Berge (Foto: Andreas Knoll).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Angebotsbündelung im Bergtourismus: Österreichs Wanderdörfer bewerben Herbstsaison

Werbung

Der in Villach ansässige Verein „Österreichs Wanderdörfer“, ein Marketingverbund zertifizierter Tourismusregionen, hat Mitte Oktober 2026 eine Kampagne zur Auslastungssteuerung in der Herbstsaison vorgelegt.

Unter dem Titel „Acht Regionen, acht Wandertipps“ bündelt der Zusammenschluss ausgewählte Tourenangebote in Tirol, Salzburg und Vorarlberg. ZIel der Initiative ist es, die Saisonalität im Alpintourismus zu entzerren und Wandergäste gezielt in frequenzschwächere Wochen außerhalb der Sommerspitzen zu lenken.

Das Portfolio der Empfehlungen reicht von Höhenwegen wie dem Wildschönauer Höhenweg über Themenpfade wie die Route zur Walsersiedlung Bürstegg in Lech Zürs am Arlberg bis hin zur Leutascher Geisterklamm in der Region Seefeld. Zudem werden Abschnitte des Königswegs am Hochkönig sowie Routen im Alpbachtal, in Altenmarkt-Zauchensee, im Großarltal und am Wilden Kaiser hervorgehoben. Die geografische Konzentration der Empfehlungen liegt damit schwerpunktmäßig auf den westlichen Bundesländern Österreichs.

Gezielte Kampagnen dieser Art gewinnen für alpine Beherbergungsbetriebe und lokale Tourismusverbände zunehmend an Bedeutung, da sich die Buchungsfenster für den Herbsturlaub krisenbedingt verkürzt haben. Durch die rechtzeitige Aufbereitung standardisierter Routendaten und digitaler Routenführungen versuchen Destinationen, die Wertschöpfung in den Monaten September bis November vor dem Beginn des Skibetriebs zu stabilisieren.

Kritische Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass die bloße Aneinanderreihung von Routenempfehlungen in Form von Pressemitteilungen im harten Wettbewerb der Alpenregionen kaum noch als Alleinstellungsmerkmal ausreicht. Zudem hängen die tatsächlichen Nächtigungszahlen im Herbst stark von den jeweiligen Witterungsverhältnissen sowie der betrieblichen Verfügbarkeit von Seilbahnen und Gastronomiebetrieben ab.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung