
BARIG fordert nach Kabinettsbeschluss weitere Entlastungen
Das Bundeskabinett hat in dieser Woche die Nationale Tourismusstrategie für Deutschland verabschiedet, was beim Board of Airline Representatives in Germany (BARIG) auf ein geteiltes Echo stößt. Der Verband, der die Interessen von über 100 nationalen und internationalen Fluggesellschaften vertritt, sieht in dem Beschluss zwar eine notwendige Anerkennung der touristischen Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft, mahnt jedoch dringende Korrekturen bei den Rahmenbedingungen an. Laut BARIG-Chairman Michael Hoppe wurde der Stellenwert des Luftverkehrs als Rückgrat für den Inbound- und Outbound-Tourismus zwar erkannt, die Umsetzung hänge jedoch massiv von der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts ab. Ein zentraler Kritikpunkt bleiben die im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohen Standortkosten an deutschen Flughäfen. Der Verband begrüßt zwar, dass die Bundesregierung die zum 1. Juli 2026 geplante Rücknahme der jüngsten Erhöhung der Luftverkehrsteuer festgeschrieben hat, bezeichnet dies jedoch lediglich als ersten Schritt. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Deutschland bei der Erholung des Flugangebots nach der Pandemie im Vergleich zu anderen EU-Staaten weiterhin deutlich zurückliegt. Hohe Luftsicherheitsgebühren und steigende Entgelte für die Flugsicherung belasten die Kalkulationen der Airlines zusätzlich und verhindern laut Verbandsangaben den Ausbau wichtiger Direktverbindungen. Die Strategie knüpft an die Beschlüsse des Koalitionsausschusses vom November 2025 an, die eine generelle Stärkung des Luftverkehrsstandortes vorsahen. Der BARIG fordert nun eine unverzügliche Ausweitung der Kostenentlastungen, um den Luftverkehr wieder als Wachstumsmotor für die schwächelnde deutsche Wirtschaft zu etablieren. Besonders die Forderung nach mehr Flugverbindungen könne nur erfüllt werden, wenn Deutschland seine Position im internationalen Preiswettbewerb verbessere. Ohne weitere staatliche Impulse drohe Deutschland den Anschluss an globale Tourismusströme zu verlieren, da

