Februar 2, 2026

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Februar 2, 2026

BARIG fordert nach Kabinettsbeschluss weitere Entlastungen

Das Bundeskabinett hat in dieser Woche die Nationale Tourismusstrategie für Deutschland verabschiedet, was beim Board of Airline Representatives in Germany (BARIG) auf ein geteiltes Echo stößt. Der Verband, der die Interessen von über 100 nationalen und internationalen Fluggesellschaften vertritt, sieht in dem Beschluss zwar eine notwendige Anerkennung der touristischen Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft, mahnt jedoch dringende Korrekturen bei den Rahmenbedingungen an. Laut BARIG-Chairman Michael Hoppe wurde der Stellenwert des Luftverkehrs als Rückgrat für den Inbound- und Outbound-Tourismus zwar erkannt, die Umsetzung hänge jedoch massiv von der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts ab. Ein zentraler Kritikpunkt bleiben die im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohen Standortkosten an deutschen Flughäfen. Der Verband begrüßt zwar, dass die Bundesregierung die zum 1. Juli 2026 geplante Rücknahme der jüngsten Erhöhung der Luftverkehrsteuer festgeschrieben hat, bezeichnet dies jedoch lediglich als ersten Schritt. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Deutschland bei der Erholung des Flugangebots nach der Pandemie im Vergleich zu anderen EU-Staaten weiterhin deutlich zurückliegt. Hohe Luftsicherheitsgebühren und steigende Entgelte für die Flugsicherung belasten die Kalkulationen der Airlines zusätzlich und verhindern laut Verbandsangaben den Ausbau wichtiger Direktverbindungen. Die Strategie knüpft an die Beschlüsse des Koalitionsausschusses vom November 2025 an, die eine generelle Stärkung des Luftverkehrsstandortes vorsahen. Der BARIG fordert nun eine unverzügliche Ausweitung der Kostenentlastungen, um den Luftverkehr wieder als Wachstumsmotor für die schwächelnde deutsche Wirtschaft zu etablieren. Besonders die Forderung nach mehr Flugverbindungen könne nur erfüllt werden, wenn Deutschland seine Position im internationalen Preiswettbewerb verbessere. Ohne weitere staatliche Impulse drohe Deutschland den Anschluss an globale Tourismusströme zu verlieren, da

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Airbus sucht nach potentiellen A220-500-Kunden

Der europäische Flugzeugbauer Airbus bereitet derzeit die nächsten Schritte für eine signifikante Erweiterung seines Produktportfolios vor. Im Zentrum der strategischen Überlegungen steht eine verlängerte Version der erfolgreichen A220-Familie, die unter der Bezeichnung A220-500 die Lücke zwischen den bestehenden Regionalflugzeugen und der größeren A320-Familie schließen soll. Branchenexperten und Marktbeobachter erwarten, dass Airbus bereits im laufenden Jahr konkrete Gespräche mit Leasinggesellschaften und Fluggesellschaften vertiefen wird, um das Marktpotenzial für dieses neue Modell zu evaluieren. Eine offizielle Ankündigung könnte nach aktuellen Branchenberichten bereits auf der Farnborough International Airshow im Juli dieses Jahres erfolgen, sofern die internen Genehmigungsprozesse und die Marktrückmeldungen positiv verlaufen. Die Entwicklung der A220-Serie hat seit der Übernahme des Programms von Bombardier im Jahr 2019 eine beachtliche Dynamik entwickelt. Ursprünglich als CSeries konzipiert, hat sich das Flugzeug durch seine modernen technologischen Ansätze und seine wirtschaftliche Effizienz auf dem Weltmarkt etabliert. Die aktuelle Modellpalette besteht aus der A220-100, die für eine Kapazität von etwa 100 bis 135 Passagieren ausgelegt ist, und der größeren A220-300, die zwischen 120 und 150 Fluggäste befördern kann. Die geplante A220-500 würde dieses Spektrum nach oben erweitern und Platz für etwa 180 Passagiere bieten. Damit tritt das Flugzeug in direkte Konkurrenz zu etablierten Mustern im unteren Segment der Standardrumpfflugzeuge, bietet jedoch aufgrund seiner neueren Konstruktion potenzielle Vorteile bei den Betriebskosten und der Flexibilität für die Fluggesellschaften. Ein wesentlicher Treiber für die aktuellen Spekulationen ist die personelle Neuausrichtung innerhalb der Führungsriege von Airbus. Lars Wagner, der neue Chef der Sparte für Verkehrsflugzeuge, hat kürzlich bei einer Branchenkonferenz Signale gesendet,

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ANA Group meldet Rekordumsatz durch boomendes Japan-Geschäft

Die japanische ANA Group, Muttergesellschaft der größten Fluggesellschaft des Landes All Nippon Airways (ANA), hat für die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres eine historische Bilanz vorgelegt. Mit einem Rekordumsatz von umgerechnet rund 10,93 Milliarden Euro übertrifft das Unternehmen die Ergebnisse der Vorjahre deutlich. Der Betriebsgewinn belief sich zum Stichtag am 30. Jänner 2026 auf etwa 1,05 Milliarden Euro, während der Nettogewinn rund 810 Millionen Euro erreichte. Als Haupttreiber für diese Entwicklung identifizierte das Management in Tokio die ungebrochene Dynamik im internationalen Reiseverkehr sowie eine stabile Inlandsnachfrage, die durch eine präzise Tarifsteuerung effizient ausgeschöpft wurde. Besonders im internationalen Passagiergeschäft verzeichnete die Gruppe signifikante Zuwächse. Mit 6,64 Millionen beförderten Fluggästen stieg das Passagieraufkommen in diesem Segment um 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ein wesentlicher Faktor war hierbei der Ausbau des Europanetzes: Neue Direktverbindungen von Tokio-Haneda nach Mailand, Stockholm und Istanbul sorgten für zusätzliche Kapazitäten und eine verstärkte Anbindung an wichtige Wirtschaftszentren. Ergänzend dazu wurden die Frequenzen auf strategischen Routen nach Hongkong, Mumbai und Perth erhöht. Die Sitzladequote im internationalen Bereich kletterte parallel dazu auf 82 Prozent, was die hohe Auslastung der Großraumflotte unterstreicht. Trotz meteorologischer Herausforderungen im Heimatmarkt konnte auch der Inlandsverkehr zulegen. Über 34,5 Millionen Passagiere nutzten die Dienste der ANA Group innerhalb Japans, was einem Plus von 3,7 Prozent entspricht. Um die Rentabilität zu steigern, konzentrierte sich die Airline auf die Optimierung stark frequentierter Rennstrecken zwischen Tokio, Sapporo und Fukuoka. Während das Passagiergeschäft florierte, präsentierte sich der Frachtmarkt differenzierter. Zwar profitierte die Frachtsparte von einer Erholung der Warenströme zwischen

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