Die in der Türkei ansässige Fluggesellschaft Freebird Airlines ist dem Board of Airline Representatives in Germany (BARIG) beigetreten. Der internationale Interessenverband repräsentiert die in Deutschland aktiven Linien-, Charter- und Frachtfluggesellschaften.
Der Beitritt des Ferienfliegers erfolgt im laufenden Jahr 2026 zeitgleich mit dem 25-jährigen Bestehen des Luftfahrtunternehmens. Gemeinsam mit ihrer maltesischen Schwestergesellschaft Freebird Airlines Europe bedient die Fluggesellschaft ein Streckennetz von mehr als 120 Destinationen. In Deutschland ist der Carrier fest verankert und bietet von 16 deutschen Verkehrsflughäfen aus Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zu südeuropäischen Reisezielen wie Antalya, Kreta und Fuerteventura an. Die operative Flotte der Gruppe besteht aktuell aus 14 Flugzeugen der Baureihe Airbus A320.
Der deutsche Reisemarkt gilt im Segment des Urlaubsverkehrs historisch als äußerst stabil, sieht sich jedoch im internationalen Vergleich mit wachsenden strukturellen Herausforderungen konfrontiert. BARIG-Chef Michael Hoppe verwies anlässlich des Neuzugangs auf die erhebliche Belastung der Luftfahrtunternehmen durch kontinuierlich gestiegene staatliche Standortkosten in Deutschland, darunter die Luftverkehrsabgabe sowie erhöhte Luftsicherheits- und Flugsicherheitsgebühren. Der Verband setzt sich im Verbund mit anderen Branchenorganisationen intensiv für eine politische Trendwende und die Optimierung der regulatorischen Rahmenbedingungen ein, um die Wettbewerbsfähigkeit der Fluggesellschaften an den deutschen Flughäfen langfristig zu sichern und Abwanderungstendenzen zu verhindern.
Freebird Airlines wurde im Jahr 2001 gegründet und agiert als Tochtergesellschaft der türkischen Gözen Holding. Die Muttergesellschaft ist seit über vier Jahrzehnten im internationalen Luftfahrtgeschäft aktiv und deckt über spezialisierte Tochterfirmen ein breites Spektrum an Dienstleistungen ab, das vom General Sales Agency Service (GSA) über Passagier- und Flugzeugsicherheitsdienste bis hin zur Flugzeugbetankung und der Pilotenausbildung in eigenen Trainingszentren reicht. Durch diese vertikale Integration innerhalb des Konzerns kann die Fluggesellschaft auf flexible Ressourcen zurückgreifen, was insbesondere bei der Abwicklung des saisonalen Chartergeschäfts in den Sommermonaten einen operativen Vorteil darstellt.
Laut Selim Tükenmez, dem Geschäftsführer von Freebird Airlines, bildet der deutsche Markt das strategische Rückgrat für die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Die Fluggesellschaft kombiniert auf ihren Routen klassischen Charterverkehr für Reiseveranstalter mit dem individuellen Linienflugbetrieb, um die Auslastung der Airbus-Flotte zu maximieren. Durch die Mitgliedschaft im BARIG erhofft sich das Management der Fluggesellschaft einen intensiveren Know-how-Transfer innerhalb der deutschen Airline-Community sowie einen besseren Zugang zu aktuellen Marktanalysen, um die eigene Marktposition im hart umkämpften europäischen Ferienflugsegment weiter zu festigen.