
Kerosinkosten: Air Baltic muss Staatskredit beantragen
Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic steht im Frühjahr 2026 vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen, die eine kurzfristige finanzielle Unterstützung durch den lettischen Staat notwendig machen. Infolge des eskalierenden Nahostkonflikts und der damit verbundenen massiven Instabilität auf den Energiemärkten sieht sich das Unternehmen mit einer Verdopplung der Treibstoffpreise sowie signifikanten Einnahmeausfällen konfrontiert. Das Verkehrsministerium in Riga prüft derzeit einen Antrag auf einen Stabilisierungskredit, um den laufenden Flugbetrieb abzusichern und die strategische Anbindung Lettlands an den europäischen Luftverkehrsraum zu gewährleisten. Während erste Berichte von einer Kreditsumme von 30 Millionen Euro sprachen, deuten Branchenanalysen auf einen weitaus höheren Liquiditätsbedarf hin, der im dreistelligen Millionenbereich liegen könnte. Die Situation verdeutlicht die Verwundbarkeit regionaler Fluggesellschaften gegenüber globalen politischen Spannungen, die unmittelbare Auswirkungen auf die Betriebskosten und die Netzplanung haben. Explosionsartiger Anstieg der Betriebskosten durch Kerosinpreise Der zentrale Faktor für die aktuelle Schieflage von Air Baltic ist die drastische Verteuerung von Flugbenzin. Da Kerosin den größten variablen Kostenblock einer Fluggesellschaft darstellt, schlägt die Verdopplung der Marktpreise unmittelbar auf die Bilanz durch. Der Nahostkonflikt hat die globalen Lieferketten für Erdölprodukte unter Druck gesetzt und zu spekulativen Preissteigerungen geführt, die insbesondere Fluggesellschaften ohne weitreichende Absicherungsgeschäfte (Hedging) hart treffen. Für Air Baltic bedeutet dies, dass die ursprünglichen Budgetplanungen für das Geschäftsjahr 2026 hinfällig sind. Die finanzielle Belastung wird durch die Tatsache verschärft, dass die Airline gleichzeitig gezwungen war, rentable Flugverbindungen auszusetzen. Aus Sicherheitsgründen wurden die Flüge nach Tel Aviv und Dubai eingestellt, was nicht nur zum Verlust direkter Ticketeinnahmen führte, sondern auch die Auslastung des restlichen Streckennetzes beeinträchtigte, da wichtige








