Der CEO von Air Baltic, Martin Gauss, hat in einem Interview mit der Londoner Zeitung City A.M. angekündigt, dass die lettische Fluggesellschaft plant, sowohl an der Nasdaq Riga-Börse als auch möglicherweise in Großbritannien notiert zu werden.
Der Börsengang, der noch Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres erfolgen soll, soll rund 300 Millionen Euro einbringen. Gauss deutete an, dass London als möglicher Standort für die Zweitnotierung in Betracht gezogen wird, wobei auch Amsterdam und Frankfurt Optionen seien.
Gespräche mit Investoren verlaufen laut Gauss positiv, und es gibt Spekulationen über eine mögliche Beteiligung der Lufthansa als strategischen Investor. Laut dem CEO soll der Börsengang nicht nur Kapital für Air Baltic aufbringen, sondern auch dazu beitragen, die lettischen Kapitalmärkte zu stärken. Die Fluggesellschaft, die aktuell 91 Flughäfen in 42 Ländern anfliegt und eine Flotte von 48 Airbus A220-300 sowie weiteren Maschinen betreibt, sieht sich als Vorzeigeunternehmen für die lettische Wirtschaft.