Die nationale Fluggesellschaft Jordaniens, Royal Jordanian, nimmt nach einer längeren Unterbrechung die Flugverbindung zwischen Amman und Wien wieder in ihren regulären Flugplan auf. Ab dem 24. Juni 2026 wird der Flag-Carrier die österreichische Hauptstadt viermal wöchentlich bedienen.
Diese Entscheidung ist Teil einer umfassenden Flotten- und Netzwerkstrategie, mit der die Airline ihre Präsenz auf dem europäischen Markt nach den Herausforderungen der vergangenen Jahre wieder ausbauen möchte. Wien gilt aufgrund seiner geografischen Lage und seiner Funktion als osteuropäisches Drehkreuz als strategisch wichtiger Zielpunkt für Fluggäste aus der Levante-Region.
Für die Strecke setzt Royal Jordanian auf eine flexible Flottenplanung, um die Kapazitäten optimal an die jeweilige Nachfrage anzupassen. Zum Einsatz kommen moderne Mittelstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A320neo sowie Maschinen des brasilianischen Herstellers Embraer, konkret die Modelle E190-E2 und E195-E2. Besonders die Einbindung der neuen Embraer-E2-Generation unterstreicht die Modernisierungsbemühungen der Fluggesellschaft. Diese Flugzeugtypen zeichnen sich durch eine hohe operative Effizienz auf Kurz- und Mittelstrecken aus und ermöglichen es der Airline, auch bei schwankenden Passagierzahlen eine wirtschaftlich tragfähige Frequenz anzubieten.
Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass Royal Jordanian derzeit eine massive Expansion ihrer Flotte vorantreibt. Die Fluggesellschaft hat insgesamt 30 neue Flugzeuge bestellt, um ihre bestehenden Kapazitäten bis zum Jahr 2028 nahezu zu verdoppeln. Neben den Regionaljets von Embraer investiert das Unternehmen auch in weitere Boeing 787 Dreamliner für die Langstrecke sowie zusätzliche Einheiten der Airbus A320neo-Familie. Die Wiederaufnahme der Wien-Route steht zudem im Kontext einer verstärkten Kooperation innerhalb der Oneworld-Allianz, wodurch Reisenden aus Österreich verbesserte Anschlussmöglichkeiten nach Aqaba sowie zu weiteren Destinationen im Nahen Osten und Asien geboten werden.
Die Rückkehr nach Wien erfolgt in einem Wettbewerbsumfeld, in dem auch andere Fluggesellschaften wie Austrian Airlines die Region Amman bedienen. Royal Jordanian setzt dabei auf ihre Positionierung als Full-Service-Carrier und bietet neben der Economy Class auch eine Business Class auf den eingesetzten Maschinen an. Durch die Aufstockung der Flugbewegungen am Queen Alia International Airport in Amman stärkt Jordanien zudem seine Ambitionen, sich als stabiler Transitknotenpunkt zwischen Europa und den Golfstaaten zu etablieren. Die Flugtage und Flugzeiten sind so getaktet, dass sowohl Geschäftsreisende als auch der Tourismussektor von den neuen Direktverbindungen profitieren können.