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Aeroméxico plant nach Ende der behördlichen Restriktionen neue Verbindungen in die USA

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Die mexikanische Fluggesellschaft Aeroméxico bereitet nach der Aufhebung von Restriktionen durch das US-Verkehrsministerium (DOT) die Ankündigung neuer Flugverbindungen in die Vereinigten Staaten vor.

Wie das Unternehmen im Oktober 2026 im Rahmen der Luftfahrtkonferenz der Latin American & Caribbean Air Transport Association (ALTA) in Mexiko-Stadt mitteilte, führt die Entscheidung der US-Behörden zu einer veränderten Handlungsfreiheit bei der Netzplanung für Strecken ab dem Drehkreuz Mexiko-Stadt Benito Juárez (MEX) sowie dem Flughafen Felipe Ángeles (AIFA). Die im Vorjahr von der US-Regierung verhängten Blockaden im grenzüberschreitenden Flugverkehr wurden widerrufen. Damit entfällt das Verbot zur Einrichtung neuer Verbindungen sowie zur Erhöhung von Frequenzen auf bestehenden Routen zwischen den beiden Nachbarstaaten, das infolge zivilluftfahrtpolitischer Meinungsverschiedenheiten erlassen worden war.

Hintergrund des bilateralen Konflikts und Beschränkungen der US-Behörde

Die rechtliche Auseinandersetzung zwischen den Zivilluftfahrtbehörden der Vereinigten Staaten und Mexikos reicht bis in das Jahr 2022 zurück. Auslöser waren Entscheidungen der mexikanischen Regierung, die Slot-Kapazitäten am überlasteten Hauptstadthafen Benito Juárez stufenweise zu reduzieren und Frachtfluggesellschaften per Dekret an den neu errichteten Flughafen Felipe Ángeles (AIFA) umzuleiten. Die US-Behörden sahen in diesen Maßnahmen eine Benachteiligung amerikanischer Fluggesellschaften und eine Verletzung des bilateralen Luftverkehrsabkommens.

Als Gegenmaßnahme ordnete das US-Verkehrsministerium im Oktober 2025 die Blockade von insgesamt 13 bereits betriebenen oder geplanten Flugverbindungen mexikanischer Fluggesellschaften in die USA an. Zudem wurde den mexikanischen Anbietern untersagt, neue Frequenzen oder Zielorte ab den beiden Hauptstadtflughäfen in das US-Streckennetz aufzunehmen. Erst nach bilateralen Verhandlungen und Zusagen der mexikanischen Seite zur Neuregelung der Slot-Vergabe sowie zur Sicherstellung transparenter Zugangsbedingungen hob das US-Verkehrsministerium am 16. Oktober 2026 die Beschränkungen förmlich auf.

Operative Umsetzungsplanung und schrittweise Netzerweiterung

Aeroméxico-Vorstandschef Andrés Conesa begrüßte die Entscheidung der US-Behörden und erklärte im Rahmen der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse für das dritte Quartal 2026, dass der Widerruf der Restriktionen eine entscheidende Barriere für das Wachstum auf dem nordamerikanischen Markt beseitige. Die Airline beabsichtigt, erste neue Strecken und Frequenzerhöhungen im Detail bekannt zu geben, sobald die entsprechenden behördlichen Genehmigungen und Slot-Zuteilungen an den jeweiligen US-Flughäfen abgeschlossen sind.

Der operative Start der ersten Tranche neuer Flugverbindungen ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen. Eine zweite Phase von Streckenaufnahmen soll Mitte des Jahres 2027 folgen. Zudem prüft die Fluggesellschaft die Einbindung von Puerto Rico in ihr Streckennetz; die Flüge dorthin sind für die zweite Jahreshälfte 2027 angedacht, um den Zeitplan an die Abfahrtzeiten der regionalen Kreuzfahrtflotten anzupassen. Parallel dazu arbeitet Aeroméxico an der Wiederaufnahme der Verbindungen nach Caracas in Venezuela, die nach seismischen Ereignissen im Land ausgesetzt worden waren und voraussichtlich im ersten Quartal 2027 wieder im Flugplan stehen sollen.

Bestehendes US-Streckennetz und Marktposition der Aeroméxico

Die Vereinigten Staaten bilden für Aeroméxico den wichtigsten internationalen Auslandsmarkt. Die Fluggesellschaft bedient derzeit eine Vielzahl von Zielen von ihrem Drehkreuz Mexiko-Stadt aus. Nach Kapazitätsdaten des Luftfahrtdatendienstleisters Cirium rangiert der internationale Flughafen Los Angeles (LAX) an erster Stelle der von Aeroméxico angeflogenen US-Destinationen, gefolgt vom Miami International Airport (MIA).

Weitere frequenzstarke Routen führen zu den Drehkreuzen Orlando International (MCO) in Florida, John F. Kennedy International (JFK) in New York, Chicago O’Hare (ORD) sowie San Francisco (SFO) und Houston George Bush Intercontinental (IAH). Als Gründungsmitglied der globalen Airline-Allianz SkyTeam nutzt Aeroméxico in den USA zudem die Vernetzung mit ihren Partnergesellschaften, um Umsteigeverkehre im nordamerikanischen Binnenmarkt abzuwickeln. Die Aufhebung der Beschränkungen ermöglicht es nun auch Mitbewerbern wie Volaris und Viva Aerobus, ihre US-Netze ab Mexiko-Stadt wieder flexibler zu gestalten.

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