Februar 19, 2026

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Februar 19, 2026

Wizz Air erweitert Flugangebot zwischen Nordmazedonien und Deutschland

Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air baut ihre Marktführerschaft am Standort Skopje im kommenden Sommer deutlich aus. Ab dem 13. Juli 2026 erhöht der Billigflieger die Frequenzen auf zahlreichen Routen zu deutschen Zielen, um der steigenden Nachfrage im Besuchs- und Geschäftsreiseverkehr gerecht zu werden. Besonders stark profitiert der Flughafen Dortmund, der als wichtiges Drehkreuz für Reisende aus dem Balkan gilt. Hier wird das Angebot um drei zusätzliche Rotationen auf insgesamt zehn wöchentliche Flüge aufgestockt. Auch die Verbindung in die Bundeshauptstadt Berlin erfährt eine Erweiterung und wird künftig täglich bedient. Diese Kapazitätserhöhungen sind Teil einer umfassenden Strategie, mit der Wizz Air ihre Basis in der nordmazedonischen Hauptstadt festigt. Neben den Metropolregionen werden auch Regionalflughäfen verstärkt angebunden: Die Standorte Karlsruhe/Baden-Baden, Hamburg, Frankfurt-Hahn und Friedrichshafen erhalten jeweils eine zusätzliche wöchentliche Frequenz. Branchenanalysen zeigen, dass Skopje für Wizz Air eine der profitabelsten Basen in Südosteuropa darstellt, da die Fluggesellschaft dort einen Marktanteil von über 60 Prozent hält und kaum Konkurrenz durch nationale Anbieter erfährt. Die Ausweitung des Flugplans bis Mitte September 2026 zielt primär auf die Hauptreisezeit ab, in der traditionell viele in Deutschland lebende Staatsbürger Nordmazedoniens sowie Touristen die Verbindung nutzen. Für die Flughäfen in Friedrichshafen und am Hahn bedeutet die Frequenzerhöhung eine stabilere Auslastung der Infrastruktur im Sommersegment. Wizz Air setzt auf diesen Strecken vorwiegend Flugzeuge vom Typ Airbus A321neo ein, die durch eine hohe Bestuhlungskapazität eine effiziente Abwicklung der Passagierströme ermöglichen. Zusätzlich zu den deutschen Strecken hat die Airline angekündigt, auch Verbindungen in andere europäische Länder ab Skopje zu verstärken. Der Ausbau

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Flottenbereinigung bei Air France: Das Ende des Airbus A318 im kommerziellen Liniendienst

Die Ära des kleinsten Mitglieds der Airbus A320-Familie neigt sich bei Air France dem endgültigen Ende zu. Im Februar 2026 hat die Fluggesellschaft den Verkauf eines ihrer letzten verbliebenen Airbus A318 abgeschlossen. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenden Vereinbarung mit dem US-amerikanischen Unternehmen Ftai Aviation, die den Transfer von insgesamt sieben Schmalrumpfflugzeugen umfasst. Während der Airbus A320 als eines der erfolgreichsten Flugzeugprogramme der Luftfahrtgeschichte gilt, fristete die verkürzte Variante A318, in Fachkreisen oft als Baby-Bus bezeichnet, stets ein Dasein in einer Marktnische. Mit dem aktuellen Verkauf reagiert Air France auf die veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen im Kurzstreckenverkehr, bei denen die Effizienz pro Sitzplatz zur alles entscheidenden Kennzahl geworden ist. Die nun transferierte Maschine wird voraussichtlich nicht mehr für den Passagiertransport eingesetzt, sondern dient als strategisches Ersatzteillager. Insbesondere die Triebwerke vom Typ Cfm56 sowie wertvolle elektronische Komponenten stehen im Fokus der Käufer, um die Wartung größerer und wirtschaftlich rentablerer Flottenverbände weltweit sicherzustellen. Die wirtschaftliche Sackgasse eines geschrumpften Giganten Bei seiner Markteinführung Anfang der 2000er Jahre sollte der Airbus A318 die Lücke zwischen großen Regionaljets und den klassischen Mittelstreckenmaschinen schließen. Der große Vorteil für die Fluggesellschaften lag in der Kommunalität: Piloten, die für den A320 lizenziert waren, konnten ohne aufwendige Umschulung auch den A318 steuern, und die Wartungsprozesse blieben weitgehend identisch. Doch was technisch bestach, erwies sich wirtschaftlich zunehmend als Problem. Der A318 ist konstruktionsbedingt schwerer als reine Regionaljets vergleichbarer Größe, da er auf der robusten Struktur seiner größeren Geschwister basiert. Dies führt dazu, dass er zwar deutlich weniger Passagiere befördert – in

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