Mai 22, 2026

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Mai 22, 2026

Langwierige Insolvenz von Onur Air: Mitarbeiter warten weiterhin auf Entschädigungen

Die Krise um die ehemalige türkische Fluggesellschaft Onur Air verschärft sich weiter, während rund 1.800 ehemalige Angestellte, darunter Piloten und Kabinenpersonal, seit Jahren auf ausstehende Gehaltszahlungen und Abfindungen warten. Der Insolvenzprozess des Unternehmens, das den Flugbetrieb bereits im Jahr 2021 eingestellt hatte, bleibt aufgrund widersprüchlicher Gerichtsentscheidungen rechtlich festgefahren. Nachdem das 2. Handelsgericht in Bakırköy zunächst die Insolvenz erklärt hatte, wurde dieses Urteil durch ein Berufungsgericht aufgehoben, nur um später durch eine erneute Insolvenzentscheidung des 1. Handelsgerichts ersetzt zu werden. Diese juristische Hängepartie verhindert bis heute den Abschluss von Vollstreckungsverfahren und die Auszahlung der rechtmäßigen Ansprüche an die Betroffenen. Besonders kritisch bewerten die ehemaligen Mitarbeiter die Art ihrer Entlassung sowie die Kommunikation der Unternehmensleitung. Viele Angestellte erfuhren erst im April 2023 durch eine Mitteilung der Sozialversicherungsanstalt (SGK) von ihrem offiziellen Ausscheiden aus dem Unternehmen. Zuvor war die Belegschaft über längere Zeit mit Versprechungen über einen angeblichen Verkauf der Airline oder den Einstieg neuer Investoren hingehalten worden. In den Akten der Sozialversicherung wurden die Kündigungen unter dem spezifischen Code „23“ vermerkt, was die rechtliche Aufarbeitung der Ansprüche zusätzlich verkompliziert. Inzwischen hat der Fall auch die politische Ebene erreicht, wobei das Ministerium für Arbeit und Soziale Sicherheit auf parlamentarische Anfragen bisher lediglich mit Verweisen auf laufende Prüfungsverfahren reagierte. Die wirtschaftlichen Auswirkungen betreffen nicht nur das Fachpersonal, sondern tausende Familienmitglieder, die durch die ausbleibenden Zahlungen in finanzielle Not geraten sind. Während die Rechtsstreitigkeiten andauern, verfällt das verbliebene Vermögen der Fluggesellschaft zusehends. Einige Maschinen der Flotte befinden sich weiterhin auf den Flughäfen Atatürk und Antalya,

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Erstauslieferung der ATR Highline an Berjaya Air

Die Luftfahrtindustrie erlebt derzeit eine Verschiebung in der Wahrnehmung von Turboprop-Maschinen, die traditionell eher als zweckmäßige Arbeitspferde für Kurzstrecken galten. Am 19. Mai 2026 wurde in Toulouse ein Meilenstein für dieses Segment gesetzt: Der Flugzeughersteller ATR lieferte das weltweit erste Flugzeug mit der neu entwickelten Highline-Kabine an die malaysische Berjaya Air aus. Diese spezielle Konfiguration bricht mit konventionellen Bestuhlungsstandards und zielt darauf ab, die Lücke zwischen der kommerziellen Luftfahrt und dem privaten Jet-Sektor zu schließen. Mit einer luxuriösen Innenausstattung, die ausschließlich auf Business-Class-Niveau agiert, positioniert sich das ATR72-600 Modell als spezialisiertes Transportmittel für den High-End-Tourismus und exklusive Charterdienste. Berjaya Air plant, diese Maschinen einzusetzen, um Gäste direkt von internationalen Drehkreuzen zu abgelegenen Luxusresorts zu befördern. Dieser Schritt verdeutlicht ein wachsendes Marktpotenzial für Betreiber, die trotz schwieriger infrastruktureller Bedingungen an Insel-Flughäfen nicht auf ein durchgängiges Premium-Erlebnis verzichten wollen. Die technologische Neuausrichtung der ATR Highline-Serie Der in Toulouse ansässige Flugzeugbauer ATR reagierte mit der Einführung der Highline-Serie auf eine spezifische Nachfrage des Marktes nach mehr Flexibilität im Premium-Segment. Während Regionaljets oft an ihre Grenzen stoßen, wenn es um kurze Start- und Landebahnen oder die wirtschaftliche Effizienz auf extremen Kurzstrecken geht, bieten Turboprops hier bauliche Vorteile. Die Highline-Produktlinie umfasst verschiedene Konfigurationen, die von reinen VIP-Layouts bis hin zu hybriden Lösungen reichen. Diese Flexibilität ermöglicht es Fluggesellschaften, ihre Kapazitäten je nach saisonalem Bedarf oder speziellen Charteranfragen kurzfristig anzupassen. Ein besonderes Merkmal der für Berjaya Air gefertigten ATR72-600 ist die radikale Reduzierung der Sitzplatzkapazität. Während eine standardmäßige ATR72-600 in der Regel zwischen 72 und 78

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Air India nimmt Flugbetrieb am neuen Flughafen Ludhiana-Halwara auf

Air India hat am 15. Mai 2026 als erste Fluggesellschaft den kommerziellen Flugbetrieb am neu eröffneten Flughafen Halwara in Ludhiana aufgenommen. Die indische Fluggesellschaft verbindet die bedeutende Industriestadt im Bundesstaat Punjab ab sofort zweimal täglich mit der Hauptstadt Delhi. Der Erstflug aus Delhi landete am frühen Morgen um 07:03 Uhr Ortszeit auf dem neuen Rollfeld, gefolgt vom Rückflug nach Delhi um 08:00 Uhr. Für die Durchführung dieser Verbindung setzt das Unternehmen Flugzeuge der Airbus A320-Familie ein, was im Vergleich zu regionalen Turboprop-Maschinen eine deutlich höhere Passagierkapazität und einen gesteigerten Reisekomfort für die Region bedeutet. Die Einführung dieser Route ist strategisch eng mit dem internationalen Drehkreuz in Delhi verknüpft. Die Flugzeiten wurden so konzipiert, dass Reisende aus Ludhiana nahtlose Anschlussverbindungen in das weltweite Netzwerk der Air India nutzen können. Insbesondere Ziele in Europa und dem Vereinigten Königreich, darunter London, Birmingham, Paris, Mailand und Rom, sind durch aufeinander abgestimmte Umstiegszeiten im selben Terminal des Flughafens Delhi erreichbar. Passagiere profitieren dabei von durchgängigen Tickets, einer einheitlichen Freigepäckregelung sowie der Möglichkeit, das Gepäck bis zum Zielflughafen durchzuchecken, was den administrativen Aufwand erheblich reduziert. Zusätzliche Recherchen verdeutlichen die wirtschaftliche Tragweite des neuen Flughafens Halwara für den indischen Luftverkehrssektor. Bisher mussten Reisende aus dem industriellen Zentrum Ludhiana oft auf den entfernteren Flughafen in Amritsar oder Chandigarh ausweichen oder lange Autofahrten nach Delhi in Kauf nehmen. Die Eröffnung von Halwara als zivile Enklave auf einer bestehenden Basis der indischen Luftwaffe ist Teil eines großangelegten Infrastrukturprogramms der indischen Regierung zur Verbesserung der regionalen Konnektivität. Die Investitionen in das

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AeroExpress verbindet Warschau und Łódź im 15-Minuten-Takt

Polen steht vor einer infrastrukturellen Neuausrichtung, die die Verkehrsbeziehungen zwischen der Hauptstadt Warschau und der Industriemetropole Łódź grundlegend verändern wird. Im Zentrum dieser Entwicklung steht das Projekt AeroExpress (AEX), ein hochfrequentes Zugsystem, das als Rückgrat für den geplanten neuen zentralen Flughafen Polens und das wachsende Duopolis-Gebiet Warschau-Łódź fungieren soll. Mit einer geplanten Frequenz von 15 Minuten zwischen Warschau und dem neuen Luftverkehrsknotenpunkt sowie einem 30-Minuten-Takt bis nach Łódź wird diese Verbindung nach aktuellen Prognosen zur meistbefahrenen Bahnstrecke des Landes aufsteigen. Bis zum Jahr 2035 rechnen Experten mit täglich rund 30.000 Fahrgästen allein auf den AEX-Verbindungen. Um diese Kapazitäten zu bewältigen, bereitet die Regierung noch für dieses Jahr eine internationale Ausschreibung für spezielles Rollmaterial vor, das Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erreicht. Ziel ist es, eine hocheffiziente, zuverlässige und für die breite Bevölkerung bezahlbare Alternative zum Individualverkehr und zu den teureren Hochgeschwindigkeitszügen zu schaffen. Strategische Integration in das Port-Polska-Programm Das AeroExpress-System ist ein integraler Bestandteil des strategischen Investitionsprogramms Port Polska, das von der Gesellschaft Centralny Port Komunikacyjny (CPK) koordiniert wird. Dieses Programm verfolgt das Ziel, Luft-, Schienen- und Straßenverkehr in einem modernen Gesamtsystem zu verschmelzen. Der neue zentrale Flughafen, der den bisherigen Warschauer Chopin-Flughafen ersetzen wird, bildet dabei den geografischen und operativen Ankerpunkt. Laut Maciej Lasek, dem Regierungsbeauftragten für den zentralen Verkehrshafen, soll der AeroExpress nicht nur Passagiere zum Terminal bringen, sondern auch den täglichen Pendlerverkehr zwischen den beiden größten Ballungsräumen Polens revolutionieren. Die Züge werden dabei drei Funktionen gleichzeitig erfüllen: den Flughafenzugang für Reisende sicherstellen, den täglichen Berufs- und

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Lufthansa plant Ausgabe neuer Euro-Anleihen zur Kapitalbeschaffung

Die Lufthansa Group bereitet die Emission neuer Euro-Anleihen vor, um frisches Kapital am Finanzmarkt aufzunehmen. Nach Angaben aus Finanzkreisen plant das Unternehmen die Ausgabe von vorrangigen, unbesicherten Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von rund 5,7 Jahren. Um das Interesse potenzieller Anleger zu prüfen und die Konditionen festzulegen, wurden bereits Gespräche mit Investoren initiiert. Die genaue Zielsumme der Emission ist derzeit noch nicht offiziell bekannt gegeben worden, doch dient dieser Schritt der langfristigen Sicherung der Liquidität innerhalb der Holdinggesellschaft. Dieser strategische Schritt erfolgt in einer Phase, in der die gesamte Luftfahrtbranche mit erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert ist. Insbesondere der anhaltende Druck durch steigende Kerosinpreise belastet die operativen Margen der Fluggesellschaften massiv. Durch die Ausgabe der neuen Anleihen versucht die Lufthansa, ihre Finanzierungsstruktur zu optimieren und fällige Verbindlichkeiten zu refinanzieren. Analysten beobachten dabei genau, wie der Markt auf die Bonität des Konzerns reagiert, da die Zinskosten für neue Emissionen maßgeblich von der Einschätzung der künftigen Ertragskraft abhängen. Die Aufnahme von Fremdkapital über den Anleihenmarkt ist für die Lufthansa ein bewährtes Instrument, um finanzielle Flexibilität für künftige Investitionen und den laufenden Flugbetrieb zu gewährleisten. In den vergangenen Jahren hatte der Konzern bereits mehrfach erfolgreich Euro-Anleihen platziert, um nach der Phase der staatlichen Unterstützung während der Pandemie wieder vollständig auf privater Basis zu agieren. Die aktuelle Emission wird von mehreren internationalen Großbanken begleitet, die die Platzierung bei institutionellen Investoren wie Versicherungen und Pensionsfonds steuern. Hintergrund dieser Finanzierungsmaßnahme ist zudem die allgemeine Marktlage im europäischen Luftverkehr, die von hoher Volatilität geprägt bleibt. Neben den Treibstoffkosten beeinflussen

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