Die algerische Staatsfluggesellschaft Air Algérie setzt ihre Flüge in die deutsche Hauptstadt auch in der Winterflugplanperiode 2026/2027 fort, nimmt jedoch eine Anpassung der Streckenführung vor.
Nach der Wiederaufnahme der Direktverbindung zwischen Algier und Berlin am 14. September verabschiedet sich die Airline mit Beginn des Winterflugplans am 31. Oktober vom durchgehenden Nonstop-Flug. Stattdessen wird die Strecke einmal wöchentlich als Dreiecksverbindung über das Drehkreuz Frankfurt am Main geführt.
Gemäß den Flugplandaten kommt auf der Route Algier–Frankfurt–Berlin–Algier ein Mittelstreckenflugzeug vom Typ Boeing 737-700 zum Einsatz. Durch die Kombination der beiden deutschen Zielorte auf einem Fluglauf bündelt das Unternehmen Passagierströme aus Nord- und Westdeutschland. Die Verbindung erlaubt es Air Algérie, die Kapazitäten auf den Strecken nach Deutschland flexibler zu steuern und die Sitzplatzauslastung auf den einzelnen Streckenabschnitten zu stabilisieren.
Die Umstellung auf einen Dreiecksflug spiegelt die Herausforderung wider, vor der viele staatliche Netzwerkträger auf Sekundärrouten stehen. Während die Nachfrage zwischen Algier und Frankfurt durch den regulären Geschäfts- und Transitverkehr vergleichsweise stetig verläuft, weist die Direktverbindung nach Berlin ein stärker saisonal geprägtes Passagieraufkommen auf. Durch die Zwischenlandung in Frankfurt vermeidet die Fluggesellschaft Auslastungslücken in den nachfrageschwächeren Wintermonaten, nimmt jedoch längere Flugzeiten für Passagiere aus der Region Berlin-Brandenburg in Kauf.
Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass die Einbindung Berlins in bestehende Flugläufe ein typisches Instrument zur Risikominimierung darstellt. Zwar verringert die Dreiecksführung die Attraktivität des Fluges für Zeitempfindliche Passagiere gegenüber direkten Konkurrenzangeboten im nordafrikanischen Markt, sie sichert jedoch die Marktpräsenz des Unternehmens an der deutschen Hauptstadt. Für den Flughafen Berlin-Brandenburg bedeutet die Entscheidung den Erhalt der Anbindung an Algerien, wenngleich mit eingeschränkter Frequenz und verlängerter Reisezeit.