Unter die Lupe genommen (Foto: Shane Aldendorff/Unsplash).
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Absturz einer DHL-Frachtmaschine in Vilnius: Erste Erkenntnisse der Untersuchung

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Der Absturz einer Boeing 737-400, betrieben von der spanischen Fluggesellschaft Swiftair im Auftrag von DHL, hat Ende November 2024 internationale Aufmerksamkeit erregt. Die Maschine, ein Frachtflugzeug, stürzte am frühen Morgen des 25. November in der Nähe des Flughafens von Vilnius (VNO) ab. Die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchung, die von der litauischen Abteilung für die Untersuchung von Verkehrsunfällen und Zwischenfällen veröffentlicht wurden, schließen unrechtmäßige Eingriffe wie Terrorismus oder Sabotage als Ursache aus.

Am Morgen des 25. November 2024 befand sich die Boeing 737-400 auf einem planmäßigen Frachtflug nach Vilnius, als sie kurz vor der Landung abstürzte. An Bord befanden sich vier Besatzungsmitglieder: ein spanischer Pilot, der bei dem Unglück ums Leben kam, sowie drei weitere Personen aus Litauen, Deutschland und Spanien, die Verletzungen erlitten.

Nach der Bergung der Flugschreiber durch litauische Behörden und die Polizei am 9. Dezember wurden die Daten des Flugdatenschreibers und des Cockpit-Voice-Recorders in Deutschland von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) ausgewertet. Beide Geräte lieferten wesentliche technische Details zum Flugverlauf sowie Audioaufzeichnungen aus dem Cockpit.

Keine Hinweise auf äußere Eingriffe

Die ersten Erkenntnisse der Untersuchung ergaben, daß es keine Beweise für unrechtmäßige Eingriffe, wie etwa Terroranschläge oder Sabotage, gibt. Diese Erkenntnis widerlegt frühere Theorien und verschiebt den Fokus der Ermittlungen auf technische und operationelle Ursachen.

Das litauische Justizministerium betonte, daß die Analyse der Daten ein detailliertes Bild der Flugbahn und der technischen Abläufe an Bord ermöglicht habe. Eine abschließende Klärung der Ursache steht jedoch noch aus.

Internationale Zusammenarbeit bei der Untersuchung

Die Untersuchung wird von einer internationalen Sicherheitsuntersuchungsgruppe geführt, der Experten aus Litauen, Deutschland, Spanien und den Vereinigten Staaten angehören. Diese Zusammenarbeit unterstreicht die globale Bedeutung und Komplexität von Flugunfallanalysen, insbesondere wenn internationale Unternehmen wie DHL involviert sind.

Die litauische Abteilung für Verkehrsunfälle und Zwischenfälle erklärte, daß die nächste Phase der Untersuchung tiefere Einblicke in technische Systeme und menschliche Faktoren bieten soll. Experten der BFU sowie der spanischen und amerikanischen Luftfahrtbehörden werden hierbei eine zentrale Rolle spielen.

Das betroffene Flugzeug und die betroffene Airline

Die Boeing 737-400, ein bewährtes Modell in der Luftfracht, wurde von Swiftair, einer spanischen Charterfluggesellschaft, betrieben. Swiftair führt seit vielen Jahren Frachtflüge für DHL durch und ist bekannt für ihre Expertise in diesem Segment.

Die Maschine war zum Zeitpunkt des Absturzes in gutem Zustand, was die Untersuchungen auf mögliche menschliche oder technische Fehler lenkt. Swiftair und DHL haben angekündigt, die Ermittler vollständig zu unterstützen.

Ausblick auf den Abschlussbericht

Obwohl erste Analysen vielversprechend sind, wird es noch Monate dauern, bis ein vollständiger Bericht vorliegt. Die internationale Sicherheitsuntersuchungsgruppe wird nicht nur die technischen und operationellen Details bewerten, sondern auch Empfehlungen zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle entwickeln.

Der Absturz hat die Bedeutung gründlicher Sicherheitsprotokolle im Luftfrachtsektor erneut hervorgehoben. Während DHL und Swiftair bemüht sind, den Betrieb reibungslos fortzusetzen, bleibt die Aufarbeitung dieses tragischen Ereignisses ein zentrales Anliegen.

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