Boeing 737 Max (Foto: Jan Gruber).
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Boeing erzielt neue Einigung mit US-Regierung nach 737 Max-Abstürzen

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Der Flugzeugbauer Boeing hat mit der US-Regierung eine neue Vereinbarung erzielt, um einem möglichen Strafprozeß im Zusammenhang mit den zwei Abstürzen von Maschinen des Typs 737 Max in den Jahren 2018 und 2019 zu entgehen, bei denen insgesamt 346 Menschen ums Leben kamen. Das US-Justizministerium gab bekannt, daß Boeing im Rahmen dieses Deals zusätzliche Zahlungen in Höhe von gut 1,1 Milliarden Dollar leisten werde. Die Details der Einigung müssen noch schriftlich fixiert und von einem Richter genehmigt werden.

Die Unglücke wurden maßgeblich durch eine fehlerhafte Steuerungssoftware verursacht, deren sicherheitsrelevante Aspekte bei der Zertifizierung durch Boeing-Mitarbeiter heruntergespielt worden waren. Die neue Vereinbarung sieht vor, daß Boeing eine weitere Strafe von 243,6 Millionen Dollar zahlt, zusätzlich 444,5 Millionen Dollar in einen Fonds für die Hinterbliebenen der Opfer einzahlt und 455 Millionen Dollar für Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit und Qualität aufwendet.

Diese Einigung folgt auf frühere Vereinbarungen und Strafzahlungen, nachdem Boeing bereits versprochen hatte, Maßnahmen gegen Betrug zu ergreifen und ein Ethikprogramm einzuführen. Allerdings hatte ein Zwischenfall im Januar 2024, bei dem ein Rumpfteil einer fast neuen Boeing 737 Max im Flug abbrach, neue Ermittlungen des Justizministeriums ausgelöst, das einen Verstoß gegen frühere Auflagen sah. Während einige Vertreter der Opferfamilien die neue Einigung akzeptieren, kündigten andere an, rechtlich dagegen vorzugehen.

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