Autofahrer im Stau (Foto: Unsplash/J Torres).
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Ablenkung am Steuer: Asfinag meldet besorgniserregenden Anstieg von Unfällen auf Österreichs Autobahnen

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Die Ablenkung durch Smartphones, Navigationsgeräte und andere elektronische Geräte entwickelt sich auf den Autobahnen in Österreich zu einer der dominierenden Ursachen für schwere Verkehrsunfälle.

Wie die staatliche Infrastrukturgesellschaft Asfinag mitteilt, ist der Anteil der durch Unachtsamkeit verursachten Unfälle mit Personenschaden weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr ließen sich 669 von insgesamt 2.173 Unfällen mit Verletzten auf diese Ursache zurückführen, was nahezu einem Drittel aller Vorfälle entspricht. Bei diesen durch Ablenkung verursachten Kollisionen verloren im Berichtszeitraum 20 Menschen ihr Leben.

Besonders kritisch stellt sich die Situation in Arbeitsbereichen und Baustellen auf den Schnellstraßen dar. Hier liegt der Anteil der Ablenkungsunfälle bei fast 40 Prozent. Ein tragischer Unfall in Kärnten, bei dem vor wenigen Wochen ein Straßenmitarbeiter tödlich verletzt wurde, unterstreicht das hohe Risiko für das auf der Fahrbahn tätige Personal. Nach Analysen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit führt bereits der kurze Blick auf ein Display bei Autobahngeschwindigkeit zu einem gefährlichen Blindflug von mehreren Dutzend Metern. Trotz gesetzlicher Verbote und der Erhöhung von Strafen für das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung greifen zahlreiche Fahrzeuglenker während der Fahrt weiterhin zum Mobiltelefon.

Als Reaktion auf diese Entwicklung hat die Asfinag in Kooperation mit dem Verkehrsclub ÖAMTC eine Informationskampagne gestartet. Zudem wird derzeit ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Kollisionswarnsystem erprobt, das herannahende Fahrzeuge analysiert und abgelenkte Autofahrer mittels akustischer Signale vor einer drohenden Kollision warnen soll. Kritische Stimmen aus der Verkehrspsychologie weisen jedoch darauf hin, dass technische Hilfsmittel und Plakatkampagnen die Eigenverantwortung der Fahrer nicht ersetzen können. Angesichts der Entwicklung, bei der im bisherigen Jahresverlauf 2026 fast die Hälfte der tödlichen Autobahnumfälle auf Ablenkung zurückzuführen ist, werden Rufe nach einer spürbaren Verschärfung der polizeilichen Kontrollen sowie einer konsequenteren Ahndung von Verstößen laut.

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