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Absturz in Litauen: Swiftair-Frachter fast in Wohnhaus gekracht

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Am frühen Morgen des 25. November 2024 ereignete sich ein tragisches Unglück nahe der litauischen Hauptstadt Vilnius. Ein Frachtflugzeug, betrieben von der spanischen Swiftair im Auftrag des internationalen Postdienstleisters DHL, stürzte auf ein zweistöckiges Wohnhaus. Der Absturz forderte mindestens ein Menschenleben, und drei weitere Personen wurden verletzt. Dies berichteten litauische Medien unter Berufung auf Rettungskräfte und die Nachrichtenagenturen BNS und Reuters.

Die verunglückte Maschine ist des Typs Boeing 737-400SF und trägt die Registrierung EC-MFE. Es handelt sich um einen Frachter, der weit über 30 Jahre alt ist, jedoch ist ein solch hohes Alter in der Cargobranche nicht ungewöhnlich. Derzeit ist noch völlig unklar was den Absturz verursacht haben könnte. Diverse Medien spekulieren, dass möglicherweise ein Zusammenhang mit Sprengsätzen bestehen könnte, allerdings ist dies zum aktuellen Zeitpunkt reine Spekulation, denn die Unfallermittlungen wurden gerade erst aufgenommen, so dass es noch keinerlei gesicherte Erkenntnisse gibt.

Der Ablauf des Unglücks

Nach Angaben des litauischen Rettungsdienstes ging um 5:28 Uhr Ortszeit der Notruf ein. Das Frachtflugzeug, gestartet in Leipzig, verlor kurz vor der geplanten Landung am Flughafen Vilnius die Kontrolle und kollidierte mit dem Wohngebäude. Das Haus geriet unmittelbar nach dem Aufprall in Brand. Zahlreiche Feuerwehr- und Rettungseinheiten rückten aus, um die Flammen zu löschen und die Opfer zu bergen.

An Bord der Maschine befanden sich vier Besatzungsmitglieder, darunter das Todesopfer und die drei Verletzten. Berichte über mögliche weitere Opfer aus der Bevölkerung liegen bislang nicht vor. Der Umstand, dass es Überlebende gibt, könnte für die Aufklärung des Unfalls von hoher Bedeutung sein. Derzeit ist aber völlig unklar, ob und wenn ja wann die verletzten Besatzungsmitglieder durch die Ermittler einvernommen werden können.

Ursachenforschung läuft auf Hochtouren

Die Unglücksursache ist derzeit unklar. Sicherheitsbehörden aus Litauen, Deutschland und weiteren beteiligten Ländern haben umfassende Ermittlungen eingeleitet. Ein Sprecher von DHL Litauen bestätigte, dass es sich um ein Flugzeug eines Auftragnehmers des Unternehmens handelte. Die Kooperation mit den internationalen Ermittlern sei gewährleistet, um den Vorfall so schnell wie möglich aufzuklären.

Spekulationen über technische Defekte oder menschliches Versagen stehen bislang im Raum, wurden jedoch nicht bestätigt. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen handelt es sich bei der Airline Swift um eine etablierte Partnergesellschaft, die ähnliche Aufträge regelmäßig für DHL durchführt.

Der Absturz hatte unmittelbare Folgen für den Straßen- und Flugverkehr in der Umgebung. Der betroffene Stadtteil wurde abgesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Auch der Flugverkehr am Flughafen Vilnius war zwischenzeitlich eingeschränkt. Neben der Katastrophe selbst sorgt die Tragödie für Diskussionen über Sicherheitsstandards in der Frachtluftfahrt.

Ein Blick auf die Frachtluftfahrt

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen und Risiken in der internationalen Luftfrachtbranche. DHL zählt zu den größten Logistikunternehmen der Welt und nutzt ein umfangreiches Netzwerk an Partner-Airlines. Die effiziente, aber oft komplexe Organisation solcher Operationen kann auch bei erfahrenen Unternehmen nicht vollständig vor Unfällen schützen.

Das Unglück erinnert an ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit, die die Branche dazu zwangen, Sicherheitsmaßnahmen weiter zu verschärfen. Die internationale Gemeinschaft wird die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen mit großem Interesse verfolgen, um mögliche Lehren aus dem Vorfall zu ziehen.

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