
Prüfung von Kooperationsmodellen zwischen Easyjet und Air France-KLM
Der britische Low-Cost-Anbieter Easyjet prüft nach Informationen aus Branchenkreisen die Aufnahme kommerzieller Partnerschaften mit etablierten Netzwerk-Fluggesellschaften. Im Zentrum der Sondierungen steht eine mögliche Zusammenarbeit mit der französisch-niederländischen Luftfahrtgruppe Air France-KLM. Erwogen werden Kooperationsformen wie Codeshare- oder Interline-Abkommen, wobei die Drehkreuze Paris und Amsterdam als logische Verknüpfungspunkte im Streckennetz gelten. Die Gespräche befinden sich in einem vorläufigen Stadium, und bisher liegt keine offizielle Bestätigung für formelle Verhandlungen von den beteiligten Unternehmen vor. Die Überlegungen fallen zeitlich mit der Übernahme von Easyjet durch den US-amerikanischen Finanzinvestor Apollo Global Management zusammen, der die Anbindung an internationale Streckennetze als Hebel zur Wertsteigerung identifiziert hat. Dies wirft die Frage auf, inwieweit das Punkt-zu-Punkt-Modell von Billigfluggesellschaften künftig als Zubringer für klassische Netzwerkträger auf der Langstrecke fungieren kann. Vorgeschichte und operative Ausrichtung der Beteiligten Anlass für die Spekulationen ist unter anderem die bevorstehende Eigentümerstruktur von Easyjet. Die Übernahme der Fluggesellschaft durch Apollo Global Management für rund 5,7 Milliarden Britische Pfund wurde nach der Zustimmung des Board of Directors eingeleitet. Im Rahmen des Übernahmeangebots verwies der Investor explizit darauf, dass Partnerschaften im Streckennetz und im Vertrieb zentrale Bausteine der zukünftigen Unternehmensausrichtung darstellen sollen. Der Fokus soll dabei auf der Evaluierung von Interline- und Codeshare-Möglichkeiten mit anderen Luftfahrtunternehmen liegen. Ein entsprechendes Modell ist für Easyjet nicht völlig neu. Bereits im Jahr 2017 startete die Fluggesellschaft das Programm „Worldwide by Easyjet“, das Passagieren die Buchung von Umsteigeverbindungen mit Partner-Airlines auf einer Plattform ermöglichte. Eine Vertiefung dieser Partnerschaften durch direkte Codeshare-Vereinbarungen würde es den Fluggästen erlauben, Tickets für kombinierte Kurz- und




