Deutschland-Flagge am Flughafen Frankfurt am Main (Foto: Jan Gruber).
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ADV-Jahrestagung: Deutsche Flughäfen fordern Entlastung und besseren Schutz vor Drohnen

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Die Vorstände und Geschäftsführer der deutschen Flughäfen haben auf der Jahrestagung des Flughafenverbandes ADV in Düsseldorf die Bundesregierung und EU-Institutionen zu dringenden Maßnahmen aufgerufen. Angesichts geopolitischer Spannungen, steigender Kosten und wachsender regulatorischer Lasten sehen die Flughäfen den Luftverkehrsstandort Deutschland an einem Wendepunkt und warnen vor einem drohenden Verlust von Marktanteilen.

Ein zentrales Thema der Tagung war die zunehmende Gefährdung durch Drohnenvorfälle. Die jüngsten Sichtungen, unter anderem in München und Brüssel, unterstreichen, dass Drohnen ein Sicherheitsrisiko mit systemischer Dimension darstellen, das zu Beinahe-Zusammenstößen und Flugausfällen führen kann. ADV-Präsidentin Aletta von Massenbach forderte den Staat auf, seine hoheitliche Verantwortung für den Schutz kritischer Infrastrukturen wahrzunehmen. Demnach dürften die Flughäfen mit der Detektion und Abwehr von Drohnen nicht allein gelassen werden.

Des Weiteren kritisierten die deutschen Flughäfen die wachsende Regulierungswut und Bürokratie auf EU- und nationaler Ebene, die jährliche Kosten in Millionenhöhe verursache. Die ADV fordert einen sofortigen Bürokratieabbau und die Verschlankung von Genehmigungsprozessen. Um die Wettbewerbsbedingungen nachhaltig zu verbessern, appellieren die Flughäfen an die Politik, die staatlichen Standortkosten zu senken, die Luftverkehrsteuer abzuschaffen und die Luftsicherheitsgebühren zu deckeln. Lars Redeligx, ADV-Vizepräsident und Gastgeber, fasste zusammen, dass die Flughäfen entschlossene Unterstützung von der Politik erwarteten, um ihre Funktion als Plattformen für Mobilität, Wirtschaft und Innovation weiter erfüllen zu können.

Zusätzlich fordern die Flughäfen den Ausbau der Konnektivität durch das Vorantreiben neuer Luftverkehrsabkommen mit Wachstumsmärkten sowie die Absicherung der Flugsicherungskosten an kleineren Flughäfen. Der Luftverkehr wird von der ADV als „Lebensader für Regionen, Unternehmen und Menschen“ eingestuft, deren Zukunft durch die aktuellen Belastungen gefährdet sei.

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