Der Wiener Rathausplatz erstrahlt in festlichem Glanz: Eine 28 Meter hohe Fichte aus Hopfgarten im Brixental in Tirol bildet das Zentrum des Wiener Christkindlmarktes. Der rund 50 Jahre alte Baum mit einem Stammdurchmesser von 65 Zentimetern wurde am Samstag in Anwesenheit von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und dem Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle feierlich illuminiert. Die Fichte, die Ende Oktober von Tirol in die Bundeshauptstadt transportiert wurde, ist die bereits siebte Baumspende aus dem Bundesland Tirol für Wien.
Die jährliche Übergabe eines Christbaumes von einem österreichischen Bundesland an Wien ist eine langjährige Tradition, die seit 1959 besteht. Bürgermeister Ludwig hob die symbolische Bedeutung der Spende hervor, die für den starken Zusammenhalt in Österreich über Bundesländergrenzen hinweg stehe. Landeshauptmann Mattle betonte ebenfalls, der Tiroler Baum solle daran erinnern, „das Miteinander vor das Trennende zu stellen“. Der Wiener Christkindlmarkt, der seit Freitag geöffnet ist, ist einer der ältesten und traditionsreichsten Weihnachtsmärkte des Landes.
Für die Illumination des imposanten Baumes wurden rund 1.000 rote und goldene Weihnachtskugeln sowie 2.000 LED-Lichter montiert. Mit der feierlichen Aktivierung des Christbaums wurde auch die gesamte Weihnachtsbeleuchtung der Wiener Weihnachtswelt im Rathauspark in Betrieb genommen. Zu den weiteren Attraktionen zählen der bekannte „Herzerlbaum“ und der „Herzerlflug“, ein leuchtendes Herz, das alle 30 Minuten für ein besonderes Lichtspiel sorgt. Der Wiener Christkindlmarkt hat bis einschließlich 26. Dezember geöffnet, während der angeschlossene „Eistraum“ (Eislauffläche) bis zum 6. Januar 2026 zugänglich ist.