquidität langfristig abzusichern. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass Singapore Airlines mit dieser Platzierung von einem stabilen Zinsumfeld in der Region Südostasien profitiert. Analysten weisen darauf hin, dass die Airline nach dem Rekordgewinn des vorangegangenen Geschäftsjahres eine hohe Kreditwürdigkeit bei Investoren genießt. Die Entscheidung für eine Anleihe in lokaler Währung unterstreicht die Strategie, die Abhängigkeit von internationalen Zinsschwankungen zu reduzieren. Durch die zehnjährige Laufzeit sichert sich das Unternehmen zudem Planungssicherheit für die anstehenden Lieferphasen der neuen Langstreckenflotte. Wirtschaftlich betrachtet festigt SIA mit diesem Schritt ihre Position als einer der finanzstärksten Carrier weltweit. Die Erlöse aus der Anleihe

weiterlesen »