
Gefahren durch Lithium-Ionen-Akkus im Luftverkehr: Notlandung einer Embraer E175 nach Brand in der Kabine
Ein schwerwiegender Zwischenfall mit einem elektronischen Gerät hat am 22. Februar 2026 den Flugbetrieb einer Regionaltochter von Alaska Airlines massiv gestört und eine Notlandung erforderlich gemacht. Während des Fluges von Wichita nach Seattle fing die Powerbank eines Passagiers in der Kabine Feuer, was zu einer schnellen Ausbreitung von Rauch und Flammen führte. Dank des beherzten Eingreifens von Mitreisenden und der professionellen Reaktion der Kabinenbesatzung konnte eine Katastrophe verhindert werden. Dennoch musste das Flugzeug umkehren, und ein Passagier erlitt Verletzungen. Dieser Vorfall rückt die technischen Risiken von Lithium-Ionen-Energiespeichern erneut in den Fokus der Luftfahrtaufsicht und unterstreicht die Notwendigkeit strikter Sicherheitsprotokolle für den Transport elektronischer Kleingeräte. Der Vorfall über Kansas und die unmittelbare Reaktion Der Flug AS2117 der Horizon Air startete am Nachmittag des 22. Februar um 14:04 Uhr vom Wichita Dwight D. Eisenhower National Airport. Ziel der planmäßig durchgeführten Verbindung war der Seattle-Tacoma International Airport. An Bord der Embraer E175 befanden sich 76 Passagiere, als die Maschine ihre Reiseflughöhe erreichte. In einer Höhe von etwa 20.000 Fuß über der Ortschaft St. John im Bundesstaat Kansas kam es zum Unvorhersehbaren: Ein externer Akku, den ein Passagier bei sich führte, erlitt einen sogenannten thermischen Durchgang (thermal runaway). Ohne Vorwarnung oder äußere Einwirkung begann das Gerät zu rauchen und stieß schließlich Flammen aus, die Zeugenberichten zufolge eine Höhe von bis zu 30 Zentimetern erreichten. Augenzeugen schilderten dramatische Szenen. Ein Sitznachbar reagierte geistesgegenwärtig und beförderte das brennende Objekt in den Mittelgang des Flugzeugs, um ein Übergreifen der Flammen auf die Polsterung der Sitze oder die

