Die Billigfluggesellschaft Air Arabia nimmt ab dem 14. Dezember 2026 eine neue Direktverbindung zwischen ihrem Drehkreuz Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten und der nordpolnischen Hafenstadt Danzig auf.
Die Strecke wird fünfmal wöchentlich mit Flugzeugen der Airbus A320-Familie bedient. Die Flugzeiten sind gestaffelt: Montags und samstags starten die Maschinen nachmittags in Sharjah, während an Mittwochen, Freitagen und Sonntagen morgendliche Abflüge vorgesehen sind. Der Ticketverkauf für die neue Route wurde bereits über die konzerneigenen Vertriebskanäle freigeschaltet.
Mit der Aufnahme von Danzig baut die Fluggesellschaft ihre Präsenz im polnischen Markt weiter aus. Neben den bereits bedienten Zielen Warschau-Chopin und Krakau sowie der ebenfalls für Dezember 2026 geplanten Verbindung nach Katowice stellt Danzig das vierte Ziel der Airline in Polen dar. Der Betreiber des Flughafens Danzig sowie regionale Wirtschaftsverbände erwarten durch die Direktverbindung zusätzliche Impulse für den Incoming-Tourismus aus der Golfregion in die Woiwodschaft Pommern sowie eine Vereinfachung des Geschäftsreiseverkehrs zwischen beiden Regionen.
Der Vorstoß von Air Arabia spiegelt den Trend arabischer Niederpreis- und Hybrid-Airlines wider, verstärkt osteuropäische Sekundärflughäfen anzusteuern. Während etablierte Netzwerkträger primär Hauptstadtdrehkreuze verbinden, nutzen Fluggesellschaften wie Air Arabia schmalrumpfige Mittelstreckenflugzeuge, um Direktverbindungen aus den Emiraten in europäische Regionen wirtschaftlich zu betreiben. Für Fluggäste aus Nordpolen bietet das Drehkreuz Sharjah zudem Umsteigemöglichkeiten in das weitere Streckennetz der Airline in Richtung Vorderasien und Südtirol beziehungsweise den indischen Subkontinent.
Luftfahrtbeobachter weisen jedoch auf den wachsenden Wettbewerb auf den Strecken zwischen der Golfregion und Mitteleuropa hin. Mit dem zeitgleichen Ausbau mehrerer Ziele in Polen erhöht Air Arabia das Sitzplatzangebot beträchtlich, was insbesondere in den schwächer nachgefragten Wintermonaten zu einer Belastung der Auslastung führen kann. Zudem konkurrieren die Verbindungen nach Sharjah direkt mit den Angeboten anderer Golf-Airlines, die ab den nahegelegenen Flughäfen Warschau und Berlin operieren, was den Preisdruck auf diesen Strecken aufrechterhalten dürfte.