Boeing 777 (Foto: ANA).
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ANA Group meldet Rekordumsatz durch boomendes Japan-Geschäft

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Die japanische ANA Group, Muttergesellschaft der größten Fluggesellschaft des Landes All Nippon Airways (ANA), hat für die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres eine historische Bilanz vorgelegt. Mit einem Rekordumsatz von umgerechnet rund 10,93 Milliarden Euro übertrifft das Unternehmen die Ergebnisse der Vorjahre deutlich.

Der Betriebsgewinn belief sich zum Stichtag am 30. Jänner 2026 auf etwa 1,05 Milliarden Euro, während der Nettogewinn rund 810 Millionen Euro erreichte. Als Haupttreiber für diese Entwicklung identifizierte das Management in Tokio die ungebrochene Dynamik im internationalen Reiseverkehr sowie eine stabile Inlandsnachfrage, die durch eine präzise Tarifsteuerung effizient ausgeschöpft wurde.

Besonders im internationalen Passagiergeschäft verzeichnete die Gruppe signifikante Zuwächse. Mit 6,64 Millionen beförderten Fluggästen stieg das Passagieraufkommen in diesem Segment um 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ein wesentlicher Faktor war hierbei der Ausbau des Europanetzes: Neue Direktverbindungen von Tokio-Haneda nach Mailand, Stockholm und Istanbul sorgten für zusätzliche Kapazitäten und eine verstärkte Anbindung an wichtige Wirtschaftszentren. Ergänzend dazu wurden die Frequenzen auf strategischen Routen nach Hongkong, Mumbai und Perth erhöht. Die Sitzladequote im internationalen Bereich kletterte parallel dazu auf 82 Prozent, was die hohe Auslastung der Großraumflotte unterstreicht.

Trotz meteorologischer Herausforderungen im Heimatmarkt konnte auch der Inlandsverkehr zulegen. Über 34,5 Millionen Passagiere nutzten die Dienste der ANA Group innerhalb Japans, was einem Plus von 3,7 Prozent entspricht. Um die Rentabilität zu steigern, konzentrierte sich die Airline auf die Optimierung stark frequentierter Rennstrecken zwischen Tokio, Sapporo und Fukuoka. Während das Passagiergeschäft florierte, präsentierte sich der Frachtmarkt differenzierter. Zwar profitierte die Frachtsparte von einer Erholung der Warenströme zwischen Asien und Nordamerika, sah sich jedoch mit einer schwächeren Nachfrage aus dem Automobilsektor und dem E-Commerce konfrontiert, was zu einem leichten Umsatzrückgang in diesem Teilbereich führte.

Im Segment der Budget-Airlines verzeichneten die Tochtergesellschaften Peach Aviation und AirJapan ebenfalls steigende Passagierzahlen, sahen sich jedoch einem verschärften Preiswettbewerb ausgesetzt. Peach Aviation beförderte knapp sieben Millionen Fluggäste und reagierte auf den Marktdruck mit einer stärkeren Digitalisierung der Abfertigungsprozesse. Basierend auf der starken Performance der ersten neun Monate hält die ANA Group an ihrer angehobenen Finanzprognose für das bis März 2026 laufende Geschäftsjahr fest. Das Unternehmen erwartet einen Gesamtumsatz von 14,4 Milliarden Euro und positioniert sich damit weiterhin als einer der profitabelsten Akteure in der globalen Luftfahrtindustrie.

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