Agistri: Ein griechischer Geheimtipp

Agistri – Der Insel-Geheimtipp im Saronischen Golf (Foto: Granit Pireci).
Agistri – Der Insel-Geheimtipp im Saronischen Golf (Foto: Granit Pireci).

Agistri: Ein griechischer Geheimtipp

Agistri – Der Insel-Geheimtipp im Saronischen Golf (Foto: Granit Pireci).
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Eigentlich keine sonderlich gute Idee: Athen im Hochsommer. Die griechische Hauptstadt hat so viel zu bieten, Sehenswürdigkeiten wohin das Auge fällt. Doch die enorme Hitze – teilweise bis zu 40 Grad an manchen Tagen – macht Sightseeing-Touren zu schwitzigen und unangenehmen Angelegenheiten. Abkühlung muss her: Glücklicherweise sind Inseln in Griechenland in der Regel nicht weit vom Festland entfernt.

Nach dem Trubel auf der Akropolis oder der Plaka in Athen sehnt man sich nach Entspannung. Doch die nächstgelegenen Stadtstrände sind teilweise von Touristen überflutet. Da kommt entspannen definitiv zu kurz. Nur eine Stunde mit der Fähre vom Hafen Piräus entfernt befindet sich Agistri, eine der Saronischen Inseln.

Auf Agistri gibt es nur fünf kleine Dörfer, zwei Taxis, einen Bus und keine nervigen Touristen – ein Traum! Die kleine Insel wird nur von rund 1.000 Einwohner bewohnt, dementsprechend hat man auch die schönen Strände (fast) für sich allein. Doch lohnt sich die „Flucht“ aus dem Stadtdschungel? Aviation.Direct hat die kleine Insel näher unter die Lupe genommen.

Mit der Fähre leicht zu erreichen

Zwei Reedereien verbinden den Hafen Piräus mit den Saronischen Inseln. Beide Fähren bringen dich auch nach Agistri, jedoch unterschiedlich schnell. Während Bluestar Ferries fast zwei Stunden für die Strecke benötigt, dauert die Überfahrt mit dem „Flying Dolphin“ – einer Speedboat-Fähre – nur rund eine Stunde. Für ein einfaches Ticket werden ungefährt 15 Euro fällig. Selbsterklärend: die schnellere Verbindung ist teurer.

Achtung: Die schnellere Fähre legt in Megalochori an, nicht in Skala! Wenn ihr also in Skala untergebracht seid, würde ich euch die Bluestar Ferries empfehlen, auch wenn die Überfahrt länger dauert. Ansonsten erwartet euch ein halbstündiger Spaziergang in der Sonne oder eine lange Wartezeit auf den Agistri-Bus.

Die Strände lassen kaum Wünsche offen

Große Sehenswürdigkeiten gibt es auf Agistri nicht. Du bist auf einer griechischen Insel mitten im Saronischen Golf. Was kommt dir da natürlich sofort in den Sinn? Richtig: “Wo ist der nächste Strand?“ Die Auswahl ist nicht klein: Eigentlich ist die gesamte Insel eine riesige Strandpromenade. Mit dem Agistri-Bus, einem Miet-Scooter oder mit dem Fahrrad kann die gesamte Insel unter 30 Minuten erkundet werden. Theoretisch könntest du also einfach ein Badetuch einpacken und dich irgendwo neben das Meer legen.

Achtung: Solltest du keinen Moped-Führerschein besitzen kommt ein Scooter für dich nicht in Frage. Die Griechen akzeptieren neuerdings keinen Führerschein der Klasse B.

Es gibt natürlich auch organisierte Strände mit Sonnenliegen! Einer davon: Megalochori Beach. Obwohl in unmittelbarer Nähe des Hafens bietet dieser Ort enorm viel Raum für Entspannung und Ruhe, da er eher zu den kleineren Stränden auf der Insel zählt und vergleichsweise wenige Menschen diesen besuchen. Ein Sonnenschirm und zwei Liegen kosten gerade einmal fünf Euro für den gesamten Tag. Dabei kümmert sich ein Kellner um das Wohlbefinden der Gäste und serviert nach Wunsch auch kühle Getränke direkt an den Platz. Ein Restaurant befindet sich auch in unmittelbarer Nähe, sodass man selbst keine Verpflegung für den Tag mitnehmen muss. Das Meerwasser an sich ist glasklar und beim Schwimmen sehr angenehm. Einzig und allein die vielen Algen können unangenehm an den Füßen kitzeln.

Viele leckere Restaurants auf der kleinen Insel

Auch kulinarisch kommen Touristen auf Agistri voll auf ihre Kosten! Da sich der Touristenandrang in Grenzen hält, bewegen sich die Preise auch auf humanem Niveau – für meinen Geschmack war das Essen auf der Insel sogar relativ günstig! Auch geschmacklich können die meist familiengeführten Speiselokale auf ganzer Linie punkten. Obwohl die Insel wirklich sehr klein ist, beheimatet sie dutzende Restaurants. Es gibt kulinarisch also viel zu entdecken. Und: Während unseres Aufenthaltes haben wir so einige verschiedene Restaurants zumindest einmal besucht und wurden nie enttäuscht!

Tipp: Fisch-Liebhaber sollten unbedingt das Restaurant direkt gegenüber der einzigen traditionell-griechischen Kirche auf der Insel aufsuchen. Preislich zwar eher im oberen Segment angesiedelt, bietet die griechische Taverne eine köstliche Auswahl an Fisch- und Meeresspezialitäten.

Bemerkenswert war auch, dass sich nicht wenige junge Menschen nach Agistri verirrten. Ganz im Gegenteil: Die Bars waren nachts rappelvoll und der kleine Hauptplatz widererwarten sehr belebt. Wer jetzt aber erwartet, auf Agistri die Party seines Lebens zu feiern, den muss ich enttäuschen. Lediglich ein Nachtlokal gibt es auf der Insel – dieses war aber Corona-bedingt geschlossen.

Du siehst, ein Ausflug nach Agistri lohnt sich auf jeden Fall, wenn du vom Athener Stadtleben eine Pause brauchst. Die Insel ist (noch) ein Geheimtipp unter den griechischen Touristen und deswegen nicht so stark von Touristen überlaufen wie andere Insel-Ziele ab Athen wie die Nachbarinsel Aegina oder Hydra. Wer nach Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, wird hier also nicht enttäuscht werden. Also: Trubel aus – Entspannung an!

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