Die deutsche Hauptstadt wird am 23. und 24. April 2026 zum Schauplatz des CAPA Airline Leader Summit, eines der bedeutendsten Strategie-Treffen der globalen Luftfahrtindustrie. Unter der Federführung des Flughafens Berlin Brandenburg (BER), visitBerlin sowie der Industrie- und Handelskammern Berlin und Cottbus versammeln sich Vorstände, Netzwerkplaner und Branchenexperten in der Region.
Im Fokus der Konferenz stehen die Neuausrichtung internationaler Flugnetze und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Fluggesellschaften in Europa. Die Veranstalter nutzen das Forum gezielt, um Entscheidungsträger von der Leistungsfähigkeit des Standorts Berlin-Brandenburg zu überzeugen und neue Direktverbindungen zu initiieren.
Die regionale Wirtschaft verknüpft mit dem Gipfel klare politische Forderungen. Vertreter der IHK Berlin und Cottbus betonten im Vorfeld, dass der Luftverkehrsstandort Deutschland angesichts hoher regulatorischer Belastungen und steigender Standortkosten dringend Entlastungen benötige, um im internationalen Wettbewerb nicht weiter an Boden zu verlieren. Besonders für die Berliner Wirtschaft sei eine Ausweitung der Langstreckenverbindungen essenziell, um die globale Konnektivität zu sichern. Das seit 2025 aktive „Connectivity Board“ bündelt hierfür die Interessen von Tourismus und Wirtschaft, um Airlines durch datengestützte Marktanalysen zur Aufnahme neuer Routen ab dem BER zu bewegen.
Ein konkreter Erfolg der bisherigen Akquise-Bemühungen ist die für den Sommer 2026 angekündigte Verbindung von Air Canada, die Berlin viermal wöchentlich nonstop mit Montréal verbindet. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die derzeitige geopolitische Lage viele Airlines dazu zwingt, ihre Kapazitäten neu zu verteilen, was für Berlin eine strategische Chance darstellt. Während etablierte Drehkreuze oft an Kapazitätsgrenzen stoßen, verfügt die Flughafenregion Berlin-Brandenburg über Flächenpotenziale für Unternehmensansiedlungen und Investitionen im direkten Umfeld, die durch den Gipfel stärker in das Blickfeld internationaler Investoren gerückt werden sollen.
Zusätzliche Recherchen verdeutlichen, dass die Konferenz in einer Phase stattfindet, in der die operative Effizienz und die Digitalisierung des Flugbetriebs dominierende Themen sind. Neben dem Streckenausbau werden in Berlin auch neue Modelle der Zusammenarbeit zwischen Flughäfen und Airlines diskutiert, um die Abfertigungsprozesse zu beschleunigen. Aletta von Massenbach, Chefin des BER, sieht in dem Treffen eine Plattform, um die Wahrnehmung der Hauptstadtregion in der globalen Luftverkehrsgemeinschaft nachhaltig zu steigern. Das Ziel bleibt eine Transformation des BER zu einem leistungsfähigen europäischen Knotenpunkt, der über die reine Funktion eines Hauptstadtflughafens hinausgeht.