Februar 6, 2026

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Februar 6, 2026

Meilenstein für das Boeing 777X Programm und geplanter Erstflug der Lufthansa Maschine

Der US amerikanische Flugzeugbauer Boeing nähert sich einem entscheidenden Wendepunkt in der Entwicklung seines neuesten Langstreckenflugzeugs, der 777X. Nach jahrelangen Verzögerungen und technischen Hürden plant das Unternehmen laut internen Berichten den Erstflug einer für den kommerziellen Dienst vorgesehenen Maschine im April 2026. Aktuell durchläuft das erste für die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa bestimmte Exemplar intensive Treibstofftests auf dem Paine Field in Everett, Washington. Dieser Fortschritt ist für Boeing von strategischer Bedeutung, da das Programm seit seiner Einführung im Jahr 2013 mit massiven Kostenüberschreitungen und zeitlichen Verschiebungen zu kämpfen hatte. Trotz der finanziellen Belastungen und der auf Anfang 2027 verschobenen Auslieferung signalisieren die weltweiten Auftragsbücher ein ungebrochenes Interesse der Luftfahrtbranche an diesem neuen Flugzeugtyp. Technische Vorbereitungen am Standort Everett Die Aktivitäten auf dem Paine Field haben in den letzten Wochen deutlich zugenommen. Beobachtungen vor Ort bestätigen, dass sich die Lufthansa Maschine derzeit an den Treibstoffdocks befindet, um die Integrität der Tanksysteme und die Effizienz der Kraftstoffzufuhr zu prüfen. Diese Tests sind ein obligatorischer Bestandteil der Vorflugkontrolle, bevor das Flugzeug in die nächste Phase der Erprobung eintritt. Für Ende Februar 2026 sind die ersten Triebwerkstests angesetzt, bei denen die gewaltigen GE9X Triebwerke von General Electric erstmals unter Realbedingungen am Boden gezündet werden. Diese Triebwerke stellen eine der zentralen Neuerungen der 777X dar. Mit einem Fandurchmesser von über 3,4 Metern sind sie die größten jemals für die zivile Luftfahrt gebauten Antriebe. Sie sollen im Zusammenspiel mit den neu entwickelten Tragflächen aus Verbundwerkstoffen eine deutliche Steigerung der Reichweite und Kapazität ermöglichen. Ein besonderes Merkmal der

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Gewalt gegen Bahnpersonal: Gewerkschaften fordern nach tödlichem Angriff Konsequenzen

Der Tod eines 36-jährigen deutschen Zugbegleiters nach dem Angriff eines Schwarzfahrers sorgt für massive Erschütterung in der gesamten europäischen Eisenbahnbranche. Der Bahnmitarbeiter war während einer Routinekontrolle im Zug attackiert und so schwer verletzt worden, dass er später seinen Verletzungen erlag. Die Gewerkschaft vida sowie die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) reagierten mit Bestürzung auf den Vorfall und mahnten an, dass körperliche Gewalt gegenüber Personal im öffentlichen Sektor kein kalkuliertes Berufsrisiko darstellen dürfe. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Übergriffen ein, die laut Gewerkschaftsangaben seit Jahren quantitativ und qualitativ zunehmen. Statistiken der Branchenverbände und Sicherheitsbehörden bestätigen den Trend einer steigenden Gewaltbereitschaft in öffentlichen Verkehrsmitteln. Insbesondere Ticketkontrollen und die Durchsetzung der Beförderungsbedingungen werden zunehmend zum Auslöser für Eskalationen. Gerhard Tauchner, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft vida, fordert angesichts der tragischen Entwicklung einen politischen Schulterschluss auf nationaler und europäischer Ebene. Er verlangt von den Bahnmanagements deutliche Signale sowie eine gezielte Stärkung der Sicherheitsstrukturen in den Unternehmen, um die Beschäftigten während ihres Dienstes wirksam zu schützen. Ein zentraler Punkt der gewerkschaftlichen Forderungen ist die personelle Besetzung der Züge. Es wird kritisiert, dass Mitarbeiter oft allein gelassen werden, wenn gefährliche Situationen entstehen. Gefordert wird daher eine Aufstockung des Personals sowie die Einführung verpflichtender Präventions- und Deeskalationsmechanismen in der Ausbildung und im täglichen Arbeitsablauf. Nur durch mehr Präsenz von Sicherheitskräften und zusätzlichem Bordpersonal könne die Hemmschwelle für potenzielle Täter erhöht und die Reaktionszeit bei Vorfällen verkürzt werden. Auch technische Hilfsmittel wie Bodycams werden in der aktuellen Debatte verstärkt als Abschreckungsmittel diskutiert. Die Eisenbahngewerkschaften betonen,

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Rolls-Royce setzt auf technologische Erneuerung im 787-Programm

Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce leitet mit der Einführung des neuen Serienstandards Trent 1000 XE eine entscheidende Phase für die Boeing 787 Dreamliner-Flotte ein. Ziel dieser technologischen Weiterentwicklung ist es, die massiven Haltbarkeitsprobleme der Vergangenheit zu überwinden und die Marktposition gegenüber dem US-amerikanischen Konkurrenten General Electric zurückzugewinnen. Durch eine grundlegende Überarbeitung der Hochdruck-Turbinenschaufeln und eine optimierte Kühlung verspricht das Unternehmen eine Verdreifachung der effektiven Einsatzzeit der Triebwerke. Die Neuerung betrifft dabei nicht nur künftige Auslieferungen ab dem Jahr 2026, sondern soll im Rahmen eines umfangreichen Retrofit-Programms auch Einzug in die bestehende Weltflotte halten. Herausforderungen für Fluggesellschaften und Betriebsausfälle Die Notwendigkeit für diesen technologischen Sprung resultiert aus einer jahrelangen Serie von technischen Mängeln, die zahlreiche Fluggesellschaften weltweit vor immense logistische Probleme stellte. Ein prominentes Beispiel ist Air New Zealand. Die Fluggesellschaft sah sich im Jahr 2024 gezwungen, eine wichtige Verbindung zwischen Auckland und Chicago vorübergehend aus dem Flugplan zu streichen, da ein signifikanter Teil ihrer Dreamliner-Flotte aufgrund von Triebwerksproblemen am Boden bleiben musste. Nach Angaben der Airline mussten die Trent 1000-Triebwerke bereits nach einer Spanne von 750 bis 850 Flugzyklen zur Revision. In der Luftfahrtbranche ist dies ein ungewöhnlich kurzes Intervall, das die Wirtschaftlichkeit des Flugbetriebs massiv beeinträchtigt. Solche ungeplanten Wartungsereignisse führen nicht nur zu hohen Kosten für Ersatzteile und Technikerstunden, sondern stören das gesamte Netzwerk einer Fluggesellschaft durch Flugausfälle und notwendige Umbuchungen. Technische Optimierungen durch den Standard XE Kernstück der neuen Triebwerksgeneration Trent 1000 XE ist das sogenannte Durability Enhancement Package. Die Ingenieure von Rolls-Royce haben hierfür auf Erfahrungen aus anderen

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Salzburg Airport modernisiert Boarding-Prozess für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität

Der Flughafen Salzburg setzt neue Standards in der Betreuung von Fluggästen mit körperlichen Einschränkungen. Mit der Einführung eines hochmodernen, vollelektrischen Boarding-Lifts der Firma Bulmor investiert der Flughafen in die Barrierefreiheit und Sicherheit auf dem Vorfeld. Das neue Hubfahrzeug ist das erste seiner Art in Österreich und ermöglicht es dem sogenannten Medical Service Team, Passagiere mit reduzierter Mobilität (PRM) sicher und auf Kabinenhöhe direkt an die Flugzeugtür zu bringen. Diese technische Neuerung ersetzt ältere, physisch belastende Methoden, bei denen Fluggäste oft mühsam mittels Tragstühlen über Gangways in die Maschine befördert werden mussten. Die Notwendigkeit für solche Investitionen ergibt sich aus dem stetig wachsenden Anteil an Reisenden, die auf Unterstützung angewiesen sind. Allein im vergangenen Jahr betreute das Medical Service Team in Salzburg über 13.600 Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Der neue Lift basiert auf einer modifizierten Seitenstapler-Technologie und erreicht eine Hubhöhe von bis zu 5,700 Millimetern, was sogar die Abfertigung von Großraumflugzeugen ermöglicht. Dank einer Lithium-Ionen-Batteriekapazität von 1.120 Ah und einer integrierten Fahrerkabine, die eine Einmannbedienung erlaubt, werden die Prozesse am Boden effizienter gestaltet und physische Belastungen für das Personal deutlich reduziert. Neben der technischen Komponente betont die Flughafengeschäftsführung die soziale Bedeutung barrierefreier Abläufe. Mobilitätseinschränkungen werden in Salzburg systematisch in die Infrastruktur integriert, um Selbstbestimmung und ein würdevolles Reiseerlebnis zu gewährleisten. Das Medical Service Team, das organisatorisch der Flughafenfeuerwehr unterstellt ist, fungiert dabei als zentraler Ansprechpartner. Es übernimmt nicht nur den Transport über das Vorfeld, sondern sichert auch die medizinische Erstversorgung im Terminal ab. Durch den Einsatz des neuen Lifts, der über ein

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