Juni 19, 2026

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Juni 19, 2026

Bilanz zum Probebetrieb am Frankfurter Flughafen: Neue Abflugroute sorgt für ungleiche Lärmverteilung

Der Testlauf der modifizierten Abflugroute „Cindy S“ vom Flughafen Frankfurt am Main in Richtung Südhessen führt in den betroffenen Anrainerkommunen zu einer deutlichen Verschiebung der Schallbelastung. Wie das Forum Flughafen und Region (FFR) nach Auswertung umfangreicher Messreihen mitteilte, bestätigen die realen Daten die mathematischen Prognosen vor dem Start des Verfahrens. Die Route, die seit Juli 2025 in einem erweiterten Bogen um die dicht besiedelten nördlichen Stadtteile von Darmstadt herumgeführt wird, entlastet zwar einige Ballungsräume spürbar, führt jedoch in flugplatznäheren Gemeinden im Kreis Darmstadt-Dieburg und im Kreis Offenbach zu einer signifikanten Zunahme des Fluglärms. Besonders deutlich zeigen sich die schalltechnischen Veränderungen in der amtlichen Pegelauswertung der Messstationen. Im Darmstädter Stadtteil Arheilgen sowie in Weiterstadt-Gräfenhausen sank der flugspezifische Dauerschallpegel tagsüber um mehr als neun Dezibel und während der Nachtstunden um mehr als sieben Dezibel. Im Gegenzug verzeichneten die Einflugbereiche von Erzhausen eine Zunahme des Dauerschallpegels um mehr als fünf Dezibel, während in Egelsbach und im Norden von Darmstadt-Wixhausen Steigerungen von rund zwei Dezibel registriert wurden. Eine Reduzierung des Gesamtschalls wird durch das Verfahren folglich nicht erzielt, sondern primär eine geografische Umverteilung über dem Kerngebiet der Region Rhein-Main bewirkt. Im Rahmen des laufenden Beteiligungsverfahrens brachten betroffene Kommunen alternative Betriebskonzepte ein, um die zusätzliche Belastung zu begrenzen. Die Gemeinde Egelsbach schlug hierbei ein alternatives Nutzungsmodell vor, bei dem die Verkehrsströme jeweils zur Hälfte auf die herkömmliche Flugroute und die neue Linienführung aufgeteilt werden sollten. Die gutachterliche Prüfung durch das FFR bewertete diese Option jedoch als durchgehend negativ, da ein permanenter Wechsel der Routen zu

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Condor schafft neues Vorstandsressort und besetzt Finanzposten neu

Die deutsche Fluggesellschaft Condor strukturiert ihre Führungsebene um und erweitert die Geschäftsleitung um ein neu geschaffenes Ressort für die kommerzielle Steuerung. Zum 1. August übernimmt Pierre Dominique Prümm die Position des Chief Commercial Officer (CCO). Prümm war bis vor kurzem als Vorstand für Luftseite und Terminalmanagement sowie als Technikvorstand beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport tätig. Sein dortiges Ausscheiden war erst kurz zuvor bekannt gegeben worden. Laut Condor-Chef Peter Gerber reagiert die Fluggesellschaft mit dieser Personalie auf die veränderten operativen Anforderungen, die sich durch den verstärkten Ausbau von City-Verbindungen und die Transformation hin zu einer Netzwerk-Airline ergeben. Neben der Schaffung des Kommerzressorts vollzieht das Luftfahrtunternehmen einen Wechsel an der Spitze des Finanzressorts. Bereits zum 6. Juli 2026 übernimmt Dag Jessel den Posten des Finanzvorstands (CFO). Er folgt auf Björn Walther, der das Unternehmen verlässt. Jessel verfügt über umfassende Branchenerfahrung und blickt auf eine mehrjährige Karriere innerhalb des Lufthansa-Konzerns zurück, wo er verschiedene Führungspositionen im Finanz- und Controllingbereich begleitete. Mit dem Einzug der beiden erfahrenen Manager in das Führungsgremium stellt sich der Ferienflieger strategisch neu auf, um die Koordination, die wirtschaftliche Steuerung und das Ertragsmanagement des Linien- und Chartergeschäfts zu optimieren. Branchenexperten werten den Wechsel von Prümm von einem führenden Flughafenbetreiber zu einer Fluggesellschaft als strategischen Gewinn für Condor. Der Manager kennt die operativen Abläufe und Kapazitätsherausforderungen des Heimatdrehkreuzes Frankfurt am Main aus der Perspektive des Flughafenbetreibers im Detail. Diese Expertise dürfte der Fluggesellschaft insbesondere bei der Slot-Vergabe, der Optimierung der Bodenabfertigungsprozesse und der Abstimmung des expandierenden Flugplans zugutekommen. Der Umbau der Flotte

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Easyjet richtet 13 neue Flugstrecken ab britischen Regionalflughäfen ein

Die britische Billigfluggesellschaft Easyjet baut ihr europäisches Streckennetz für die kommende Winterperiode erheblich aus. Insgesamt 13 neue Routen von acht verschiedenen Flughäfen im Vereinigten Königreich sollen die Anbindung an Destinationen in Europa, Nordafrika und Skandinavien stärken. Das erweiterte Angebot deckt eine Mischung aus klassischen Städtezielen, Wintersportregionen und Warmwasserzielen ab. Zu den neuen Verbindungen gehören Strecken von London Luton nach Kittilä und Straßburg, von London Southend nach Edinburgh, von Birmingham nach Kopenhagen sowie von Liverpool nach Reykjavik und Kittilä. Auch Verbindungen von Manchester nach Kairo, von Newcastle nach Barcelona, Berlin, Kopenhagen, Hurghada und Rovaniemi sowie von Newquay nach Genf wurden in den Flugplan aufgenommen. Ein Schwerpunkt der Netzwerkerweiterung liegt auf dem Flughafen Newcastle. Seit der dortigen Eröffnung einer festen Flugzeugbasis im März 2026 hat die Fluggesellschaft ihr Angebot an diesem Standort durch die fünf neuen Routen vervierfacht und bedient nun insgesamt 31 Destinationen. Eine logistische Besonderheit stellt zudem die neue Route von Manchester zum Sphinx International Airport in Kairo dar, womit Easyjet der einzige Anbieter einer direkten Flugverbindung auf diesem spezifischen Korridor wird. Für den regionalen Flughafen in Cornwall (Newquay) bedeutet die ab Januar 2027 geplante Saisonverbindung nach Genf zudem die erste internationale Linienverbindung in der Geschichte des Standortes. Die Expansion ist Teil einer umfassenden Wachstumsstrategie des Luftfahrtunternehmens, das für die aktuelle Sommersaison ein Passagieraufkommen von über 50 Millionen Fluggästen anvisiert. Durch die gezielte Stärkung der britischen Regionalflughäfen versucht sich die Fluggesellschaft Marktanteile im Punkt-zu-Punkt-Verkehr abseits des extrem überlasteten Londoner Großflughafens Heathrow zu sichern. Das veränderte Buchungsverhalten von Privatreisenden, die verstärkt

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Großbrennpunkt Westafrika: Rekordfund von Kokain am Flughafen von Monrovia löst internationale Ermittlungen aus

Den liberianischen Sicherheitsbehörden ist am internationalen Flughafen Roberts in Monrovia einer der größten Drogenfunde in der Geschichte des westafrikanischen Landes gelungen. Am 8. Juni fingen Zollbeamte und Sicherheitskräfte eine Ladung von rund 240 Kilogramm reinem Kokain ab. Der Schwarzmarktwert der beschlagnahmten Rauschgiftmenge wird auf über 19 Millionen US-Dollar (ca. 17 Millionen Euro) geschätzt. Die Drogen waren in fast 200 Frachtkisten versteckt und wurden entdeckt, nachdem das Flughafenpersonal Unstimmigkeiten in den Frachtdokumenten festgestellt hatte. Berichten zufolge sollte das Kokain auf einem regulären Passagierflug der Fluggesellschaft Brussels Airlines nach Europa geschmuggelt werden. Der Vorfall veranlasste den liberianischen Präsidenten Joseph Boakai zu einer nationalen Fernsehansprache. Boakai kündigte ein unnachgiebiges Vorgehen gegen die kriminellen Netzwerke an und betonte, dass Liberia unter seiner Führung weder als Transitknotenpunkt noch als Operationsbasis für den internationalen Drogenhandel geduldet werde. Im Zuge der sofort eingeleiteten Ermittlungen wurden bereits sechs Flughafenangestellte verhaftet, denen Komplizenschaft und die Manipulation von Sicherheitskontrollen vorgeworfen wird. Die Drogen konnten vor dem Verladen in den Frachtraum der Passagiermaschine gesichert werden, was ein Eindringen der Schmuggelware in das europäische Luftverkehrsnetz verhinderte. Obwohl die Drahtzieher der Lieferung noch nicht offiziell identifiziert wurden, prüfen die Ermittlungsbehörden Verbindungen zu einem der meistgesuchten Kriminellen Europas. Lokale Medienberichte weisen darauf hin, dass der flüchtige niederländische Drogenbaron Jos Leijdekkers im Fokus der Ermittlungen steht. Es wird vermutet, dass Leijdekkers seine Netzwerke von Nachbarstaaten wie Sierra Leone aus steuert. Aufgrund der globalen Dimension des Falls beteiligen sich internationale Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden aus Belgien, den Vereinigten Staaten, Dänemark und Großbritannien an der Aufklärung des Falls.

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Salzburger Flughafen-Lauf erbringt hohe Spendensumme im Jubiläumsjahr

Der Flughafen Salzburg hat im Rahmen der Feierlichkeiten zu seinem 100-jährigen Bestehen die neunte Auflage des traditionellen „Airportlaufes“ durchgeführt. Die Sportveranstaltung, die auf dem abgesperrten Vorfeld des Salzburg Airport W. A. Mozart stattfand, diente einem wohltätigen Zweck und generierte eine Gesamtspende in Höhe von 20.000 Euro. Nach Angaben der Flughafengesellschaft wird dieser Betrag vollständig an die Lebenshilfe Salzburg abgeführt, um barrierefreie Umbaumaßnahmen und Modernisierungen in der Einrichtung für betreutes Wohnen in der angrenzenden Gemeinde Wals-Siezenheim zu finanzieren. An dem einstündigen Volkslauf auf dem Flughafengelände beteiligten sich rund 500 Sportbegeisterte, die wahlweise als Einzelläufer oder in unterschiedlichen Teamkonstellationen an den Start gingen. Die Streckenführung verlief auf einer gesicherten Route direkt parallel zur aktiven Start- und Landebahn, während der reguläre Linienflugverkehr im Hintergrund weiter abgewickelt wurde. Insgesamt absolvierten die Teilnehmer während des vorgegebenen Zeitfensters eine Gesamtdistanz von 3.960 Kilometern. Die Berechnung der Spendensumme basierte auf einer finanziellen Vergütung jeder gelaufenen Runde durch das Flughafenunternehmen sowie auf der Bereitstellung der Hälfte aller eingenommenen Startgelder. Neben den Hauptläufen für Erwachsene, die in Männer-, Frauen- und Mixed-Wertungen unterteilt waren, beinhaltete die Sportveranstaltung auch spezielle Kinderläufe ohne Leistungsdruck sowie ein begleitendes Unterhaltungsprogramm auf dem Vorfeld. Flughafengeschäftsführerin Bettina Ganghofer betonte die Bedeutung des Events für die regionale Verankerung des Unternehmens im Bundesland Salzburg. Die logistische Abwicklung eines solchen Laufes erfordert im Vorfeld komplexe Sicherheitsüberprüfungen und Absprachen mit der Flugsicherung Austro Control, um jegliche Gefährdung des Flugbetriebs durch Personen auf der Luftseite des Airports auszuschließen. Der traditionsreiche Flughafenlauf fungierte in diesem Jahr als Auftakt für ein zweitägiges, großangelegtes

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Mitteldeutsche Flughafen AG bestellt neuen Aufsichtsrat

Die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG) stellt ihren Aufsichtsrat für die kommende Amtsperiode turnusgemäß neu auf und vollzieht dabei einen Wechsel an der Spitze des Kontrollgremiums. Die bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Hiltrud Werner ist nach fünf Jahren im Amt nicht erneut für den Vorsitz angetreten und scheidet aus dem Gremium aus. Unter ihrer Führung gelang der mitteldeutschen Flughafengruppe, zu der die Standorte Leipzig/Halle und Dresden gehören, eine tiefgreifende operative Restrukturierung. Die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen zeigten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 deutliche Wirkung: Erstmals in der gesamten Unternehmensgeschichte konnte der Konzern ein positives Gesamtergebnis in Höhe von 10,5 Millionen Euro ausweisen und gleichzeitig die Umsatzmarke von 200 Millionen Euro überspringen. Den Vorsitz des neu besetzten Aufsichtsrates übernimmt Karsten Mühlenfeld. Der promovierte Maschinenbauingenieur verfügt über umfassende Führungserfahrung in der internationalen Luftfahrt- und Zulieferindustrie. Zu seinen früheren beruflichen Stationen gehören Managementpositionen bei den Triebwerksherstellern Rolls-Royce Deutschland und Bombardier sowie der irischen Fluggesellschaft Ryanair. Zudem besitzt er spezifische operative Flughafenexpertise aus seiner Zeit als Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB). Das sächsische Finanzministerium sowie das Finanzressort des Landes Sachsen-Anhalt, die als öffentliche Gesellschafter die Mehrheit an der MFAG halten, versprechen sich von der Personalie eine Festigung des wirtschaftlichen Konsolidierungskurses. Neben dem neuen Vorsitzenden wurden weitere Branchenexperten und politische Vertreter in das zwölfköpfige Kontrollgremium berufen. Neu im Aufsichtsrat sitzen die sächsische Staatsministerin für Regionalentwicklung Regina Kraushaar sowie Bettina Ganghofer, die aktuelle Geschäftsführerin der Salzburger Flughafen GmbH. Das neue Führungsteam übernimmt die Verantwortung in einer entscheidenden Übergangsphase, in der das noch laufende Sanierungsverfahren formal abgeschlossen und in ein

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Bundesregierung reduziert ÖBB-Rahmenplan im kommenden Doppelbudget um eine halbe Milliarde Euro

Die österreichische Bundespolitik hat im Zuge der Erstellung des Doppelbudgets für die Jahre 2027 und 2028 eine spürbare Kurskorrektur bei den Investitionen in das nationale Schienennetz vorgenommen. Die amtierende Dreierkoalition kürzt die finanziellen Mittel für den kommenden Rahmenplan der Österreichischen Bundesbahnen um insgesamt rund 500 Millionen Euro im Vergleich zu den ursprünglichen Entwürfen. Diese Budgetreduktion zwingt den staatlichen Bahnbetreiber zu einer weitreichenden Priorisierung und zeitlichen Streckung mehrerer zentraler Infrastrukturvorhaben im gesamten Bundesgebiet. Der neue Rahmenplan, der den Zeitraum von 2027 bis 2032 umfasst, weist trotz der Kürzungen ein Gesamtvolumen von rund 19,5 Milliarden Euro auf. Während prestigeträchtige Großprojekte wie der Nordzulauf zum Brenner-Basistunnel im Westen des Landes von den Sparmaßnahmen ausgenommen bleiben, müssen sich Pendler und Wirtschaftstreibende im Osten Österreichs auf signifikante Verzögerungen bei wichtigen Pendler- und Zubringerstrecken einstellen. Gleichzeitig gelingt es den ÖBB jedoch, durch organisatorische Umschichtungen und optimierte Planungsabläufe einige ausgewählte Streckenmodernisierungen schneller als ursprünglich vorgesehen voranzutreiben. Verzögerungen im Wiener Becken und im Umland des Flughafens Wien-Schwechat Die Kürzungen im Budgetrahmen treffen insbesondere die Schieneninfrastruktur im Bundesland Niederösterreich und im Wiener Umland. Zu den prominentesten Projekten, die von der zeitlichen Verschiebung betroffen sind, zählt die sogenannte Flughafenspange. Diese geplante Neubaustrecke soll eine direkte, leistungsfähige Schienenverbindung zwischen dem Vienna International Airport in Schwechat und der Ostbahn bei Bruck an der Leitha herstellen, um die internationale Schienenanbindung des Flughafens in Richtung Osten und Südosten erheblich zu verbessern. Gemäß den neu festgelegten Plänen verschiebt sich der Baubeginn für diese logistisch bedeutsame Trasse um zwei Jahre auf das Jahr 2030. Die vollständige

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Kritik an EU-Luftfahrtreform: Airline-Verband BARIG bemängelt Einigung zu Fluggastrechten

Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben sich im Juni 2026 auf eine Reform der Verordnung EU261 verständigt, welche die Rechte von Flugpassagieren bei Verspätungen und Annullierungen regelt. Die Neuregelung stößt in der Luftfahrtbranche jedoch auf scharfe Ablehnung. Der internationale Airline-Verband BARIG (Board of Airline Representatives in Germany), der die Interessen von rund 100 nationalen und internationalen Fluggesellschaften in Deutschland vertritt, bezeichnete den ausgehandelten Kompromiss als gescheitert. Nach Auffassung des Verbandes verfehlt die Novelle ihre ursprüngliche Zielsetzung, bürokratische Hürden abzubauen und Rechtssicherheit für alle Marktteilnehmer zu schaffen. BARIG-Vorsitzender Michael Hoppe kritisierte insbesondere, dass die verbleibenden zeitlichen Vorgaben für Entschädigungszahlungen bei unvorhergesehenen Betriebsstörungen unrealistisch kurz bemessen seien. Den Fluggesellschaften werde im Falle von technischen Defekten oder logistischen Engpässen kaum Spielraum eingeräumt, um notwendige Reparaturen durchzuführen oder Ersatzmaschinen bereitzustellen. Dies gelte in verstärktem Maße für die komplexen Umläufe im Mittel- und Langstreckenverkehr. Statt das System zu vereinfachen, führe das neue Regelwerk zu einer Steigerung der operativen Kosten und zu einem erheblichen bürokratischen Mehraufwand bei der Abwicklung von Kundenreklamationen. Der Branchenverband warnt zudem vor den langfristigen wirtschaftlichen Konsequenzen für den europäischen Luftverkehrsstandort. Durch die zusätzlichen finanziellen Belastungen drohe eine Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Fluggesellschaften im internationalen Vergleich mit Anbietern aus Drittstaaten. Hoppe zog Parallelen zur aktuellen Marktsituation in Deutschland, wo die Luftfahrtindustrie bereits mit hohen staatlichen Standortabgaben wie der Luftverkehrsteuer und gestiegenen Luftsicherheitsgebühren zu kämpfen hat. Als Folge dieser kumulierten Kostensteigerungen sei mit einer weiteren Ausdünnung des Flugangebots, dem Abwandern von Verkehrsströmen an außereuropäische Drehkreuze und einer Verschlechterung der internationalen

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Staatsanwaltschaft München stellt Ermittlungsverfahren nach der Insolvenz der FTI Group endgültig ein

Das strafrechtliche Vorermittlungsverfahren zur spektakulären Pleite des drittgrößten europäischen Reisekonzerns ist offiziell beendet. Gut zwei Jahre nach dem Zusammenbruch der FTI Group hat die Staatsanwaltschaft München I ihre Untersuchungen wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung und Eingehungsbetrug eingestellt. Wie eine Sprecherin der Strafverfolgungsbehörde auf Anfrage mitteilte, konnten die aufwendigen Prüfungen der betrieblichen Finanzen und der zeitlichen Abläufe im Vorfeld des Insolvenzantrags keinen Anfangsverdacht auf strafbares Verhalten erhärten. Die Entscheidung markiert einen juristischen Meilenstein in der Aufarbeitung einer der größten Unternehmensinsolvenzen in der Geschichte der deutschen Touristikwirtschaft. Während das Management damit strafrechtlich entlastet ist, bleibt die wirtschaftliche Dimension des Falls für Verbraucher und Vertriebspartner weiterhin ungelöst. Zehntausende Urlauber und hunderte Reisebüros kämpfen nach wie vor mit den finanziellen Nachwehen, da die Erstattung von Vorauszahlungen durch den zuständigen Sicherungsfonds in zahlreichen Fällen stockt oder abgelehnt wird. Die gesetzlichen Mechanismen der justiziellen Routineprüfung bei Großinsolvenzen Die Einleitung des Ermittlungsverfahrens nach dem 3. Juni 2024 war kein rein anzeigengestützter Prozess, sondern folgte den strikten regulatorischen Vorgaben des deutschen Insolvenzrechts. In Deutschland sind die Insolvenzgerichte gesetzlich dazu verpflichtet, die zuständige Staatsanwaltschaft über jede gewerbliche Insolvenz unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Unabhängig von den daraufhin eingegangenen Strafanzeigen geschädigter Privatkunden und Geschäftspartner leitete die Münchner Schwerpunktbehörde für Wirtschaftskriminalität ein sogenanntes Vorermittlungsverfahren ein. Ziel dieser routinemäßigen, aber tiefgreifenden Überprüfung ist es festzustellen, ob die Geschäftsführung den Insolvenzantrag schuldhaft verzögert oder durch die Annahme von Kundengeldern in prärechter Absicht eine Schädigung der Vertragspartner in Kauf genommen hat. Im Fokus der Ermittler standen die gesetzlich definierten Fristen für die Feststellung von

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Flughafen Düsseldorf verlängert Vertrag mit Klüh Catering vorzeitig

Die Flughafen Düsseldorf GmbH hat die Partnerschaft mit dem Multiservice-Anbieter Klüh Catering vorzeitig bis zum Jahr 2028 verlängert. Damit bleibt die gastronomische Bewirtschaftung der exklusiven Lounges am größten Luftverkehrsknotenpunkt Nordrhein-Westfalens weiterhin in den Händen des Düsseldorfer Traditionsunternehmens, das bereits seit März 2018 für die kulinarische Versorgung am Standort zuständig ist. Die Kooperation erfolgt im Zuge einer umfassenden Modernisierung der lokalen Lounge-Landschaft, mit der die Betreiber auf veränderte Komfortansprüche von internationalen Geschäfts- und Privatreisenden reagiert haben. Der vertraglich festgelegte Leistungsumfang betrifft drei zentrale Aufenthaltsbereiche im Terminalgebäude des Flughafens. Im Mittelpunkt steht dabei die neu konzipierte DUS Rhein Lounge im Flugsteig B, die auf einer Gesamtfläche von rund 935 Quadratmetern funktionale Zonen zum Arbeiten und Entspannen bietet. Ergänzt wird das Portfolio durch die DUS Sky Lounge sowie die hochpreisige DUS VIP Lounge, die für gehobene Kundenwünsche einen individuellen Service mit speziellen Tellergerichten bereithält. Insgesamt stellt der Catering-Dienstleister ein Aufgebot von rund 70 Angestellten, um die reibungslose Abwicklung und den Service im täglichen Betrieb zu garantieren. Das kulinarische Angebot basiert auf dem Konzept „A Taste of Düsseldorf“, das eine Auswahl von rund 20 warmen und kalten Speisen sowie wechselnde saisonale Themenschwerpunkte beinhaltet. Bei der Zusammenstellung der Menüs greift das Unternehmen auf bekannte Marken der Region zurück, darunter Kaffeesorten der Kaffeerösterei Bazzar, Altbier der Brauerei Füchsen, den Kräuterlikör Killepitsch sowie Backwaren der Bäckerei Bolten. Neben internationalen Gerichten deckt die Karte auch spezifische Ernährungsformen wie vegetarische, vegane und laktosefreie Optionen ab. Zur Beschleunigung der Abläufe wurde zudem die Menüführung digitalisiert, sodass Gäste die Speisen direkt

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